 Bard bald flügellahm?
Bard in Emden baut den Offshore-Windpark „BARD Offshore 1“ rund 100 Kilometer vor Borkum. Das ist laut WebSeite der Firma „der erste kommerzielle und aktuell leistungsstärkste Hochsee-Windpark Deutschlands […] Ab 2013 hat ´BARD Offshore 1´ mit 80 Windkraftanlagen eine Nennleistung von 400 Megawatt – das entspricht dem Strombedarf von mehr als 400.000 Haushalten. Weitere Projekte sind in Planung.“…
… Wenn Bard nicht vorher die finanzielle Puste ausgeht! Schon jetzt ist Bard nicht mehr im Zeitplan und hinkt zwei Jahre hinterher, die Finanzierung wackelt.
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 Jagdfalke; Foto (C): Birgit Droste
“Der Falke” ist eine renommierte Zeitschrift für Vogelbeobachter, mit langer Geschichte. Schon in der ehemaligen DDR war er das vielgelesene Organ für Ornithologie. Im Dezemberheft 2011 war die Auswirkung von Windenergieanlagen auf Vögel das zentrale Thema. Wer nun meint, dass der „Falke“ dieses Thema tatsächlich angemessen aufgearbeitet hat, wurde enttäuscht. Die „Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen“ (EGE) hat die bessere Weitsicht und den besseren Durchblick bei diesem Thema bewiesen. Deren Rezension veröffentlichen wir nachfolgend, wir danken den Eulenfreunden für die Überlassung des Beitrages. Und wer wissen will, wie die erwähnte norddeutsche Landschaft schon vor vielen Jahren mit politischer Hilfe und Umgehung naturschutzrechlicher Vorgaben unter die Windräder geraten ist, kann das im Beitrag der Norddeutschen Naturschutzakademie – NNA Berichte 3/96- nachlesen.
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 Wind"park" Wybelsumer Polder am Dollart/Ems (Ausschnitt)
Der Wind”park” Wybelsumer Polder bei Emden wurde in einem EU-Vogelschutzgebiet politisch durchgesetzt und gebaut, die trickreiche Entstehungsgeschichte kann man hier nachlesen: http://www.wattenrat.de/wind/wind55.htm
Mit diesem Wind”park” will Emden erklärtermaßen “CO2-frei” werden. Die Auslastung, gemessen an den 8760 Jahresstunden, liegt aber bei lächerlichen 21,24 Prozent, d.h. an nur 1.860 Stunden des Jahres wurde die erzeugte Volllast dieser Anlagen ins Netz eingespeist, aber völlig unregelmäßig und nicht bedarfsgerecht über das Jahr verteilt, für eine “Versorgung” völlig ungeeignet. Auch in der Industriestadt Emden wird die Stromversorgung weiterhin von Wärmekraftwerken abhängig sein, entgegen aller medialen Mainstream-Propaganda.
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 "Energiewende" oder Profit für wenige Betreiber? Wind"park" Westerholt, LK Wittmund, im Hintergrund das Turbinenfeld Utgast/LK Wittmund
Die großen Naturschutzverbände, wenn man sie denn noch so nennen kann, setzen sich inzwischen für den vehementen Ausbau der Windenergie im Lande ein, treten als Ökostromanbieter auf und machen nun auch gemeinsame Sache mit dem Netzbetreiber TenneT aus den Niederlanden und Deutschland. Die “üblichen Verdächtigen” Umweltverbände wollen erklärtermaßen die „Energiewende“ zusammen TenneT beschleunigen, so, als ob dies ihre Aufgabe, ihr “Kerngeschäft” wäre.
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 Leuchtturm "Roter Sand" in der Außenweser bei Nebel, erbaut 1885, Höhe 28m über mittlerem Hochwasser. In unmittelbarer Nähe soll der Wattenmeer-Windpark "Nordergründe" entstehen: derzeitiger Planungsstand 18 Repower-Anlagen, 126m Rotordurchmesser, Gesamthöhe ca. 183 m
Eigentlich ist Prof. Dr. Michael Succow ja ein Leuchtturm des Naturschutzes im Lande. Der Biologe und Agrarwissenschaftler, ein ausgewiesener Moorfachmann aus Greifswald, hat im Osten in den „neuen Bundesländern“ der Republik zu Wendezeiten noch schnell Nationalparks aus der Taufe gehoben. In der Endphase der DDR wurde auf der letzten Ministerratsitzung am 12. September 1990 das Nationalpark-Programm beschlossen, mit dem sieben Prozent der Fläche der damaligen DDR als Nationalpark oder Biosphärenreservat unter Schutz gestellt wurden. Succow war damals für kurze Zeit Stellvertreter des DDR-Ministers für Natur- und Umweltschutz.
