 Keine Chance für Bodenbrüter: Freizeitspaß im Schutzgebiet, Rysum, Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer
Nun haben es auch die staatlichen “Naturschützer” des Internationalen Wattenmeersekretariats der Staaten D, DK und NL mit Sitz in Wilhelmshaven (Common Waddensea Secretariat) gemerkt: Die Anzahl der Brutvögel im Wattenmeerbereich sinkt, trotz Großschutzgebiet “Nationalpark” und „Weltnaturerbe“. Die Ursachen seien „vielfältig“, z.B. Überflutungen, Verfolgung durch Fressfeinde (Prädatoren), Störungen, Veränderungen in den Lebensräumen, und “besondere örtliche Gründe”. Als Maßnahmen werden die Wiederherstellung der natürlichen Überflutungsräume auf Feuchtgrünland und in den Salzwiesen sowie die Begrenzung der negativen Auswirkungen des Einflusses von Prädatoren und die Begrenzung von Störungen in den wichtigen Brutgebieten empfohlen. weiter »
 Spaßpark "Weltnaturerbe" Wattenmeer, Norddeich/LK Aurich, Sommer 2012
Hauptsache weit weg, wenn es um den realen oder vermeintlichen Naturschutz geht. Diesmal macht sich der WWF-Deutschland (!) Sorgen um das “Great Barrier Reef” “downunder” in Australien. Warum aber in die Ferne schweifen, wenn das Kaputte liegt so nah? Zu den nicht nur touristisch übernutzten Wattenmeer-Nationalparks vor unserer Haustür, die kaum einer Aufsicht unterliegen, fallen dem WWF und den anderen Salonnaturschützern des NABU oder BUND nicht ein, dass das “Weltnaturerbe” nur ein wohlfeiles und endlos strapazierfähiges Marketing-Etikett für noch mehr Tourismus, unter dem sich die großen Naturschutzverbände aber so gerne sonnen. Die reale Naturschutzsituation in den Nationalparks ist jedoch desolat, also auch hier müsste konsequenterweise gelten: Aberkennung des Welterbetitels! Vielleicht sollte man im Gegenzug den WWF-Australien bitten, eine Stellungnahme zu den Wattenmeer-Nationalparks in Deutschland abzugeben… weiter »
 Spaßtourismus im "Weltnaturerbe" Wattenmeer - Norderney, Sommer 2012
Die nachfolgende Meldung aus der Niedersächsischen Staatskanzlei zur Erweiterung des “Weltnaturerbes” Wattenmeer kommt rechtzeitig in der Endphase des Landtagswahlkampfes als vorgeblicher Naturschutz-Bonbon der sonst überaus naturschutzträgen Landesregierung. Es ist ein reiner Wahlkampf- und Propagandacoup von Ministerpräsident David McAllister. Inhaltlich ändert sich damit nichts im Großschutzgebiet “Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer”, der zur Gänze Teil des “Weltnaturerbes” ist. weiter »
 Naturerlebnis auf Langeoog
In Ostfriesland dauert bekanntlich alles etwas länger, aber auch hier haben Desinformation und Propaganda als Standardform der modernen Kommunikation Einzug gehalten: Nach fast 27-jähriger Geltungsdauer des Nationalparks schafft es die Verwaltung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, eine “Kooperationsvereinbarung” mit dem Rat der Gemeinde Langeoog zu unterzeichnen. weiter »
 Strand ohne Strandbrüter: Borkum
Bisher war es ja eigentlich nur der Wattenrat Ostfriesland, der punktgenau die Missstände in diesem „Nationalpark“ Wattenmeer und „Weltnaturerbe“ aufspießte und das UNESCO-Welt(w)erbe-Etikett als bloßes Marketinginstrument der Fremdenverkehrsindustrie bezeichnete. Umso mehr freut es uns, dass nun die renommierte Zeitschrift „Nationalpark“ einen Beitrag veröffentlichte, der genau diese Diskrepanz zwischen hehrem Anspruch und der traurigen Wirklichkeit beleuchtet. weiter »
