Landkreis Wittmund: Strafbefehl gegen „Windbaron“

Die Staatsanwaltschaft Aurich stellte Antrag auf Strafbefehl beim Amtsgericht Wittmund gegen den „Windbaron“ Johann Eisenhauer (Norderland-Gruppe) wegen unerlaubter Ablagerung von Bodenaushub auf Grünland und Böschungen von Gräben beim Bau einer Windkraftanlage in Utarp/LK Wittmund. Mögliche artenschutzrechtliche Verstöße blieben unberücksichtigt. Gegen den Beschuldigten Johann Eisenhauer wurde schon einmal von der Staatsanwaltschaft wegen Verstößen beim Bau von WEA ermittelt. Er musste eine Strafe zahlen. […]

Ohne Windkraft kein Wind

Wolkenkuckucksheim

Mit 240 Teilnehmern war die Tagung der Region Hannover und ihrer Klimaschutzagentur am 14. Februar 2018 gut besucht. Der Tagungsgegenstand: „Technische Systeme zur Vogelerkennung und -vergrämung in Kopplung mit bedarfsgerechter Anlagenabschaltung für Windenergieanlagen“. Auf solche Systeme setzen Politik und Wirtschaft, um Windenergieanlagen dort leichter durchzusetzen, wo sie derzeit an den Schranken des Artenschutzrechts scheitern oder mit generellen Abschaltauflagen konfrontiert sind. […]

Windenergie: von Uhus und Gutachtern

Johann Friedrich Naumann hat sich als Ornithologe und Begründer der wissenschaftlichen Vogelkunde in Europa einen Namen gemacht. Die Europäische Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V. (EGE) hat sich einen Namen im Eulenschutz gemacht. Den nachfolgenden Beitrag haben wir mit freundlicher Genehmigung von der WebSeite der EGE übernommen, er erschien im Februar 2018: Manche Gutachter, die vielleicht Biologie studiert haben mögen und für die Windenergiewirtschaft tätig sind, sind bemüht, die Kollisionsgefahr für Uhus an Windenergieanlagen zu verharmlosen. […]

Windkraft: unzureichende Entfernung der Altfundamente – Panorama3 berichtet- Landkreise Aurich und Wittmund kreativ mit der Wahrheit

Windpark Utgast, LK Wittmund/NDS: Bagger mit Betonmeißel entfernt Fundament einer Tacke-TW 600-Altanlage, Oktober 207 – Foto (C:) Manfred Knake

Am Dienstag, 23. Januar 2018, berichtete das NDR-Fernsehen auf dem Programmplatz Panorama3 über die nur unzureichende und damit eigentlich gesetzwidrige Entfernung von Betonfundamenten von Windkraft-Altanlagen: „Rückbau bei Windrädern oft mangelhaft“
Der ursprünglich darin auch vorgesehene Beitrag aus dem gerade repowerten Windpark Utgast und der „Zeiger“-Mühle im Landkreis Wittmund/NDS wurde allerdings „aus redaktionellen Gründen“, so die Mail eines Mitarbeiters der Panorama3 – Redaktion (Zeitgeschehen / Abt. Innenpolitik) vom 19. Januar, gestrichen. Gedreht wurde in Utgast und am Altfundament der „Zeiger“-Mühle in Oldendorf/Bensersiel mit Wattenrat-Mitarbeiter Manfred Knake im November 2017. weiter »

Windkraftanlage bei Dornum abgebrannt

Das Generatorengehäuse dieser Enercon-Windkraftanlage brannte am 30. Oktober 2017 kurz vor 06:00 Uhr morgens zwischen Westerholt (LK Witmund) und Dornum (LK Aurich) westlich der Landesstraße 6 aus. Die Löschung nicht möglich war, sie brannte kontrolliert ab. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Dornum und Westerholt. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Im Umkreis der Anlage wurde der landwirtschaftlich genutzte Boden mit Glasfaserteilchen des Rotors kontaminiert. […]

Windenergie: FDP-Anfrage zur Lärmbelastung – keine Probleme im Landkreis Aurich? Landkreis versäumt Beantwortung

Die „Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung mit Antwort der Landesregierung – Drucksache 17/8614 – Schallprognosen von Windkraftanlagen Anfrage der Abgeordneten Dr. Gero Hocker und Christian Grascha (FDP) an die Landesregierung, eingegangen am 22.08.2017, an die Staatskanzlei übersandt am 24.08.2017“ hat es in sich (in voller Länge hier als .pdf: FDP_NDS_Anfrage_Wind_Belastung_2017). Man beachte den Punkt 3. der Anfrage und die Antwort des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel (B90/Die Grünen): „3. Gegen welche Standorte bzw. Windkraftanlagen wurden konkret Beschwerden von Bürgern wegen zu hoher Schallbelastungen vorgebracht?“ […] Antwort: „Die anderen unteren Immissionsschutzbehörden haben Fehlanzeige gemeldet.“ […]

Windenergie: Aktuelles von der Sitzung des DIN-Ausschusses zur Anpassung der DIN 45680

Roggenstede, LK Aurich/NDS – Foto (C): Peter Gauditz, Hannover

 

Übernahme des Textes von www.windwahn.de:

Text von Sven Johannsen GuSZ Gutachter- u. Sachverständigen-Zentrum
Umwelt-Messungen GmbH:

Aktuelles von der Sitzung des DIN-Ausschusses zur Anpassung der DIN 45680

Gute und schlechte Nachrichten

Bericht zur Ausschussitzung zur DIN 45680

Am Dienstag den 12.09.2017 fand die Sitzung des Arbeitskreises zur Änderung/Anpassung der DIN 45680 in Berlin statt, an dem ich als Mitglied des Ausschusses teilnahm.

