Hubschrauber stören Brut- und Rastvögel im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Offshore-Windparks sind wegen des enormen Lärms bei der Fundamentrammung und der späteren Unterwasser-Dauerschallbelastung nicht nur abträglich für das Ortungssystem von Meeressäugern, sondern auch für Vögel, die auf ihren Zugrouten bei schlechten Wetterbedingungen mit den Riesenpropellern kollidieren können. Dazu kommen auch bisher weitgehend unbeachtete Sekundärauswirkungen durch die ständigen Hubschrauber-Versorgungs- und Wartungsflüge. Von den Flugplätzen in Emden, Norddeich und Norderney gibt es häufige ohrenbetäubende Starts- und Landungen mit unvermeidlichen Überflügen über die direkt angrenzenden Schutzzonen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, vermarktet als „Weltnaturerbe“. Diese Schutzzonen sind Brut- oder Rastgebiete von besonders- oder gar streng geschützten Vogelarten, die durch den Rotorenlärm und die Hubschraubersilhouette ebenfalls in der Luft gehalten werden: der bekannte Fluchtreflex. […]

Tote Schweinswale: dröhnendes Schweigen!

Toter Schweinswal an der Ems, Juni 2012

Am 15. September 2012 griff der Wattenrat Ostfriesland eine Meldung des Nationalparkamtes in Tönning/S-H auf, wonach „ungewöhnlich“ viele tote Schweinswale im Sommer 2012 an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins angetrieben wurden; von einem NABU-Mitarbeiter in Schleswig-Holstein wurde die Totfunde bestätigt. Die Herkunft der Wale und die Ursache des Sterbens sind nach wie vor nicht bekannt. Wer nun meinte, dass die überregionale Presse dieses mysteriöse Sterben der Kleinwale näher beleuchten werde, wurde enttäuscht. Auch von Greenpeace, wo man sich spendenheischend in der Öffentlichkeit als Schweinswalschützer geriert, kamen bis jetzt keine Stellungnahmen. Die Naturschutzverbände blieben ebenfalls stumm. Auf den Webseiten der Wattenmeernationalparks ist bis heute nichts zu diesem beunruhigenden Phänomen zu lesen. Während der einzelne Schweinswaltotfund  an der Ems vom Juni 2012 noch durch die Gazetten der Republik lief, hörte man nun, nach den deutlich gehäuften Totfunden, nichts mehr, nur dröhnendes Schweigen. weiter »