 Blick von Langeoog aufs Festland: "Energiewende" im LK Aurich
Es klang wie weiland in der „Aktuellen Kamera“ der DDR: Nein, keine Erfolgsmeldungen von der Erntefront, dafür von der Klimafront, Nachrichtenmüll in hohle Phrasen verpackt. Gemeint ist der „7. Wattenmeertag“ in Wilhelmshaven und die Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, betitelt mit „Das Wattenmeer an der Spitze zur Energiewende“. weiter »
 Screenshot: Ostfriesen Zeitung, 28. August 2012
In Greetsiel trafen im dortigen NABU-Nationalparkhaus der NABU-Präsident Olaf Tschimpke (Berlin), der NABU-Landesvorsitzende Dr. Holger Buschmann (Hannover), der EU-Parlamentarier Matthias Groote, (SPD, MdEP) und der Gemeindebürgermeister Johann Saathoff (SPD) zusammen, und äußerten sich zur Gefährdung des „Weltnaturerbes“ Wattenmeer. Wer Fachliches und Details erwartete, wurde enttäuscht. Deutlich wurde nur wieder einmal der Tiefpunkt des fachlichen Verbändenaturschutzes in Verbindung mit plattestem Nachrichten-Junk zum „Klimawandel“ und der angeblichen „größten Gefährdung des Weltnaturerbes“ durch diesen. weiter »
 Haushund jagt hinter Austernfischern her: Ruhezone im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, "Betreten verboten", Campen/LK Aurich, (Foto: privat)
Vor einigen Tagen wurde am Ostende von Wangerooge ein weiblicher Seehund an seinem Liegeplatz von einem freilaufenden Haushund totgebissen, Herrchen sah zu und verdrückte sich nach dieser Tat, samt Hund. Hunde im Großschutzgebiet „Nationalpark Wattenmeer“ und „Weltnaturerbe“ entwickeln sich zu einer Pest, auch deshalb, weil Hundehalter die Regeln im Nationalpark größtenteils einfach ignorieren. Anleinpflicht oder Betretensverbote gelten für diese Spezies einfach nicht, und ohne Überwachung durch fehlende Ranger wird sich daran auch nichts ändern. Thomas Schumacher, freier Journalist aus Leer, hat diese Missstände schon einmal auf der Wattenrat-Seite glossiert: Vierbeiniger Insel-Massentourismus, Hundehalters Kack- und Beißstrände als verschwiegenes Phänomen. Heute hat er nachgelegt.
 Spaß im Schutzgebiet: Mit Quads, Motorrad und zu Fuß durch Strandbrüterbereiche, Foto (C): S.Bieler
Das obige Bild zeigt eine enorme Störung am “Rysumer Nacken” bei Emden, in einem Brutgebiet des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer für u.a. hochgradig bestandsbedrohte See- und Sandregenpfeifer, von denen es in Niedersachsen nur noch wenige Exemplare gibt. Gemeint sind nicht nur die Quad- und Motorradbengel, die am Strand herumknattern, sondern auch die Spaziergänger, denen nicht annähernd bewusst ist, auf welchen Abwegen sie wandeln. Die hier brütenden Vogelarten nutzen als Bodenbrüter u.a. Sandstrände, die unter die Füße und Räder des Massentourismus an der Küste geraten sind. Gelegezerstörungen oder Dauerstress der Brutvögel mit unzureichenden Fütterungsintervallen der Jungvögel führen dann zum Brutverlust, im Schutzgebiet! weiter »
 Bensersiel: Blechlawinen auf ehemaliger Salzwiese, Langeoog-Parkplatz (Ausschnitt)
Kaum scheint mal für ein paar Tage die Sonne mit angenehmen Temperaturen, zieht es Mensch an die Küste. Auf den Ostfriesischen Inseln locken der Strand und das Meer. Zurück zur Natur geht es aber nicht zu Fuß, sondern überwiegend mit dem Auto, und nicht nur mit einem, sondern mit abertausenden. weiter »
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