Geocaching: Schnitzeljagd auch in Schutzgebieten, von der Nationalparkverwaltung beworben

Geocaching: für Pflanzen und Tiere nicht ungefährlich

Geocaching ist eine neue Freizeitbeschäftigung mit rasch steigender Anhängerzahl. Geocaching ist so etwas wie eine elektronische Schnitzeljagd im Grünen mittels GPS, oder modernes Ostereiersuchen zu jeder Zeit an jedem Ort, zur jeder Jahreszeit, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Das Wort Geocaching setzt sich aus dem griechischen Wort „geo“ (Erde) und dem englischem Wort „cache“ (Versteck) zusammen. Für diesen neuen Freizeitspaß werden zu dem Versteck gehörende geographische Informationen auf einer WebSeite  (z. B. international www.geocaching.com oder in Deutschland www.opencaching.de ) veröffentlicht. Mit Hilfe dieser Informationen und eines GPS-Empfängers und des Computers können diese Caches gefunden werden. In Deutschland sind bereits mehr als 150.000 solcher Caches eingerichtet. Im Jahr 2009 machten sich rund 25.000 Menschen auf die Suche nach diesen Caches.

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Eiszeit im Watt

Schwarz auf Weiß: Janet aus Sambia und Kachana aus Namibia auf vereistem Watt, Foto (C): Dennis Knake

Eigentlich sollte es ihn ja nicht mehr geben in unseren Breiten, den richtigen Winter mit Schnee und knackigem Frost. Darin waren sich zumindest der Klimaforscher Mojib Latif, damals Max-Planck-Institut, und Aloys Wobben, Chef des Windkraftanlagenbauers Enercon in Aurich, einig. ”In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben”, ließ Latif 2000 in Spiegel-online verlauten.

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Wasserschutzpolizei und Aufsicht im Nationalpark: heiße Luft vom Innenminister

Die SPD-Landtagsfraktion macht sich Sorgen um die Aufsicht im „Weltnaturerbe“ und Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und wollte mit einer „Kleinen Anfrage“ wissen, welche Auswirkung die Reduzierung der Wasserschutzpolizei im Wattenmeer habe. Die eigentlich nichtssagende Antwort des Innenministers Schünemann (CDU) vom 09. Dez. 2010 ist ganz unten nachzulesen. Was lernt man also aus der “Kleinen Anfrage” der SPD zur Schließung der Dienststelle der Wasserschutzpolizei in Norddeich und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer?

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Globalisierter Chemiemüll am Dollart und Weltnaturerbe Wattenmeer

Sodaabwässer in der "Bocht van Wartum" am Dollart, Delfzijl

Seit Jahrzehnten dampft und stinkt es am Wattenmeer des Dollarts vor der niederländischen Industriestadt Delfzijl. Seit 1957 leitet die chemische Fabrik Akzo-Nobel, 1998 von der britischen Firma Brunner Mond übernommen und seit 2006  Teil der expandierenden Tata Chemical aus Indien einen inzwischen globalisierten Giftcocktail in die “Bocht van Wartum” ein. Das ist ein Nebenfahrwasser der Ems vor Delfzjil, das in den Dollart führt. Der Dollart ist Teil des Weltnaturerbes Wattenmeer. In Delfzijl wird Soda produziert, eingeleitet wird das Abfallprodukt, ein heißes Gemisch aus Calziumchlorid, Gips und Sand, verunreinigt mit Natriumhypochlorid, diese Lauge ist stark alkalisch und ätzend, pH-Wert 11. weiter »

Nationalparkgesetz am 01. März 2010 novelliert

Die Frage nach der wundersamen Vergrößerung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer führte hier zur etwas späten Erkenntnis, dass das Nationalparkgesetz von 2001 im März 2010 wieder novelliert wurde. Anlass war die Anpassung an das Bundesrecht, in diesem Fall an das Bundesnaturschutzgesetz, Wundersames gibt es also nicht mehr zu berichten.

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Tourismusverband Niedersachsen e.V.: Kartell vermarktet das “Weltnaturerbe” Wattenmeer

Tourismusverband Niedersachsen – enge Verflechtungen zwischen Politik, Verwaltung und Kommerz

Der Tourismusverband Niedersachsen e.V., nicht die Naturschutzverbände, ist derzeit der öffentliche Meinungsmacher im „Welterbe“ Wattenmeer. Es geht um Vermarktung des Wattenmeerraumes mit öffentlichen Mitteln und ein bisschen Naturschutzkosmetik.

Die Konstruktion des Tourismusverbandes Niedersachsen e.V. macht deutlich, dass der Verband ein Kartell aus Politik, Verwaltung, Touristikvereinen und der Gastronomie ist. Allein vier Landräte oder deren Vertreter  sind zusammen mit drei Vertretern von Tourismusorganisationen im neunköpfigen Vorstand vertreten.

