Angst vor Jagdeinschränkungen in Schutzgebieten: Ostfriesische Jäger gründen „Arbeitskreis Ökologische Inseljagd und Küste”

Gänsejäger im Nebel hinter einer Sichtschutzplane: Naturschutzgebiet Petkumer Deichvorland, EU-Vogelschutzgebiet. Die Jagd bei diesen Sichtverhältnissen ist nach §1 (3) der Bundesjagdzeitenverordnung verboten.

Die Jägerschaft auf den Ostfriesischen Inseln und an der Küste wird unruhig, und der Wattenrat Ostfriesland und die Gänsewacht wirken: Der neue niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) hat angekündigt, die Jagd in Natura-2000-Gebieten, also den FFH- und EU-Schutzgebieten nach den entsprechenden EU-Richtlinien, neu zu ordnen. weiter »

Es stinkt zum Himmel: Gülleausbringung auf gefrorenem Boden

Güllespritzer in Schneelandschaft: Middelsterborg/LK Leer, 10. Februar 2013

Alle Jahre wieder: Seit vielen Tagen haben wir Frost in Ostfriesland, der Boden ist gefroren. Das hält aber einige Bauern nicht davon ab, den Inhalt ihrer vollen Güllebehälter in Gülleanhänger umzupumpen und den Inhalt trotzdem auf die Ländereien zu versprühen. Auf dem gefrorenen Boden besteht nicht die Gefahr, dass die schweren landwirtschaftlichen Fahrzeuge einsinken und dann aufwändig wieder geborgen werden müssen. Das stinkt nicht nur zum Himmel, das Gülleausbringen ist bei diesen Witterungsverhältnissen schlicht verboten: Bei gefrorenem Boden oder geschlossener Schneelage darf auch nach dem 31. Januar die Gülle nicht ausgebracht werden. weiter »

“Pestvögel” in Ostfriesland

Seidenschwänze

Diese hübschen Vögel wurden in einem Hausgarten bei Emden gesichtet und fotografiert. Es sind Seidenschwänze (Bombycilla garrulus), die in unregelmäßigen Abständen ihre heimatlichen Gefilde des nördlichen Skandinaviens bis Sibirien verlassen und im Winter in großen Schwärmen invasionsartig nach Westen ausweichen. Die Ursache des vorübergehenden Abwanderns aus den Heimatgebieten ist der dortige Nahrungsmangel und vielleicht auch [...]

Marionettentheater: Landtagswahlkampf in Ostfriesland mit “Erneuerbarer Energie”

Postwufsendung

Nein, dieser Beitrag ist keine Wahlhilfe für die CDU im niedersächsischen Landtagswahlkampf, im Gegenteil. Dieser läuft auf Hochtouren, oder liegt in den letzten Zügen, je nach Betrachtungsweise. Wesentliche politische Unterschiede gibt es zwischen den Kandidaten der verschiedenen Parteien nicht, abgesehen von der Bildungspolitik. Umwelt- oder Naturschutzpolitik, in den Achtzigern und Neunzigern noch ein zentrales politisches Thema, kommt gar nicht mehr vor. Viel Auswahl, also tatsächliche Alternativen zu wählen, hat das Wahlvolk nicht. Besonders deutlich wird das beim Thema „Energie“, oder besser den sog. „Erneuerbaren Energien“, wie Wind- oder Solarenergie oder den maissteppenfördernden und grundwasserbelastenden Biogasanlagen. Der Begriff “Erneuerbare Energie” ist zwar nach dem Ersten Hauptsatz der Thermodynamik physikalischer Unsinn, wird aber immer wieder gerne genommen. Die „Erneuerbaren“ mit dem „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) sind ein Geschäftsmodell und Konjunkturprogramm, das von allen politischen Parteien gehätschelt wird. Nur aus der FDP wird neuerdings vereinzelt verhaltener Zweifel am EEG angemeldet. weiter »

Kirche und „Energiewende“: Der Landessuperintendent und die „Bewahrung der Schöpfung“, zwei Gegenreden

Windenergie: gestern und heute, Eemshaven/NL

von Manfred Knake

Dr. Detlef Klahr ist Landessuperintendent der evangelisch-lutherischen Landeskirche im Sprengel Ostfriesland, und er hat eine Meinung zur „Energiewende“, besonders zur Windenergie, die er in der Evangelischen Zeitung geäußert hat. Das ist in Ordnung, Meinungen kann man haben, zu allem und zu jedem. Nur sollte diese auch auf nachprüfbaren Fakten beruhen und keine bloße Glaubenssache sein, wie es bei einem Mann der Kirche nahe liegt.

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Windenergiestandorte: von Kirchturmpolitikern und Profit

Unser Dorf muss schöner werden: Wind"park" Utgast/Holtgast im LK Wittmund/Nds.

Die Windkraft boomt, in ganz Deutschland. Ein Fallbeispiel aus der ostfriesischen Provinz zeigt, warum das so ist. Eine Philippika gegen die Gier und den kommunalen Windwahn

