Windkraftanlage bei Dornum abgebrannt

Das Generatorengehäuse dieser Enercon-Windkraftanlage brannte am 30. Oktober 2017 kurz vor 06:00 Uhr morgens zwischen Westerholt (LK Witmund) und Dornum (LK Aurich) westlich der Landesstraße 6 aus. Die Löschung nicht möglich war, sie brannte kontrolliert ab. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Dornum und Westerholt. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. […]

Windenergie: FDP-Anfrage zur Lärmbelastung – keine Probleme im Landkreis Aurich? Landkreis versäumt Beantwortung

Die „Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung mit Antwort der Landesregierung – Drucksache 17/8614 – Schallprognosen von Windkraftanlagen Anfrage der Abgeordneten Dr. Gero Hocker und Christian Grascha (FDP) an die Landesregierung, eingegangen am 22.08.2017, an die Staatskanzlei übersandt am 24.08.2017“ hat es in sich (in voller Länge hier als .pdf: FDP_NDS_Anfrage_Wind_Belastung_2017). Man beachte den Punkt 3. der Anfrage und die Antwort des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel (B90/Die Grünen): „3. Gegen welche Standorte bzw. Windkraftanlagen wurden konkret Beschwerden von Bürgern wegen zu hoher Schallbelastungen vorgebracht?“ […] Antwort: „Die anderen unteren Immissionsschutzbehörden haben Fehlanzeige gemeldet.“ […]

Windenergie: Aktuelles von der Sitzung des DIN-Ausschusses zur Anpassung der DIN 45680

Roggenstede, LK Aurich/NDS – Foto (C): Peter Gauditz, Hannover

 

Übernahme des Textes von www.windwahn.de:

Text von Sven Johannsen GuSZ Gutachter- u. Sachverständigen-Zentrum
Umwelt-Messungen GmbH:

Aktuelles von der Sitzung des DIN-Ausschusses zur Anpassung der DIN 45680

Gute und schlechte Nachrichten

Bericht zur Ausschussitzung zur DIN 45680

Am Dienstag den 12.09.2017 fand die Sitzung des Arbeitskreises zur Änderung/Anpassung der DIN 45680 in Berlin statt, an dem ich als Mitglied des Ausschusses teilnahm.

Auf dieser Sitzung wurde mir von einem Mitglied aus NRW, das auch im Arbeitskreis zur DIN 9613-2 (genehmigungsrelevante Schallausbreitungsberechnung bei WEA-Bauvorhaben) im dortigen Ausschuss mitarbeitet berichtet, dass in der kommenden Woche die DIN 9613-2 nach den, durch die LAI – Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz – in 1016 schon vorgeschlagenen „Interimsverfahren“ angepassten Werte, rechtlichen Bestand haben bzw. erlangen wird! Aktuell hat die LAI diesem mit nur einer Gegenstimme zugestimmt!

In der Praxis bedeutet dies, dass ab nächster Woche neue genehmigungsrelevante Schallprognosen nach dann gültigem, geändertem bzw. normenseitig angepasstem Berechnungsverfahren 6 bis 9 dB mehr im Schnitt in den Berechnungen der Planer ausweisen werden müssen.

Dieses bedeutet automatisch im Umkehrschluss, dass die Abstände zur Wohnbebauung von WEA und Windindustrieparks zwangsläufig „größer“ werden müssen!

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Windenergie Offshore: Der NABU zum „Cuxhavener Appell 2.0“

wurde der „Cuxhavener Apppell 2.0“ veröffentlicht. Die Verfasser dieses Windkraftfilzes aus Politik, Kommunen, Betreibern und Gewerkschaft fordern den weiteren Ausbau der Nord- und Ostsee mit den Rotor-Giganten. Es geht um die Verdoppelung der installierten Leistung auf See und damit um den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur, also ums Geschäft. Der Naturschutzverband NABU kritisiert diesen „Appell“. Aber jahrelang hat der NABU mitgezündelt – wie auch der WWF, der BUND und vor allem die vorgebliche Meeresschutzorganisation Greenpeace – , indem er den Ausbau der Windkraft auch auf See propagierte, „naturverträglich“ selbstverständlich, wie diese Volte stets genannt wird. Nur dass die Riesenpropeller auf See alles andere als naturverträglich sind, weil sie auch in den Hauptzugrouten vieler Vogelarten stehen und dort bei unsichtigem Wetter zu Massenkollisionen führen können; das wurde bereits ausreichend untersucht. Die Gefahr von Schiffshavarien wächst durch die neuen künstlichen Riffe. […]