Realsatire: Wilkommen im Weltnaturerbe, Norderney, Juli 2010

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“Wo ist die Brandgans”: NABU-Marketing mit wertloser Vogelzählung

Geschickte Mitgliederwerbung: NABU-Brandganszählung

Vor ein paar Tagen ließ der Naturschutzbund Deutschland (NABU) über Agenturen verlauten, die Bestände der Brandgans (Tadorna tadorna) nähmen ab, und verbanden diese Meldung mit der Aufforderung, Brandgänse zu zählen. Das las sich dann so:

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Die IUCN und das Wattenmeer-Weltnaturerbe: Wer steckt dahinter?

Die Jubelorgien vor, während und nach der “Beförderung” des deutschen Wattenmeeres zum „UNESCO-Weltnaturerbe“ nehmen kein Ende. Man tut so, als sei das Wattenmeer mit seinen drei Nationalparks in Deutschland erst seit dem einen Jahr der UNESCO-Anerkennung DAS Gebiet auf Erden überhaupt; vom Schutz redet allerdings kaum noch jemand, der wurde durch „Vermarktung“ und „Naturtourismus“ abgelöst. Die Anerkennung möglich gemacht hat erst die „International Union for Conservation of Nature“ (IUCN) in Gland/Schweiz, als eine Kommission das Wattenmeer 2008 bereiste und auf Grund des Prüfungsberichtes der UNESCO vorschlug, das Wattenmeer als „Weltnaturerbe“ auszuweisen. Dies wurde von langer Hand jahrelang von deutschen Politikern und Verwaltungen vorbereitet, nicht um den Schutz der Gebiete zu verbessern, sondern um ein neues und diesmal internationales Vermarktungslabel für den Tourismus zu erhalten, der Beginn der Globalisierung des Nordseetourismus.

In Niedersachsen zeigte man der IUCN-Kommission nur die wenigen Schokoladenseiten des Wattenmeer-Nationalparks, kritische Naturschutzgruppen wurden gar nicht erst dazu geladen. Der Präsident der deutschen UNESCO-Kommission ist bezeichnender Weise Walter Hirche (FDP), der bis Februar  2009 Wirtschaftsminister in Niedersachsen war. Im Juni 2009 wurde das deutsche Wattenmeer UNESCO-Welterbe-Gebiet.

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Naturtourismus: CDU-Fraktionsvorsitzender David McAllister nimmt Stellung

Der Beitrag des Wattenrates  vom 15.Mai 2010 “Welt(w)erbe”-Etikett Wattenmeer: Vermarktung mit “Naturtourismus” fand breite Resonanz in den niedersächsischen Medien und darüberhinaus (mit üblicher Ausnahme der Ostfriesen Zeitung, die die Arbeit des Wattenrats weitgehend ignoriert). Bemerkenswert die Reaktion des Fraktionsvorsitzenden der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, David McAllister, der den Wattenrat Ostfriesland direkt anschrieb,  um auf den Entschließungsantrag der Landtagsfraktionen von CDU und FDP zu “UNESCO-Weltnaturerbe: Das Wattenmeer-Chancen für den Tourismus nutzen-Naturschutz stärken” hinzuweisen. Das Letztere hört man beim Wattenrat gerne, gibt es doch seit Jahrzehnten erhebliche Defizite beim Schutz des Nationalparks Niedersächsisches Watttenmeer.

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Freizeitpark Wattenmeer: Bündnisgrüne Pressemitteilung

Na, geht doch! Die Bündnisgrünen im niedersächsischen Landtag haben das Thema “Freizeitpark Wattenmeer” aufgegegriffen. Im Unterschied zu den Bündnisgrünen geht der Wattenrat auf Grund seiner Ortsnähe jedoch davon aus, dass hier im Nationalpark Wattenmeer längst ein Freizeitpark entstanden ist, der “Sanfte Tourismus”, den die Bündnisgrünen als “Zukunft” erwähnen, ist leider nur ein Wunschbild bei derzeit 37 Millionen Übernachtungen von Emden bis Cuxhaven.

Borkum: Seehunde und Kegelrobben auf der Flucht

Zwar werden Gefahren durch Ölbohrungen und neue Kohlekraftwerke im oder am Wattenmeer kritisch erwähnt; unerwähnt bleiben jedoch die Windparkplanungen “Nordergründe” im Watt zwischen Wangerooge und Cuxhaven und die gigantischen Windparks am Verkehrstrennungsgebiet in der südlichen Nordsee. Hier besteht ständig die Gefahr der Kollision durch havarierte Schiffe mit allen möglichen Auswirkungen auf das Wattenmeer.

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