Die Jagd und der Landwirtschaftsminister: Zitatfälscherei als Nachrichtengeschäft, eine Richtigstellung

Umweltpädagogik? Vater mit Tochter auf Zugvogeljagd in einem Vogelschutzgebiet an der Ems, Dez. 2012

Die Pressemitteilung der Gänsewacht und des Wattenrates zum Besuch des neuen Agrarministers der Bündnisgrünen in Niedersachsen bei den Celler Freizeitjägern am 02. März schlug heftige mediale und interne Wellen im Lande, die bis zum Wattenrat zurückfluteten. Ins Boot gehen sollte jetzt der Redakteur für Politik bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, Klaus von der Brelie, der für seine Zeitung am 03. März u.a. so berichtete:

HAZ, online, 03. März 2013

Agrarminister Christian Meyer reicht Jägern die Hand

Von Klaus von der Brelie

[…] „Manchmal, etwa in Naturschutzgebieten, sei sogar mehr Jagd erforderlich […]“

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Landwirtschaftsminister Meyer (Grüne) und die Jagd: Kehrtwendung nach der Wahl?

Pressetermin zur Wasservogeljagd in Schutzgebieten, Januar 2012: Eilert Voß (Bildmitte) im Gespräch mit Christian Meyer (rechts am Tisch)

Vor etwas mehr als einem Jahr luden die Grünen der Stadt Emden den damaligen landwirtschaftlichen Sprecher der niedersächsischen Landtagsfraktion der Grünen zu einer Informationsveranstaltung zur Wasservogeljagd in Schutzgebieten an der Ems ein. Der Wattenrat berichtet seit Jahren über die Jagd auf Zugvögel in Natur- und EU-Vogelschutzgebieten an Ems, wo auch bei Nacht, Nebel und Schneetreiben mit an Gewässern verbotener Bleischrotmunition geschossen wird. Damals, bei dem Pressetermin in Petkum an der Ems, hatten alle Beteiligten den Eindruck, Christian Meyer würde sich für die Abschaffung der Jagd in Naturschutzgebieten einsetzen. Nun ist Christian Meyer Landwirtschaftsminister in Niedersachsen. Umso überraschender war daher die Nachricht in der Hannoverschen Allgemeinden Zeitung, Meyer sei kein Gegner der Jagd in Naturschutzgebieten. Diese Äußerungen fielen bei seinem Antrittsbesuch bei der Niedersächsischen Landesjägerschaft am 03. März 2013 in Bergen bei Celle. weiter »

Geocaching: Umweltminister Sander völlig ohne Karten

Caches verschiedener Schwierigskeitsgrade im Bereich Ostfriesland, Quelle: Geocaching.com (Screenshot)

Der Freizeitspaß Geocaching boomt. Die elektronische Schnitzeljagd mit Hilfe eines GPS-Gerätes und Computers, bei der im Internet hinterlegte Koordinaten zu einem „Cache“ (englisch für Versteck, Lager oder Schatz) führen, erfreut sich immer größerer Beliebtheit, kann aber auch auf Abwege führen, wenn man sich nicht an die Regeln hält. Naturschutzgebiete oder Nationalparks sollten für Cacher tabu sein, hier besteht die Gefahr, dass Tiere gestört und Pflanzen zertrampelt werden. Im Land Niedersachsen allerdings lässt man mit der vom Land verkündeten Naturtourismus-Doktrin auch in Schutzgebieten nichts aus, was auch noch die letzten Winkel des Landes „erlebbar“ machen soll, und diese Winkel sind genau die Rückzugsgebiete vieler Tier- und Pflanzenarten.

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