Entstellte Landschaften: Windwahn in Ostfriesland

Weder „das Klima“ noch „der steigende Meeresspiegel“ (nein, er steigt nicht „beschleunigt“, die Pegelmessungen geben das nicht her; der Meeresspiegel steigt seit dem Ende der Wechsel-Kaltzeit vor 12.000 Jahren beständig wieder an!) waren die Triebfeder für die enorme Massierung der Windparks auf der ostfriesischen Halbinsel. Die myzelähnlichen Verfilzungen zwischen Hersteller, Investoren, Kreisverwaltungen und Kommunalpolitikern und die zu erwartende Gewerbesteuer oder die Rendite aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ließen Windkraftanlagen wie Pilze aus dem Boden schießen. Der Hersteller produziert in Aurich. […]

Bürgerprotest gegen politischen Windwahn in Jever

Protest in Sandel, Foto: Manfred Knake

Nicht nur in Ostfriesland, auch im angrenzenden Jever und Umgebung im Landkreis Friesland (Wangerland) brodelt es. CDU, SPD und Grüne im Stadtrat von Jever halten unbeeindruckt von den Protesten der Einwohner der umgebenden Ortschaften an den Ausbauplänen für noch mehr Windparks fest, die bis zu 500 Meter Abstand zur Wohnbebauung entstehen könnten. Dagegen sind die FDP und die SWG (Soziale Wählergruppe Jever und Friesland). Nach den Erkenntnissen zu den Auswirkungen des tieffrequenten Schalls auf den menschlichen Körper wären die Entscheidungen zu den geringen Abständen zu Wohnhäusern vorsätzliche Körperverletzung! Auch mehr als 1200 Unterschriften gegen den „Windwahn“ konnten die meisten Ratsmitglieder nicht von ihren Beschlüssen abbringen. Wer hat diese „Volksvertreter“ angefixt, wer von diesen gnadenlosen Politikern verdient später an den Anlagen mit, welcher Hersteller wird die Anlagen bauen? Details zu einer bemerkenswerten Ratssitzung lesen Sie hier in der ausführlichen Berichterstattung in der Lokalpresse: 27Juni2017_Windkraft_Jever_Friesland (.pdf). Der ebenfalls abgedruckte Leserbrief bezieht sich auf den Windpark Stedesdorf im Landkreis Wittmund. Einen weitere Leserbrief zu den Protesten im Wangerland können Sie am Ende des Beitrages lesen.
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Windkraftboom im Landkreis Aurich – Kommt der Seeadler unter die Windräder?

Fahrwasser Langeoog, Nationalpark Nieders. Wattenmeer: Blick auf das Festland zwischen Bensersiel und Dornumersiel (Ausschnitt), Foto (C): Manfred Knake

Die Genehmigung für noch mehr Windkraftanlagen im Landkreis Aurich boomt, die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 30. März 2017 brachte Klarheit:

Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung mit Antwort der Landesregierung – Drucksache 17/7754 –

Anfrage der Abgeordneten Dr. Gero Hocker, Hillgriet Eilers und Dr. Stefan Birkner (FDP) an die Landesregierung, eingegangen am 30.03.2017, an die Staatskanzlei übersandt am 05.04.2017
Wie viele Windräder wurden im letzten Jahr [2016] im Landkreis Aurich genehmigt?

[…] 1. Wie viele Windkraftanlagen wurden im Landkreis Aurich in den Jahren 2015 und 2016 genehmigt?
Im Jahr 2015 wurde 1 Antrag für 1 Windkraftanlage positiv beschieden.
Im Jahr 2016 wurden 51 Anträge für 101 Windkraftanlagen positiv beschieden. […]

6. Gab es Windkraftprojekte im Landkreis Aurich, die 2016 aufgrund von Einsprüchen nicht genehmigt werden konnten, und, wenn ja, welche?
Aufgrund von Einwendungen aus der Öffentlichkeit wurden nach den hier vorliegenden Erkenntnissen keine Genehmigungsanträge abgelehnt. […]

Nein, kein Druckfehler! 2016 wurden also weitere einhundertundeins (!) Anlagen genehmigt, davon allein im Dezember 2016 noch 57 Anlagen. weiter »

