Geisternetze im Meer: gemeinsames Projekt vom WWF und der Firma Tönsmeier

Nicht selten werden auch Seehunde Opfer der Fischerei: Kegelrobbe mit Netzresten und erheblichen Halsverletzungen, Foto (C): Archiv Wattenrat Ostfriesland

Über die Plastikvermüllung im Meer durch Netzreste aus der Fischerei und die Folgen für Vögel und Meeressäuger wurde hier beim Wattenrat schon öfter berichtet. Wir übernehmen daher eine Meldung des europtatickers zu diesem Thema.

Übernahme vom europaticker, 06. August 2017:

Tönsmeier und der WWF Deutschland ziehen nach den ersten Tests eine positive Bilanz
Geisternetz-Recycling: Forschung für die Umwelt

Tönsmeier und der WWF Deutschland sind seit 2015 Partner im Projekt „Geisternetze“, das die Lösung eines drängenden Problems zum Ziel hat: Plastikmüll in den Weltmeeren besteht zu einem beträchtlichen Teil aus herrenlosen Kunststoffnetzen aus der Fischerei , die – auch nach Jahrzehnten – eine immense Gefahr für die Meeresumwelt darstellen. In der Ostsee wird die umweltschonende Bergung dieser Netze geprobt. Für das eingesammelte Material soll ein optimaler Prozess gefunden werden, der einen umweltgerechten Transport sowie eine effektive Aufbereitung und Verwertung umfasst.

Nachdem das Vorhaben im Kalenderjahr 2016 zunächst durch aufwendige Bergeaktivitäten geprägt wurde, konnten nunmehr die ersten Tests mit den eingesammelten Materialien durchgeführt werden. Eine wesentliche Versuchsreihe fand im März im Technologiezentrum der Firma Vecoplan im rheinland-pfälzischen Bad Marienberg statt. Der renommierte Hersteller von Aufbereitungsanlagen bündelt dort seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten – ideale Voraussetzungen also für die Suche nach Möglichkeiten, die geborgenen Netze werkstofflich zu verwerten. weiter »