Pünktlich zum Ferienende: nun auch tote Seehunde in Niedersachsen

Archivbild 2002: Seehundkadaver bei Bensersiel/LK Wittmund/NDS

Pünktlich zum Ferienende werden nun auch an der niedersächsischen Küste tote Seehunde gefunden und gemeldet. Die Nachrichtenagentur dpa/lni berichtetet gestern von einem toten Seehund auf Wangerooge, der nicht der erste gewesen sein soll und von 40 toten Seehunden auf Norderney. Und wie viele waren es auf den anderen ostfriesischen Urlaubsinseln? Dem Wattenrat liegt eine Totfundmeldung von Langeoog am 30. Oktober 2014 vor, die bisher nicht erwähnt wurde. Insgesamt, so das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz (LAVES), sollen von Schleswig-Holstein bis nach Niedersachsen inzwischen „über 800“ tote Tiere gezählt worden sein. Immerhin, die Seehunde in Niedersachsen waren so rücksichtsvoll, sich erst am Ende der Schulferien finden zu lassen.  weiter »

Robbbenjagd?

Seehundkadaver vor der Nordseeinsel Norderney

Seit einigen Jahren werden vermehrt überwiegend einjährige Junghunde, die stark von Lungenwürmern befallen sind, an den Nordseeküsten angespült. In Schleswig-Holstein werden erkennbar kranke und geschwächte Seehunde, die an den Stränden gefunden werden, von speziell dafür ausgebildeten Seehundjägern mit der Waffe getötet. Dies rief erhebliche Proteste in den Medien hervor, bis zu einer Internet-Petition „Töten Sie keine weitere Robbe auf Sylt!“

Auch die taz griff diese vermeintliche „Jagd“ auf die Seehunde in einem wenig differenzierten Bericht auf. Heuler, also verlassene Seehundbabys, werden vermengt mit von Parasiten befallenen Seehunden, das hat mit „Robbensterben“ der vergangenen Jahre zunächst einmal gar nichts zu tun. weiter »

Tote Schweinswale: dröhnendes Schweigen!

Toter Schweinswal an der Ems, Juni 2012

Am 15. September 2012 griff der Wattenrat Ostfriesland eine Meldung des Nationalparkamtes in Tönning/S-H auf, wonach „ungewöhnlich“ viele tote Schweinswale im Sommer 2012 an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins angetrieben wurden; von einem NABU-Mitarbeiter in Schleswig-Holstein wurde die Totfunde bestätigt. Die Herkunft der Wale und die Ursache des Sterbens sind nach wie vor nicht bekannt. Wer nun meinte, dass die überregionale Presse dieses mysteriöse Sterben der Kleinwale näher beleuchten werde, wurde enttäuscht. Auch von Greenpeace, wo man sich spendenheischend in der Öffentlichkeit als Schweinswalschützer geriert, kamen bis jetzt keine Stellungnahmen. Die Naturschutzverbände blieben ebenfalls stumm. Auf den Webseiten der Wattenmeernationalparks ist bis heute nichts zu diesem beunruhigenden Phänomen zu lesen. Während der einzelne Schweinswaltotfund  an der Ems vom Juni 2012 noch durch die Gazetten der Republik lief, hörte man nun, nach den deutlich gehäuften Totfunden, nichts mehr, nur dröhnendes Schweigen. weiter »

Illegale Jagdpraktiken aus Schleswig-Holstein

Illegal geschossene Nonnengans, Dollart, Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Aus Schleswig-Holstein wurden fragwürdige und illegale Jagpraktiken bekannt:

Im Naturschutzgebiet Beltringhader Koog (Kreis Nordfriesland) erlegte ein Jäger eine Nonnengans, durch den Einsatz eines Schlageisens im Dutener Moor bei Alt Duvenstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) kam eine Rohrweihe zu Tode. Der NABU Schleswig-Holstein dokumentierte diese Fälle .

Die Deutsche Presseagentur (dpa/lno)  berichtete darüber auch in überregionalen Tageszeitungen am 14. April 2010:

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