Schöne Aussicht: Offshore-Windpark „Riffgat“ vor Borkum

Schöne Aussicht: Windpark "Riffgat" mit dem Spezialschiff "Bold Tern" (rechts) vor Borkum, von der Strandpromenade aus fotografiert

Schöne Aussicht von der Insel Borkum in Richtung See: Der Wind“park“ „Riffgat“ ca. 15 km vor Borkum, gebaut vom regionalen Energieunternehmen EWE (Oldenburg) in Kooperation mit dem Projektentwickler ENOVA (Bunderhee). Der Standort „Riffgat“ liegt in ca. vier Kilometern Entfernung südlich zum Verkehrstrennungsgebiet Terschelling – Deutsche Bucht, einem stark befahrenen Schifffahrtsweg, und etwa vier Kilometer westlich der Grenze zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Der Offshore-Windpark wird innerhalb der 12-Seemeilen-Zone im Küstenmeer errichtet und liegt damit in der Zuständigkeit des Bundeslandes Niedersachsen. Im Sommer 2013 soll das Windturbinenfeld mit 30 Anlagen in Betrieb gehen. weiter »

Offshore-Windpark „Riffgat“: Mit dem Hubschrauber über die Schutzgebiete

Hubschrauber von der Offshore-Baustelle "Riffgat" über Borkum, fliehende Nonnengänse, 02. Jan. 2013

Seit Mai 2012 wird ca. 15 Kilometer vor der Insel Borkum im Seegebiet „Riffgat“  an der Errichtung von 30 Windkraftanlagen der 3,6 Megawatt-Klasse gebaut, die angeblich „rund 120.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgen“ sollen. An das Projektgebiet grenzt im Osten der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer an. Gebaut wird „Riffgat“ vom regionalen Energieversorger EWE (Oldenburg) in Zusammenarbeit mit dem Projektentwickler ENOVA (Bunderhee). Im Sommer 2012 wurde bekannt, dass das Rammen der Fundamente trotz des „Schallschutzes“ mit erheblichem Baulärm von z.T. mehr als 190 dB(A) verbunden war. Technisch machbar sind die Rammarbeiten mit 160 dB(A), gemessen in einem Abstand von 750 m von den Baustellen. Dieser Lärm kann für Kleine Tümmler (Schweinswale) tödlich sein, weil er die Ortungsorgane schädigt. Im Sommer 2012 wurden 132 tote Kleine Tümmler an die Westküste Schleswig-Holsteins getrieben. Die toten Meeressäuger wurden nicht, wie es eigentlich vorgesehen ist, untersucht. Ob ein Zusammenhang mit den unglaublich lauten Rammarbeiten, die in der Dauerbeschallung lauter als ein fortdauernder Artillerieabschuss sind, lässt sich daher nicht klären. Auch auf die Rastvögel, und ab dem Frühjahr auch auf die Brutvögel des Nationalparks, hat der Baubetrieb mit dem Hubschrauberpendelverkehr von Riffgat nach Emden erhebliche Auswirkungen. Nach der Bauphase werden die Hubschrauber zum Transport des Wartungspersonals  weiterfliegen. Andere Offshore-Investoren planen ebenfalls Pendeldienste mit Hubschraubern, z.B. DONG-Energy ab Norddeich, mit einem Landeplatz direkt am Nationalpark Wattenmeer. weiter »

Mysteriöses Schweinswal-Sterben in der Nordsee, warum?

Toter Schweinswal, angespült am 28. Juni 2012 bei Jarßum, Ems/Niedersachsen

In diesem Sommer wurden bemerkenswert viele tote Schweinswale in Schleswig-Holstein angetrieben. Wie viele waren es in Niedersachsen, den Niederlanden oder in Dänemark? Ein Sprecher des Nationalparkamtes in Töning wird in der Tagespresse so zitiert: „«Wir gehen davon aus, dass die Schweinswale nicht vor Schleswig-Holsteins Küste gestorben sind, sondern nur angetrieben wurden» Sie kamen vermutlich mit der Meeresströmung heran, die von den Niederlanden vorbei an Niedersachsen und Schleswig-Holstein nach Dänemark läuft.“ weiter »