Auf dieser Sitzung wurde mir von einem Mitglied aus NRW, das auch im Arbeitskreis zur DIN 9613-2 (genehmigungsrelevante Schallausbreitungsberechnung bei WEA-Bauvorhaben) im dortigen Ausschuss mitarbeitet berichtet, dass in der kommenden Woche die DIN 9613-2 nach den, durch die LAI – Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz – in 1016 schon vorgeschlagenen „Interimsverfahren“ angepassten Werte, rechtlichen Bestand haben bzw. erlangen wird! Aktuell hat die LAI diesem mit nur einer Gegenstimme zugestimmt!

In der Praxis bedeutet dies, dass ab nächster Woche neue genehmigungsrelevante Schallprognosen nach dann gültigem, geändertem bzw. normenseitig angepasstem Berechnungsverfahren 6 bis 9 dB mehr im Schnitt in den Berechnungen der Planer ausweisen werden müssen.

Dieses bedeutet automatisch im Umkehrschluss, dass die Abstände zur Wohnbebauung von WEA und Windindustrieparks zwangsläufig „größer“ werden müssen!

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Windenergie Offshore: Der NABU zum „Cuxhavener Appell 2.0“

wurde der „Cuxhavener Apppell 2.0“ veröffentlicht. Die Verfasser dieses Windkraftfilzes aus Politik, Kommunen, Betreibern und Gewerkschaft fordern den weiteren Ausbau der Nord- und Ostsee mit den Rotor-Giganten. Es geht um die Verdoppelung der installierten Leistung auf See und damit um den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur, also ums Geschäft. Der Naturschutzverband NABU kritisiert diesen „Appell“. Aber jahrelang hat der NABU mitgezündelt – wie auch der WWF, der BUND und vor allem die vorgebliche Meeresschutzorganisation Greenpeace – , indem er den Ausbau der Windkraft auch auf See propagierte, „naturverträglich“ selbstverständlich, wie diese Volte stets genannt wird. Nur dass die Riesenpropeller auf See alles andere als naturverträglich sind, weil sie auch in den Hauptzugrouten vieler Vogelarten stehen und dort bei unsichtigem Wetter zu Massenkollisionen führen können; das wurde bereits ausreichend untersucht. Die Gefahr von Schiffshavarien wächst durch die neuen künstlichen Riffe. […]

Entstellte Landschaften: Windwahn in Ostfriesland

Weder „das Klima“ noch „der steigende Meeresspiegel“ (nein, er steigt nicht „beschleunigt“, die Pegelmessungen geben das nicht her; der Meeresspiegel steigt seit dem Ende der Wechsel-Kaltzeit vor 12.000 Jahren beständig wieder an!) waren die Triebfeder für die enorme Massierung der Windparks auf der ostfriesischen Halbinsel. Die myzelähnlichen Verfilzungen zwischen Hersteller, Investoren, Kreisverwaltungen und Kommunalpolitikern und die zu erwartende Gewerbesteuer oder die Rendite aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ließen Windkraftanlagen wie Pilze aus dem Boden schießen. Der Hersteller produziert in Aurich. […]

Bürgerprotest gegen politischen Windwahn in Jever

Protest in Sandel, Foto: Manfred Knake

Nicht nur in Ostfriesland, auch im angrenzenden Jever und Umgebung im Landkreis Friesland (Wangerland) brodelt es. CDU, SPD und Grüne im Stadtrat von Jever halten unbeeindruckt von den Protesten der Einwohner der umgebenden Ortschaften an den Ausbauplänen für noch mehr Windparks fest, die bis zu 500 Meter Abstand zur Wohnbebauung entstehen könnten. Dagegen sind die FDP und die SWG (Soziale Wählergruppe Jever und Friesland). Nach den Erkenntnissen zu den Auswirkungen des tieffrequenten Schalls auf den menschlichen Körper wären die Entscheidungen zu den geringen Abständen zu Wohnhäusern vorsätzliche Körperverletzung! Auch mehr als 1200 Unterschriften gegen den „Windwahn“ konnten die meisten Ratsmitglieder nicht von ihren Beschlüssen abbringen. Wer hat diese „Volksvertreter“ angefixt, wer von diesen gnadenlosen Politikern verdient später an den Anlagen mit, welcher Hersteller wird die Anlagen bauen? Details zu einer bemerkenswerten Ratssitzung lesen Sie hier in der ausführlichen Berichterstattung in der Lokalpresse: 27Juni2017_Windkraft_Jever_Friesland (.pdf). Der ebenfalls abgedruckte Leserbrief bezieht sich auf den Windpark Stedesdorf im Landkreis Wittmund. Einen weitere Leserbrief zu den Protesten im Wangerland können Sie am Ende des Beitrages lesen.
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