30 Jahre Umweltministerium in Niedersachsen: Naturschutzverbände loben Umweltpolitik

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30 Jahre Umweltministerium in Niedersachsen: „Die großen Naturschutzverbände stellen der niedersächsischen Umweltpolitik ein ordentliches Zeugnis aus“, liest man heute weitgehend recherchefrei in der Nordwest Zeitung und deren Regionalmantel, aber die Verbands-Funktionäre und die berichtenden Redakteure sitzen auch weit weg vom Ort des Geschehens in ihren Büros in Göttingen bzw. in Hannover und haben von dort aus wohl den Überblick verloren. Es geht auch um die Verbände-Lobpreisungen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Vor allem der in der Presse erwähnte BUND-Multifunktionär Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler als „Höfling“ mehrerer Umweltminister im Land ist ein echtes Ärgernis. Er ist seit 1989 Landesgeschäftsführer des BUND in Niedersachsen und Mitglied auch in Landesgremien, aus denen Geld in die Kassen der Naturschutzverbände fließt; will sagen, auch sein BUND hängt am Tropf der Landesmittel. weiter »

NABU-Leer goes GAZPROM: Glückwünsche von Energieriesen zum 100sten Geburtstag

Alter schützt vor Torheit nicht: Die Kreisgruppe des NABU in Leer feierte im August 2011 einen runden Geburtstag: 100 Jahre! Der Wattenrat Ost-Friesland gratuliert.

Der NABU-Leer hat dazu eine lesenwerte und reich bebilderte Festschrift vorgelegt, die, am Beispiel der Ems und der Meyer Werft,  auch kritisch mit den eigenen Verbandsfunktionären umgeht (Schriftenreihe Naturerlebnis Ostfriesland, Band 4, ISSN 1611-8030, Hrsg. NABU Kreisgruppe Leer & TourNatur). Bemerkenswert: Es gratulierten in der umfangreichen Festschrift des NABU auch der regionale Energieanbieter EWE und der Energiemulti WINGAS (Die Wingas GmbH & Co. KG  ist ein Gemeinschaftsunternehmen der BASF-Tochter Wintershall und der Gazprom mit Sitz in Kassel). Vor drei Jahren noch gab es keine „herzlichen“ Verbindungen zwischen dem NABU und den Energieanbietern, im Gegenteil. 2008  klagte der NABU Landesverband Niedersachsen gegen eine erteilte Genehmigung des Rahmenbetriebsplans von WINGAS und EWE vor dem Verwaltungsgericht in Oldenburg. Die EWE und WINGAS bauen riesige Salzkavernen im Rheiderland, die Salzsole wird in hoher Konzentration in das Dollartwatt eingeleitet.

Wie  in drei Jahren aus einer Klage gegen die Energieanbieter ein herzliches Einvernehmen wurde ist hier nicht bekannt und müsste vom NABU erläutert  werden. Aber was im Großen beim Klageverzicht der Naturschutzverbände gegen Bares funktioniert, könnte mit Hilfe des Landesverbandes auch im Kleinen auf Kreisebene funktionieren…

Eigentlich ist diese energiewirtschaftliche unterstützte NABU-Geburtstagsfestschrift ein Rätsel für Insider: Immerhin ist gerade der Leeraner NABU stets eine verlässliche, fachlich sehr versierte  und kritische Naturschutzgruppe bei Eingriffen in den Dollart gewesen. Ob es an „unserem“ ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Schröder liegt,

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BUND-Nationalparkhaus Dornumersiel: Hier schaut der Naturschutz in die (Gas-)Röhre

BUND-Nationalparkhaus Dornumersiel: Der Naturschutz schaut in die Statoil-Röhre

Wie sich die Zeiten ändern: In Dornumersiel im LK Aurich wurde im letzten Jahr das BUND-Nationalparkhaus für insgesamt 830.000 Euro aufwändig umgebaut und neu gestaltet, auch mit Finanzhilfe des norwegischen Energiemultis Statoil und dem Energieriesen E.ON. Seit 1994 gibt es die vom Land Niedersachsen verwaltete Wattenmeerstiftung dieser Energieanbieter  als Ablassstiftung für den gewaltigen Eingriff durch den Bau der Erdgasleitung „Europipe“ durch den Nationalpark Wattenmeer. Die Gasleitung aus dem norwegischen Troll-Sleipner-Feld wurde 1994 im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer verlegt und  in Dornumersiel angelandet, gegen den öffentlichen heftigen Widerstand von BUND, NABU, WWF und regionalen Naturschutzgruppen.

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BUND-Nationalparkhaus Dornumersiel neu eröffnet: „klimaschonende Umweltbildung“

Peter Südbeck, Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, bei der Festrede

Das BUND-Nationalparkhaus in Dornumersiel/LK Aurich wurde nach monatelangen Umbauarbeiten mit einer neuen Ausstellung im Beisein von Landtagspräsident Hermann Dinkla (CDU) neu eröffnet. Der Leser der Nationalpark- Pressemitteilung  zur Neueröffnung des Nationalparkhauses (ganz unten) erfährt , dass nun sogar die Umweltbildung „klimaschonend“ betrieben wird; zeitgeistige semantische Blähungen machen eben auch vor der Bildung nicht halt.

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BUND-Nationalparkhaus Dornumersiel: Energiekonzerne haben Fuß in der Tür, Tourismus will „Weltnaturerbe“ im Haus „vermarkten“

In Dornumersiel im Landkreis Aurich betreibt der Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) seit 1992 ein Nationalparkhaus (Nordseehaus Dornumersiel) zur Information der Besucher über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, seit Juni 2009 „Weltnaturerbe“ der UNESCO.

"Natur erleben", Naturschutz war gestern

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