Schweinswale und Windenergie: vereint gegen Schallschutzkonzept

Kleiner Tümmler (Schweinswal), angespült an der Ems, Juni 2012, Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat

Willkommen in der Lobbykratie: Die „Stiftung Offshore-Windenergie“ („Sprachrohr der Offshore-Windenergie in Deutschland“), ein Lobbyverband der Windkraftindustrie und der Küstenländer, macht Druck gegen den notwendigen und gesetzlich gebotenen Lärmschutz der Schweinswale beim Bau von Offshore-Wind“parks“. Die Stiftung torpediert derzeit das sog. „Schallschutzkonzept“, das Bundesumweltminister Altmaier (CDU) in der vergangenen Woche zum Schutz des Kleinen Tümmlers oder Schweinswals in Hamburg vorstellen wollte. weiter »

Schweinswale als Bauernopfer: Schutz nur auf dem Papier

Kutter mit offenen Aalhamen auf der Ems, 08. Okt. 2012. Im Hintergrund der Windpark "Wybelsumer Polder"

Der kleinste Wal der Welt, der Schweinswal oder Kleine Tümmler, lebt gefährlich. In der Ostsee sind es hauptsächlich Stellnetze, die ihm zum Verhängnis werden. In der Nordsee wurden im Sommer 2012 auffällig viele tote Schweinswale an der Westküste Schleswig-Holsteins angeschwemmt. Zeitgleich wurden in der Nordsee Fundamente für Windkraftwerke gerammt, mit Dauerschallpegeln von z.T. mehr als 190 Dezibel. Lärm dieser Größenordnung führt zu Nervenschäden und Orientierungsschwierigkeiten bei Schweinswalen, die bis zum Tod führen. Die Häufung der Totfunde dieses Sommers fand kaum eine Resonanz in der Presse, der Einzelfund eines einzelnen toten Schweinswals am Ufer der Ems bei Emden schon. Über den wurde im Juni ausführlich mit Bild bundesweit berichtet. Dieser Schweinswal wies deutliche Schnittverletzungen durch Netze auf. Es liegt also nahe, dass er in einem Netz umkam, und nur dieser einzelne tote Wal, nicht die gehäuften Totfund des Sommers, führt zu einer einer Kleinen Anfrage der Bündnisgrünen im Niedersächsischen Landtag. Hier der Wortlaut mit der Antwort der bemerkenswert falschen Antwort der Landesregierung: weiter »

Mysteriöses Schweinswal-Sterben in der Nordsee, warum?

Toter Schweinswal, angespült am 28. Juni 2012 bei Jarßum, Ems/Niedersachsen

In diesem Sommer wurden bemerkenswert viele tote Schweinswale in Schleswig-Holstein angetrieben. Wie viele waren es in Niedersachsen, den Niederlanden oder in Dänemark? Ein Sprecher des Nationalparkamtes in Töning wird in der Tagespresse so zitiert: „«Wir gehen davon aus, dass die Schweinswale nicht vor Schleswig-Holsteins Küste gestorben sind, sondern nur angetrieben wurden» Sie kamen vermutlich mit der Meeresströmung heran, die von den Niederlanden vorbei an Niedersachsen und Schleswig-Holstein nach Dänemark läuft.“ weiter »

Toter Schweinswal am Emsufer

Schweinswal (Kleiner Tümmler) mit deutlichen Verletzungen

Im Deichvorland bei Jarßum an der Ems wurde ein toter Schweinswal (Kleiner Tümmler) von einem Mitarbeiter des Wattenrates gefunden. Die Detailansichten der Schwanzflosse, bzw. der Flanke im Kopfbereich zeigen sichtbare tiefe Einschnitte in die Haut. Das ist mit Verletzungen durch ein Fischernetz oder eine Reuse unter Wasser erklärbar, in die der Schweinswal geraten sein könnte. Da an der Ems kaum Netzteile von Fischern über Bord geworfen werden ist wohl davon auszugehen, dass das Tier nicht in einem sogenannten „Geisternetz“ umgekommen ist. Der Todeskampf wird für diesen Kleinwal unserer Küsten schrecklich gewesen sein. weiter »

Windenergie-Offshore: Tortur für Schweinswale

Schweinswal

Spiegel-online berichtetam 02. Juni 2010  unter dem Titel

Baulärm hat Schweinswale vertrieben

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,698372,00.html

über die Lärmauswirkungen auf das empfindliche Gehör der Schweinswale

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