Rotorguillotine: tote Bussarde im Windpark Üssinghausen, LK Diepholz/NDS

Bussardkopf, enthauptet durch eine Windkraftanlage im Windpark Üssinghausen/LK Diepholz/NDS, 25. März 2015

Bussardkopf, enthauptet durch eine Windkraftanlage im Windpark Üssinghausen/LK Diepholz/NDS, 25. März 2015

Zwei Bussarde, ca. 3 Jahre alt, wurden im Windpark Üssinghausen im LK Diepholz/NDS tot gefunden. Die Verletzungen deuten eindeutig auf eine Rotorkollision hin. Man kann Bussarde – und andere Greifvögel – häufig dabei beobachten, wie sie gezielt die Rotoren anfliegen. Es hat den Anschein, dass sie mit den Rotoren „spielen“, also diese immer wieder an- und darum herumfliegen. Da sich die Rotoren aber mit der Geschwindigkeit von Hubschrauberrotoren bewegen – was durch den enormen Durchmesser der Windkraftrotoren aber eher langsam erscheint – registrieren die Vögel nicht schnell genug, dass ständig ein Rotorblatt auf- oder absteigt und werden schließlich erschlagen. weiter »

„Windräder keine Vogelschredder“, sagt das Bundesumweltministerium, eine Entgegnung

Nonnengänse vor einer Windkraftanlage im EU-Vogelschutzgebiet "Wybelsumer Polder" bei Emden

Gestern bekam die Windenergielobby eine neues Geschenk vom Bundesumweltministerium: Bundesweit wurde ein dpa-Bericht veröffentlicht, der sich auf eine 1 Million Euro teure Studie des BMU bezieht, nachdem „Windräder keine Vogelschredder“ sein sollen.

Die BMU-Statistik sagt aus, es gäbe „in den vergangenen Jahren“ 146 Rotmilane, 163 Mäusebussarde, 25 Wintergoldhähnchen, 87 Tauben und 30 Stockenten, die tot unter deutschen Windrädern gefunden wurden. Ein flächendeckendes Phänomen sei das nicht, der „Mythos vom Massensterben“ sei damit widerlegt. In Deutschland stürben die meisten Vögel eher, weil sie gegen Gebäude oder Autos flögen oder von Katzen gefressen würden.

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Windenergie: Wiesenweihe von Rotor getötet

Zur Todesursache bitte edit vom 18.Juni 2010 beachten (ganz unten)

Zwei weitere Männchen verschwunden (edit 17. Juli 2010 am Ende ganz unten)


Wiesenweihen (Circus pygargus) gehören zu den bestandsbedrohten Vogelarten in Deutschland und sind daher streng geschützt. In Deutschland gibt es nur noch ca. 400 Brutpaare, ein Verbreitungsschwerpunkt liegt in Ostfriesland in den küstennahen Bereichen und auf den Inseln. In Ostfriesland schossen in den letzten Jahren auf Grund der Zwangsabgabe aus dem Erneuerbaren Energiengesetz für alle Stromkunden, mit der die Windkraftbetreiber üppige Subventionen einstecken, viele Wind“parks“ mit hunderten Anlagen in den vorher nicht industriealisierten Marschenbereichen in die Höhe, auch in EU-Vogelschutzgebieten. Anfangs waren die Windkraftanlagen 40 bis 50 m hoch, wurden dann durch ca. 70 m hohe Anlagen ersetzt. Die neue Generation der Anlagen ist bis zu fast 200 m hoch. Der Anlagenhersteller ist überwiegend die Firma Enercon im ostfriesischen Aurich. weiter »