Ökologische Rauchzeichen

Rauchzeichen aus dem Windpark Utgast, Mai 2017, Foto: privat

Im Windpark Utgast bei Esens im Landkreis Wittmund/NDS wird derzeit „repowert“. Die abgängigen Tacke-Anlagen (TW-600) werden seit Monaten gegen die leistungsstärkeren – und lauteren – neuen Enercon E-70-Anlagen ausgetauscht. In der Bildmitte verabschiedet sich eine Tacke mit schwarzem Rauch. Das alte Getriebeöl, das jahrelang aus Leckagen in den Turm gelaufen ist, entzündete sich bei den Schweißarbeiten am Stahlturm und wird hier gerade nicht ganz „fachgerecht“ entsorgt, mit dem weithin sichtbaren Rauchzeichen. weiter »

Enercon: Herr Kettwig und das CO2

Screenshot-Bildzitat: Hans-Dieter Kettwig auf der Hannover-Messe. Quellle: Ostfriesische Nachrichten (ON), Aurich, online, 27. April 2017, https://www.on-online.de/-news/artikel/276905/Windkraft-Enercon-fordert-mehr-Anlagen

Hans-Dieter Kettwig arbeitet beim Windkraftanlagenhersteller Enercon in Aurich. Und er ist dort nicht irgendwer: Er ist der Geschäftsführer der Enercon GmbH. Zu Herrn Kettwigs Aufgaben gehört es daher auch, das Unternehmen am Markt zu positionieren, Kontakte mit der Politik zu pflegen und die Firma positiv in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das Letztere geschah gerade auf der Hannover-Messe.

Die Boomjahre der Herstellung von Windkraftanlagen neigen sich anscheinend dem Ende zu, der Markt schrumpft, wie die Auricher Tageszeitung „Ostfriesischen Nachrichten“ (ON) am 27. April 2017 aus Hannover berichtete. Nach dem ON-Bericht geht Enercon 2017 von rund 3800 bis 4000 Megawatt (MW ) neuer Windrad-Leistung in Deutschland aus, 2018 von 2900 MW und 2019 nur noch von 2300 MW installierter Leistung. Enercon hat einen Marktanteil,von derzeit ca. 40 Prozent, und den wolle man mindestens halten, lieber aber wieder ausbauen auf bis zu 50 Prozent, so die Zeitung. Da der Markt in Deutschland kaum weiter wachsen wird, will Enercon vor allem im europäischen Ausland weiter expandieren. Dort hat Enercon mit 26 Prozent nach dem dänischen Vestas-Konzern (29 Prozent) den zweithöchsten Marktanteil. Der Weltmarktanteil liege laut Kettwig derzeit bei knapp sieben Prozent; weltweit bedeute das Platz Fünf nach den Herstellerfirmen Vestas, General Electric, Goldwind und Gamesa. Und weil der deutsche Markt absehbar schrumpfen wird, nebelte Herr Kettwig wieder geschäftsfördernd mit dem bösen CO2, das in nicht wenigen Medienberichten sogar schon zum Giftgas umgeschrieben wurde und angeblich für den Klimakollaps sorgen soll. Mit Angstszenarien lassen sich bekanntlich gute Geschäfte machen. So meldete die Auricher Zeitung weiter aus Hannover: weiter »

Historisches ostfriesisches Denkmal „Upstalsboom“ bekommt einen Ehrenwindpark

Das neue „Upstalsboom“-Denkmal in Aurich: neue Hinweistafeln an den Autobahnabfahrten

Die Vereinigung „Ostfriesische Landschaft“ als Nachfolgerin der mittelalterlichen ostfriesischen Landstände der Region feiert sich jährlich um den 10. Mai herum- am sog. „Oll´ Mai – selbst. Die „Ostfriesische Landschaft“ hat offiziell keine politische Funktion mehr, wird aber von Regionalpolitikern aus den Landkreisen und der Stadt Emden „regiert“. Sie gilt heute als Kultur- und Wissenschaftsparlament und ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts eingetragen. Am Oll´Mai finden Ehrungen statt, verdienstvolle Nicht-Ostfriesen bekommen an diesem Tag von der Landschaftsversammlung die ostfriesische Ehrenbürgerschaft, das Indigenat, verliehen. Ort der Feierlichkeiten ist das Denkmal „Upstalsboom“ in Aurich, das so etwas wie ein Nationalheiligtum für Ostfriesen ist. Der Upstalsboom war im späten Mittelalter der Versammlungsort der Abgesandten der friesischen Landstände, die sich unabhängig vom Adel als „freie Friesen“ und Hüter der „Friesischen Freiheit“ sahen. weiter »