Von Manfred Knake

Seit 2009 können Kommunen stärker von Gewerbesteuereinnahmen für Windkraftstandorte in den Gemeinden profitieren, die Gewerbesteuern fließen nun nicht mehr in den Geschäftsort der Betreiberfirma, sondern nach einem Verteilerschlüssel in den Landkreis, die Samtgemeinde und Mitgliedsgemeinde, dort wo die Anlagen errichtet werden. Das ist ein Grund für den Boom der neuen Anlagen nach flugs erstellten neuen „Potenzialkarten“, erstellt durch beauftragte Planungsbüros und bezahlt mit Steuergeldern. Den ggf. betroffenen Bürgerinnen und Bürgern sind diese Karten mit möglichen neuen Windenergiestandorten in der Regel gar nicht bekannt, den Windkraftbetreibern schon. Der wahre Grund für noch mehr Riesenrotoren ist also nicht „das Klima“, „Fukushima“, die „Energiewende“ oder sonstige vorgeschobene Nebeltopfargumente, sondern immer das Geld, die Rendite- oder Steuererwartung. In der Samtgemeinde Esens im Landkreis Wittmund in Niedersachsen („Eine idyllische Stadt, alte Kirchen und Mühlen, weite Landschaft, gesunde Luft und natürlich auch die Nordsee mit Ebbe und Flut prägen das Gesicht der Stadt Esens“) gab es schon mal in den Neunzigern einen Beschluss, nach dem umstrittenen Wind“park“ Utgast/Holtgast auf weitere Standort im Samtgemeindegebiet zu verzichten. Die frohe Erwartung der zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen, wenn sie denn endlich nach den Verlustabschreibung fließen, hat alle früheren Bedenken bei den kommunalen „Volksvertretern“ der Mitgliedsgemeinden zerstreut.  weiter »

Schäden am Wintergetreide: Fraß oder Frost?

Fraß oder Frost, das ist hier die Frage. Zwei Zeitungsberichte mit zwei fast gleichen Bildern aus zwei verschiedenen Landstrichen, Ostfriesland und Verden/Aller, aber zum gleichen Thema machen deutlich, worum es in der Landwirtschaft häufig geht: um mehr Geld, und meistens um das Geld der Anderen. Bekanntlich erlebten wir trotz der ständigen Warnungen vor der Klimakatastrophe schon wieder einen sehr kalten Winter mit wochenlangem Dauerfrost, der auch das ausgesäte Wintergetreide schädigte. Auch in Ostfriesland war es sehr kalt, genau wie in Verden. Während in Ostfriesland die Schäden am Getreide fast ausschließlich den hier überwinternden arktischenGänsen in die Schnäbel geschoben wird, hat man sich in Verden an der Aller beim gleichen Schadensbild nachvollziehbar auf den Frost als Verursacher geeinigt. weiter »

Blauer Himmel über dem “Weltnaturerbe” Wattenmeer?

Kondensstreifen über dem Dollart, im Vordergrund der Emsdeich, 14. Okt. 2011, ca. 16:10 Uhr

Durch den Luftraum des  „Weltnaturerbes“ Wattenmeer ziehen nicht nur gefiederte Flieger, sondern auch gewaltige Blechvögel vieler Fluglinien dahin. Über Ostfriesland verlaufen viele Flugrouten in verschiedenen Flughöhen, es geht zu wie auf einer dreidimensionalen Autobahn. Bei entsprechendem Wetter, also genügend Luftfeuchtigkeit in kalter [...]

Jagdvergehen an der Ems: wieder Nonnengans angeschossen

Angeschossene Nonnengans, Terborg/Ems, 06.April 2011

#edit: Inzwischen laufen polizeiliche Ermittlungen in der Sache, aber nicht wegen eines Jagdvergehens, das in diesem Falle strafbar wäre, sondern wegen “Tierquälerei”. Das ist zwar auch eine Straftat, hält aber fürs gute Image die Jagdstatistik sauber: .pdf  Zeugenanhörung Nonnengans

Auf diesen Webseiten haben wir schon oft über Jagdverstöße von Hobbyjägern geschrieben, hier ein neuer Fall, der einen Straftatbestand darstellt: Unser Mitarbeiter Eilert Voß fand am 06. April 2011 unweit des Emsdeiches bei Terborg im LK Leer zusammen mit einem  Begleiter eine flugunfähige stark verletzte Nonnengans. Die Gans wurde zur Untersuchung zu einem Tierarzt gebracht, der das Tier wegen des schlechten Allgemeinzustandes und eines offenen Flügelbruches einschläferte. Das Röntgenbild ergab eine Schussverletzung des linken Armflügelknochens mit einer deutlich sichtbaren Schrotkugel.

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Der Handel mit heißer Luft: CO2-Endlager in Ostfriesland?

Wasserdampf, nicht CO2, entweicht diesem Kühlturm. In den Medien wird daraus regelmäßig der "Klimakiller CO2".

Die neueste Sau im ostfriesischen Dorf heißt CCS, oder ausgeschrieben Carbon Dioxide Capture and Storage. Damit ist die unterirdische Verpressung des CO2 gemeint. CO2 füllt seit Jahren die Medienberichterstattung als angeblicher „Klimakiller“ oder gar „Klimagift“, weil der menschliche Anteil am CO2 das Klima verändern soll. Und das ist wissenschaftlich höchst umstritten. In der veröffentlichten Meinung kommen überwiegend die politisch korrekten Wissenschaftler oder Institute zu Wort, die die Klimaapokalypse predigen und dafür Forschungsmittel bekommen. Andere Wissenschaftler, und das sind entgegen anderslautender Berichte nicht wenige, halten das für puren Unsinn: Die Sonne steuere das Klima auf der Erde, der CO2-Anteil in der Luft sei die Folge der Erderwärmung (oder Abkühlung) durch die Sonne, und nicht die Ursache. Die Skeptiker der CO2-Ursache werden häufig diffamiert, der Höhepunkt dieser Kampagne war der Begriff “Klimaleugner” u.a.  durch die Grünen im Bundestag, die diese Wissenschaftler wohl mit der gezielten Wortwahl in die Ecke der Holocaustleugner stellen wollten.  Das bekannteste „politisch korrekte“ Institut mit ständiger Verbreitung der Endzeitstimmung ist das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK), bezahlt vom Bund und den Ländern, also der Politik.

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