Windenergie und Vögel: Günter Ratzbor, Deutscher Naturschutzring, will Erleichterungen bei Genehmigungen

Äsende Blässgänse mehr als 500 m vor den Windkraftanlagen im Wybelsumer Polder, außerhalb der Kompensationsflächen (bitte die optische Verkürzung durch das Teleobjektiv beachten!)

Der schon wieder! Es ist schon unglaublich dreist, wie der Mitinhaber des Planungsbüros Schmal und Ratzbor (Lehrte), Günter Ratzbor, durch Europa tingelt und die Vereinbarkeit von Windenergieanlagen und Vogelschutz schönredet. Ratzbor ist auch Projektleiter Windenergie beim Deutschen Naturschutzring (DNR). Am Beispiel eines “ostfriesischen Polders” (gemeint ist der Wybelsumer Polder, Teil eines EU-Vogelschutzgebietes bei Emden) versuchte er auf der Husumer Windmesse den Nachweis mit den Worten zu führen “neuere Untersuchungen in einem ostfriesischen Polder [kommen] zu dem Ergebnis , [dass] insgesamt weder eine Beeinträchtigung als Äsungsfläche festgestellt werden konnte, noch kam es zur Unterbrechung bei den Pendelflügen der Vögel über den Anlagen im Polder´”. Und das ist falsch!

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Windenergie im “Weltnaturerbe” Wattenmeer: Gefahr für Vögel

Löffler über Borkum: Glück gehabt, diesmal

Windkraftanlagen wurden im wahrsten Sinne des Wortes ohne Rücksicht auf Verluste auch mitten in EU-Vogelschutzgebieten gebaut, an der ostfriesischen Küste drehen sich inzwischen hunderte der Vogelschredder. Nicht nur die Gefahr des Anfluges, auch der Scheucheffekt für bestimmte, nicht alle Arten, ist enorm. Watvögel wie Große Brachvögel oder Goldregenpfeifer, die jährlich [...]

Feuerwerk auf Juist: Man lässt es krachen im Nationalpark und”Weltnaturerbe”

Feuerwerk auf Juist am 24. Juli 2010

edit 07. August 2010:

“Dem Vernehmen nach” hat sich der Juister Bürgermeister Dietmar Patron dahingehend geäußert, dass es keine Feuerwerke mehr auf Juist geben werde, an einer Beschlussvorlage für den Rat werde gearbeitet. Auch aus der Juister Bevölkerung wurden Beschwerden gegen das Feuerwerk bei der Gemeinde  vorgebracht. Die Genehmigungsbehörde des Feuerwerks war die Gemeinde Juist. Das Feuerwerk “am 12. August” hat längst stattgefunden: im Jahr 2006, Korrektur und Erläuterung weiter unten.

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Nationalparks sind bekanntlich Großschutzgebiete, dort gelten Regeln zum Schutz von Tieren und Pflanzen. Bestimmte Bereiche dürfen nicht betreten, die freilebende Tierwelt darf nicht durch Lärm, Aufsuchen o.ä. Handlungen gestört werden. Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist gleichzeitig auch Urlaubsgebiet mit ca. 37 Millionen Tourismusübernachtungen jährlich von Emden bis Cuxhaven, und Touristen wollen unterhalten werden. Ganz nebenbei: Der Nationalpark ist auch auch EU-Vogelschutz- und FFH-Gebiet. Ein Spektakel der besonderen Art bietet die Insel Juist an, die „Zauberinsel“, wie man sich dort werbewirksam selber nennt: Höhenfeuerwerke sollen die Massen unterhalten, die auf der Insel Urlaub machen. weiter »

Offshore-Windenergie: Vogelhäcksler auf See

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