Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) als Laufbursche der Windenergiewirtschaft

Neubau von Windkraftanlagen (Ausschnitt) im Widdelswehrer Hammrich östlich von Emden in einem Nonnengans-Rastplatz, 14. Januar 2018. Foto (C): Eilert Voß

Da weiß man doch gleich, woher der politische Wind in Niedersachsen weht: Ex-Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD), nun Umweltminister (wie praktisch: Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz) des Landes in der GroKo, macht munter weiterhin den Wirtschaftsminister zum weiteren Ausbau der Windkraft an Land. Eine Bundesratsinitiative soll das Ausschreibungsvolumen für Windkraftanlagen erhöhen, dafür wäre eine Änderung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) nötig.

Lies, so seine Kritiker, ist ein unverkennbarer politischer Türöffner, Handlanger und sogar Laufbursche der Branche. Zitat Lies: „Wir im Norden haben die Unternehmen, die mit hoher fachlicher Kompetenz die notwendigen Anlagen bauen und installieren können“. Ein Unternehmen ist der Hersteller Enercon in Aurich, bei dem gerade die Inlandsaufträge massiv zurückgehen. weiter »

Klimaminister Wenzel (Grüne) an der Küste: Naturschutz, das unbekannte Wesen

Kettenfahrzeug des NLWKN zerwalzt Salzwiese im Nationalpark Wattenmeer und "Weltnaturerbe", strengste Schutzzone. Betreten verboten, Kettenfahrzeug erlaubt.

Der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Stefan Wenzel (Grüne), besuchte den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden/Ostfriesland. Auf einer Pressekonferenz am 07. Mai stellte er zusammen mit dem NLWKN-Direktor Siegfried Popp den Jahresbericht der Küstenschutzbehörde, in der auch der Naturschutz im Lande als letztes „N“ untergebracht ist, vor. Wie wenig der niedersächsische Umweltminister aber ein Naturschutzminister ist, und umso mehr ein Klimaminister, zeigt der untenstehende Zeitungsbericht. Strapaziert wurde wieder einmal der „Meeresspiegelanstieg“: An der niedersächsischen Nordseeküste gibt es überhaupt keinen nachweisbaren „dramatischen“ Meeresspiegelanstieg, wie Minister Wenzel befürchtet. Es gibt einen seit Jahrzehnten messbaren nacheiszeitlichen säkularen Anstieg von derzeit nachgewiesenen ca. 17 cm im Jahrhundert, Stichwort Transgression. Dazu Prof. Dr. Jürgen Jensen, Leiter des Forschungsinstituts Wasser und Umwelt (fwu) im Department Bauingenieurwesen an der Universität Siegen, 2013: Es gibt ein relativ konstantes Anstiegsverhalten des Mittleren Meeresspiegels seit Beginn des 20. Jahrhunderts, aber keinen außergewöhnlichen Anstieg in den letzten Jahrzehnten, den wir direkt dem Klimawandel zuschreiben könnten.“ Zuvor ging man noch von einem Meeresspiegelanstieg von 25 cm im Jahrhundert aus. weiter »

Niedersächsische Ornithologische Vereinigung e.V.: 40 Jahre, und kein bisschen weise?

Die Niedersächsische Ornithologische Vereinigung e.V. (NOV) wird 40 Jahre alt. Auf der Jahrestagung am 8. und 9. September 2012 in Hannover soll dieses Jubiläum gewürdigt werden.

Grußworte soll der niedersächsische Umweltminister Stefan Birkner (FDP) sprechen, ausgerechnet Stefan Birkner. Birkner ist der Nachfolger des notorischen FDP-Umweltministers Hans-Heinrich Sander, der nicht nur durch Kettensägenattacken im Biosphärenreservat Elbtalaue traurige Berühmtheit im Lande erlangte. Birkner ist ein „würdiger“ Nachfolger Sanders, eigentlich auch mehr ein Umweltverhinderungs und Erneuerbare-Energien-Minister, ohne Rücksicht auf Verluste im Naturschutz. weiter »

Weltnaturerbe Wattenmeer: Sprechblasennaturschutz in Büsum

"Nationalpark"platz Bensersiel auf ehemaligen Salzwiesen, Ausschnitt (!), im Hintergrund Langeoog, autofreie Insel

In Büsum feierten sich die Umweltminister von Schleswig-Holstein und Niedersachsen selber, die „weltweite Bedeutung des UNESCO Weltnaturerbes“ und eine Urkunde waren Gegenstand ihrer ausschließlich ökonomischen Wattenmeer-Betrachtungen für ihr jeweiliges Bundesland. Weltweite Bedeutung für wen? Für die Tourismusindustrie selbstverständlich, Artenschutz gehört in der Regel nicht zum Repertoire dieser Denkweise.

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Was zu viel ist, ist zu viel: Kitesurfer und Höhenfeuerwerke im „Welterbe“ Wattenmeer, Brief an Umweltminister Dr. Röttgen

An den
Herrn Bundesumweltminister                          03. August 2010
Dr. Norbert Röttgen
Berlin

Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer
hier: UNESCO-Weltnaturerbe

Sehr geehrter Herr Dr. Röttgen,

bekanntlich ist das Wattenmeer seit einem Jahr UNESCO-Weltnaturerbe.
Das Wattenmeer ist zudem auch geschützt als Nationalpark und als
EU-Vogelschutzgebiet und überwiegend als FFH-Gebiet, unterliegt also
aus dem Schutzregime der EU.

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