Upleward: Halli Galli im Schlick des „Weltnaturerbes“ mit SPD-MdB

Schlickschlittenrennen ("Kreier") im Watt bei Upleward vor der Kulisse des Kohlekraftwerkes Eemshaven/NL

Upleward in der Gemeinde Krummhörn (Greetsiel) im Landkreis Aurich ist ein besonderer Ort: Hier stoßen sich Naturschutz und die Spaßgesellschaft hart im Raum des „Weltnaturerbes“ Wattenmeer. Direkt südlich von Upleward schließt die strengste Schutzzone des Nationalparks, die Ruhezone, mit einer natürlich gewachsenen Muschelschillbank an, die Brut- und Rastplatz zahlreicher Vögel des Wattenmeeres ist. Upleward verfügt über einen – nein, kein Ostfriesewitz –  „Trockenstrand“ binnendeichs, zum Baden geht man über den Deich ins Watt. Auch Kitesurfer nutzen das Wattenmeer vor Upleward und können sich hier in einer Surfschule ausbilden lassen. Ab und zu verliert ein Kiteschüler die Kontrolle über sein Zugsegel und findet sich dann an der Muschelschillbank wieder, was die dortigen Vögel zur Flucht veranlasst. Und etwas weiter nördlich von Upleward bei Hamswehrum wird derzeit vom Watt aus gebohrt, horizontal, mit Deich- und Vorlandquerung für die Offshore Netzanbindungen des Windparks BorWin 3 und 4, im Auftrag der TenneT. Die Arbeiten erfolgen wattseitig in der Zwischenzone des Nationalparks. weiter »

Norderney: gelungene Salzwiesenrenaturierung

Norderney-Ostheller, Renaturierungsfläche im gelben Bereich

Na, geht doch, möchte man sagen. „Aufgrund radikaler Maßnahmen nehmen die Salzwiesen im Inselosten [der Insel Norderney] wieder zu„, schreibt die Lokalpresse. Nein, umgekehrt, „dank“ früherer radikaler Vorlandunterhaltung mit schwerem Gerät ohne Rücksicht auf die natürliche Entwicklung wurden diese Salzwiesen auf Norderney zunächst jahrelang systematisch entwässert, durch  das Bauamt für Küstenschutz und später das Staatliche Amt für Insel und Küstenschutz in Norden, heute Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am selben Ort. weiter »

„Energiewende“: gemeinsame Sache von Naturschutzverbänden und Netzbetreibern

"Energiewende" oder Profit für wenige Betreiber? Wind"park" Westerholt, LK Wittmund, im Hintergrund das Turbinenfeld Utgast/LK Wittmund

Die großen  Naturschutzverbände, wenn man sie denn noch so nennen kann, setzen sich inzwischen für den vehementen Ausbau der Windenergie im Lande ein, treten als Ökostromanbieter auf und machen nun auch gemeinsame Sache mit dem Netzbetreiber TenneT aus den Niederlanden und Deutschland. Die „üblichen Verdächtigen“ Umweltverbände wollen erklärtermaßen die „Energiewende“ zusammen TenneT  beschleunigen, so, als ob dies ihre Aufgabe, ihr „Kerngeschäft“ wäre.

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