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 Ems/Dollart: Wind"park" Wybelsumer Polder, EU-Vogelschutzgebiet
Bernd-Karl Hoffmann ist ein wichtiger Mann im Niedersächsischen Umweltministerium: Er ist dort der „Referatsleiter Naturschutz“ im Range eines Leitenden Ministerialrates (das entspricht einem Abteilungsleiter) sowie Referatsleiter (Referat 52) für Arten- und Biotopschutz und Natura 2000, ein staatlicher Naturschützer also. Er ist nach dem Umweltminister und Staatssekretär der dritte Mann im Landesnaturschutz. Bernd Karl-Hoffmann ist, so jedenfalls seine Aussage anlässlich der „Zugvogeltage“ in Wilhelmshaven, auch „Ornithologe“, ein “begeisterter” sogar, dem aber die Hinweisschilder im Nationalpark ein Dorn im Auge sind:
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Dr. h.c. Horst Stern zum 89. Geburtstag gewidmet:
 Angeschossene Nonnengans, nicht jagdbare arktische Gans, mit offenem Schussbruch. Terborg/Ems, April 2011
Die dritten Zugvogeltage finden vom 22. bis 30. Oktober mit über 150 Einzelveranstaltungen von Borkum bis Wangerooge, vom Dollart bis Cuxhaven statt. Zugvögel als “Naturschauspiel” zu begucken ist sicher eine spannende und auch lehrreiche Angelegenheit. Viele dieser Vögel, verschiedene Gänsearten aus der Arktis, werden aber schon zwei Tage nach den Zugvogeltagen ab dem 01. November 2011 auch in Niedersachsen wieder ganz legal bejagt und getötet werden, auch in EU-Vogelschutzgebieten an der Ems, die an den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer direkt angrenzen. Die Vögel kennen diese menschengemachten Grenzen nicht und fliegen so aus dem Nationalpark direkt ins Schrotfeuer der Hobbyjäger, die ihnen dort auflauern, in der Vergangenheit auch verbotener Weise bei Dunkelheit, Nebel oder Schneetreiben, ohne dass man bei diesem Licht die Arten sicher ansprechen kann. Jagdverhältnisse also wie in Italien!
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Die Leybucht in Ostfriesland, Teil der "Ruhezone" des Nationalparks
Zwischen Leyhörn und Pilsum im LK Aurich in der strengsten Schutzzone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer (Weltnaturerbe) finden derzeit Baumaßnahmen mit Horizontalbohrungen für die Netzanbindung der Offshore-Windparks des Clusters “Dolwin” statt. Dieses Offshore-Planungsgebiet ist nur eines von vielen (siehe DENA-Karte) in der südlichen Nordsee, die damit völlig durchindustrialisiert [...]
 "Giants of the Seas": Greenpeace-Präsentation im Ozeaneum
In Stralsund steht das Ozeaneum, ein ortsfremd-kalt und futuristisch anzusehendes Bauwerk am Hafen der Hansestadt. Das Innere des Ozeanum allerdings ist sehenswert, trotz des saftigen Eintrittspreises: Eine Vielzahl von Aquarien führt in die verschiedenen marinen Lebensräume von der Ostsee, die Nordsee und das Wattenmeer, über die tropischen Meere bis in die Arktis. Das größte Becken hat ein Fassungsvermögen von 2,6 Millionen Litern und zeigt einen Nordseeausschnitt. Eindrucksvoll ist auch die riesige Halle am Ende des Rundgangs: Auf 20 Metern Höhe und 30 Metern Breite werden „die Riesen des Meeres“ präsentiert. Als Kunststoffmodelle in Originalgröße schweben u.a. ein Blauwal, ein Orca, ein Buckelwal und ein Pottwal im Kampf mit einem Riesenkraken im wahrsten Sinne des Wortes “gewaltig” über den Besuchern. Dieser Teil der Ausstellung wurde von Greenpeace-Deutschland entwickelt und realisiert. weiter »
 Großbaustelle im "Weltnaturerbe" Wattenmeer, Hilgenriederplate, Kabelanbindung für Offshore-Wind"parks", Borwin 2, August 2011
Derzeit wird im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer („Weltnaturerbe“) wieder mit Hochdruck an der Kabelanbindung von Offshore-Wind“parks“ gearbeitet (Borwin2). Mit Horizontalbohrungen auf Norderney und in Hilgenriedersiel werden zunächst Schächte für den Durchzug des Gleichstromkabelsystems errichtet und dann die Kabel eingezogen. Insgesamt sind 125 Kilometer Seekabel und die Errichtung einer Konverterplattform auf See bis 2012 vorgesehen. Siemens Energy hat die norddeutsche Werft Nordic Yards, Wismar, beauftragt, die Offshore-Stromrichterplattform BorWin beta für die Netzanbindung BorWin2 zu bauen. Den Auftrag zur Errichtung der Netzanbindung erhielt ein Konsortium aus Siemens Energy und dem Kabelhersteller Prysmian PowerLink im Juni 2010 von der TenneT TSO GmbH. weiter »
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