Windenergie und Fledermäuse: Massentod für das Investitionsklima

Tote Fledermaus unter Windkraftanlage, Foto (C): Archiv EGE

Von Januar 2007 bis Dezember 2009 untersuchten Wissenschaftler der Universität Hannover – Institut für Umweltplanung –  das Tötungsrisiko von Fledermäusen in dem Forschungsprojekt „Entwicklung von Methoden zur Untersuchung und Reduktion des Kollisionsrisikos von Fledermäusen an Onshore-Windenergieanlagen“. Einer der Kooperationspartner des Projektes war der Windkraftanlagenhersteller Enercon aus Aurich.

Gefördert wurde das Vorhaben mit öffentlichen Mitteln des Bundesumweltministeriums mit 1,1 Millionen Euro. An insgesamt 84 (vierundachtzig) bundesweit ausgewählten Windkraftanlagen- von derzeit mehr als 24.000 in Deutschland – wurden Fledermausaktivitäten und -verluste ermittelt weiter »

Die neue Sau im Dorf: Mutterkorn am Schlickgras

Schlickgrashorst im Wattenmeer, im Hintergrund Brandenten, Dornumersiel/LK Aurich, Mai 2013

Das Leben an der Küste ist bekanntlich gefährlich: Orkane, Sturmfluten, Dünenabbrüche, Ebbe und Flut, gefräßige asiatische Gänse und nun auch noch das Schlickgras (Spartina spec.), das im weichen Wattensediment wächst, verursachen immer wieder Schlagzeilen. Das Schlickgras mit Migrationshintergrund, eine sog. „invasive Art“, kam vermutlich schon vor über hundert Jahren mit Ballastwasser der Schiffe aus Nordamerika oder England ins Wattenmeer, wurzelte und mutierte hier und wurde zeitweilig auch gezielt als Sedimentfänger für den Küstenschutz im Wattenmeer angepflanzt. Das funktionierte aber nicht so gut, weil Schlickgras überwiegend isolierte Horste im Watt bildet. Nun wuchs es jahrzehntelang weiter völlig ungestört und kaum beachtet vor sich hin, bis Botaniker der Leibniz Universität in Hannover am Jadebusen pilzbefallenes Schlickgras entdeckten. weiter »