NABU-Geschäftsmodell: Geld oder Klage, „Mäuse für den Milan“

Verschiedene Schwimmvogelarten im Nationalpark Nds. Wattenmeer, Dollart. Im Hintergrund der Wind"park" Wybelsumer Polder, EU-Vogelschutzgebiet

Bereits am 27. Dezember 2012 berichteten wir im Beitrag „NABU-Hessen: windiger `Kompromiss` im EU-Vogelschutzgebiet, Geschäftsmodell `Klageverzicht gegen Bares`”.

Statt die Zulässigkeit eines kleinen Windparks in einem Rotmilan-Lebensraum im Hessischen rechtlich auf den Prüfstand stellen zu lassen, verzichtete der NABU auf weitere Rechtsmittel einer bereits erfolgreich eingelegten Klage und setzte die Betreiber mit einer Geldforderung von 500.000 Euro für eine Stiftung unter Druck, damit sich die bereits stillgelegten Windkraftwerke weiterdrehen konnten. Der Betreiber zahlte, der NABU nennt dieses dreiste Projekt „Mäuse für den Milan“. weiter »

Bund Hessen: “Freunde der Erde” oder Lobbyisten der Windenergienutzung?

"Erneuerbare" Landschaft mit Nonnengänsen am EU-Vogelschutzgebiet an der Ems, Okt. 2011

Da ist er wieder, der BUND-Landesverband Hessen, den wir schon mal mit seinen windigen Positionen zum Natur- und Landschaftsschutz auf den Schirm gebracht haben (BUND-Hessen: Beim Ausbau der Windenergie müssen Naturschutzbelange zurückstehen). Nun macht der BUND mit einem Brief an den hessischen Ministerpräsidenten weiter, als offensichtlicher Unterstützer der Windenergiewirtschaft. weiter »

Marionettentheater: Landtagswahlkampf in Ostfriesland mit “Erneuerbarer Energie”

Postwufsendung

Nein, dieser Beitrag ist keine Wahlhilfe für die CDU im niedersächsischen Landtagswahlkampf, im Gegenteil. Dieser läuft auf Hochtouren, oder liegt in den letzten Zügen, je nach Betrachtungsweise. Wesentliche politische Unterschiede gibt es zwischen den Kandidaten der verschiedenen Parteien nicht, abgesehen von der Bildungspolitik. Umwelt- oder Naturschutzpolitik, in den Achtzigern und Neunzigern noch ein zentrales politisches Thema, kommt gar nicht mehr vor. Viel Auswahl, also tatsächliche Alternativen zu wählen, hat das Wahlvolk nicht. Besonders deutlich wird das beim Thema „Energie“, oder besser den sog. „Erneuerbaren Energien“, wie Wind- oder Solarenergie oder den maissteppenfördernden und grundwasserbelastenden Biogasanlagen. Der Begriff “Erneuerbare Energie” ist zwar nach dem Ersten Hauptsatz der Thermodynamik physikalischer Unsinn, wird aber immer wieder gerne genommen. Die „Erneuerbaren“ mit dem „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) sind ein Geschäftsmodell und Konjunkturprogramm, das von allen politischen Parteien gehätschelt wird. Nur aus der FDP wird neuerdings vereinzelt verhaltener Zweifel am EEG angemeldet. weiter »

Das windige Netz: „Bürgerwindparks“ als Geschäftsmodell – kommunale Selbstverwaltung oder Selbstbedienung?

 

Bürgerwindpark Stedesdorf, LK Wittmund/NDS

Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass ausgemusterte Politiker sich anschließend als Berater oder in ähnlichen hochdotierten Positionen eine goldene Nase verdienen können. „Gas-Gerd“ Schröder als Ex-Politiker verdient sich sein Zubrot als einer der Vorsitzenden des Aktionärsausschusses für die Nordstream-Ostseepipeline der russischen Gazprom.

Aber man muss kein Alt-Bundeskanzler sein und kann sogar noch in Amt und Würden wirken, um kräftig an der Energie, in diesem Falle der Windenergie, mitzuverdienen. Ein Mandat in den Niederungen der Kommunalpolitik von Kleinkleckerdorf ist dafür eine gute Voraussetzung. weiter »

BSH: Windkraftbaustellen auf See gefährlich für Schifffahrt

Emden: Offshore-Windkraftfundamente im Bau

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg meldet Bedenken gegen die Windpark-Baustellen in der Nordsee an, „halbfertige Windräder bedrohen die Nordseeschifffahrt“ ließ die Bundesbehörde verlauten. Das BSH ist die Genehmigungsbehörde für die Offshore-Wind”parks” in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Die Bedenken der Behörde sind zweifellos begründet, aber äußerst kurzsichtig und nicht gerade von Logik geprägt:

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Erneuerbare Energien Gesetz: Ziel verfehlt – aber Umverteilung des Geldes von unten nach oben

Verfehlte kommunale Selbstverwaltung- das EEG macht´s möglich: kaputte Landschaften, hier Heide/Schleswig-Holstein

Die „Lizenz zum Gelddrucken“, wie das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) auch spöttisch genannt wird, spült satte Renditen für Windkraft, Solar- und Biogasbetreiber auf die Konten. Bezahlt wird das von allen Stromkunden über zwangsweise erhöhte Stromkosten, eine haushaltsneutrale Subvention. Das spricht sich langsam herum. Energiefachmann und Dipl. Ing. Wilfried Heck, Betreiber der Internetseite „Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland und ihre Folgen“ hat den teuren Naturstromwahn auf den Punkt gebracht:

29. Dez. 2012: Erneuerbare Energien sollten eigentlich das Klima schützen und herkömmlich betriebene Wärmekraftwerke ersetzten. EEG § 1: “(1) Zweck dieses Gesetzes ist es, insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern. (2) Um den Zweck des Absatzes 1 zu erreichen, verfolgt dieses Gesetz das Ziel, den Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 30 Prozent und danach kontinuierlich weiter zu erhöhen”. weiter »

Windenergie und Unterwasserlärm: Strafrechtliches zum Artenschutz in der AWZ

Kleiner Tümmler, Totfund an der Ems, Juni 2012

Meeressäuger, vor allem Kleine Tümmler (Schweinswale), leiden enorm unter hohen Unterwasser-Schalldruckpegeln. Bei Offshore-Rammarbeiten für Windkraftwerke werden leicht Schallpegel von über 190 dB erreicht, technisch machbar ist derzeit eine Schallreduzierung auf 160 dB, gemessen750 Meter von der Meeresbaustelle entfernt. Diese enorme Dauerbeschallung kann zu erheblichen Gehör- und Ortungsschäden bei Walen führen, bis zum Tode! Im Sommer 2012 wurden über 130 Kleine Tümmler an der Westküste Schleswig-Holsteins angetrieben, untersucht wurde keines der Tiere, obwohl das ASCOBANS-Abkommen (“Wir schützen die Kleinwale und Delphine Europas”) dies eigentlich vorschreibt, Bundesmittel stehen dafür seit mehr als zwei Jahren nicht mehr zur Verfügung. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt? Gleichzeit wurden vor Borkum für den EWE-Windpark “Riffgatt” monatelang Fundamente in den Meeresboden gerammt (Zitat EWE: ” Nach Fertigstellung im Sommer 2013 werden die insgesamt 30 Windkraftanlagen der 3,6 Megawatt-Klasse rund 120.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgen.”). Ein Zusammenhang zwischen den Rammarbeiten und den gehäuften Todesfällen kann daher derzeit nur vermutet werden. weiter »

Die Grünen und die Offshore-Windenergie: Hirnschmelze im LK Wittmund?

Wind"park" am Dollart bei Emden in den Zugvogelkorridoren

Die Grünen üben sich vor der Landtagswahl in Niedersachsen im Spagat zwischen „Klimaschutz“ und Naturschutz, auch am Beispiel der Offshore- Windenergie und des Schutzes des Kleinen Tümmlers oder Schweinswals und der Zugvögel. Das kann man der Pressemitteilung vom 06. Dezember 2012 (siehe unten) entnehmen. Nur: Die Pressemitteilung zieht ihren Informationsgehalt aus offiziellen Verlautbarungen. Die Grünen beziehen sich auf das Bundesamt für Naturschutz (BfN), das eng an der Leine der Politik und des Umweltministeriums in Berlin liegt und das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) als Genehmigungsbehörde für Offshore-Wind”parks” in der Ausschließlichen Wirtschaftszone im Geschäftsbereich des Bundesverkehrsministeriums. Zusätzlich wird von den üblichen Verdächtigen der Naturschutzverbände abgeschrieben, die keine ausgeprägte kritische Distanz zum Windenergiewahn in Deutschland pflegen und teilweise sogar als “Ökostromanbieter” vom Geschäftsmodell Windenergie profitieren. weiter »

BUND-Hessen: Beim Ausbau der Windenergie müssen Naturschutzbelange zurückstehen

Schöne neue Energiewendewelt: Klimarettung oder Profit? Der BUND als hilfreicher Partner!

Der Landes-Arbeitskreis Energie im BUND Hessen hat sich wortreich und mit vielen verbalen Pirouetten für den Ausbau der Windkraft und gegen den Vorrang des Naturschutz positioniert. Eigentlich ist der BUND ein „anerkannter“ Naturschutzverband und kein Energieverband, macht aber in seinen Zielen gemeinsame Sache mit dem Lobbyverband „Bundesverband Windenergie“ (BWE). Der BUND Hessen unterstützt die politischen Ziele des Landesentwicklungsprogrammes Hessen (LEP) und den Windkrafterlass des hessischen Umweltministeriums zum weiteren Ausbau der Windenergie im Lande, auch zu Lasten des Naturschutzes! Fachliche Stellungnahmen werden zu Meinungen degradiert. Die “Energiewende” wird zur Glaubenssache, in Jahrzehnten erkämpfte Naturschutzpositionen werden preisgegeben. weiter »

Kirche und „Energiewende“: Der Landessuperintendent und die „Bewahrung der Schöpfung“, zwei Gegenreden

Windenergie: gestern und heute, Eemshaven/NL

von Manfred Knake

Dr. Detlef Klahr ist Landessuperintendent der evangelisch-lutherischen Landeskirche im Sprengel Ostfriesland, und er hat eine Meinung zur „Energiewende“, besonders zur Windenergie, die er in der Evangelischen Zeitung geäußert hat. Das ist in Ordnung, Meinungen kann man haben, zu allem und zu jedem. Nur sollte diese auch auf nachprüfbaren Fakten beruhen und keine bloße Glaubenssache sein, wie es bei einem Mann der Kirche nahe liegt.

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