 "Norwegian Breakaway" passiert Jann-Berghaus-Brücke in Leer, März 2013
Vor einem Jahr war noch alles anders, da wollte die Grünen-Abgeordnete im Niedersächsischen Landtag, Meta Janssen-Kucz aus Leer, die Papenburger Meyer Werft noch an den Rysumer Nacken bei Emden verlegen (siehe ganz unten). Nun, in der Regierungsverantwortung, soll alles so bleiben wie es ist. Frau Janssen-Kucz ist jetzt stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Niedersächsischen Landtag. Und der neue grüne Umweltminister Stefan Wenzel sagt in der taz: „Der Standort der Papenburger Meyer Werft wird akzeptiert“. Wie sagte doch schon Konrad Adenauer: “Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.” weiter »
 Spaßpark "Weltnaturerbe" Wattenmeer, Norddeich/LK Aurich, Sommer 2012
Hauptsache weit weg, wenn es um den realen oder vermeintlichen Naturschutz geht. Diesmal macht sich der WWF-Deutschland (!) Sorgen um das “Great Barrier Reef” “downunder” in Australien. Warum aber in die Ferne schweifen, wenn das Kaputte liegt so nah? Zu den nicht nur touristisch übernutzten Wattenmeer-Nationalparks vor unserer Haustür, die kaum einer Aufsicht unterliegen, fallen dem WWF und den anderen Salonnaturschützern des NABU oder BUND nicht ein, dass das “Weltnaturerbe” nur ein wohlfeiles und endlos strapazierfähiges Marketing-Etikett für noch mehr Tourismus, unter dem sich die großen Naturschutzverbände aber so gerne sonnen. Die reale Naturschutzsituation in den Nationalparks ist jedoch desolat, also auch hier müsste konsequenterweise gelten: Aberkennung des Welterbetitels! Vielleicht sollte man im Gegenzug den WWF-Australien bitten, eine Stellungnahme zu den Wattenmeer-Nationalparks in Deutschland abzugeben… weiter »
 Nicht hören, nicht sehen, nicht sprechen: Wahrnehmungsstörungen der Naturschutzorganisationen?
Eigentlich müssten um die Offshore-Baustellen der Wind“parks“ in der Nordsee Greenpeace-Schlauchboote kreisen und sich Aktivisten an die Fundamente ketten. Denn eigentlich und angeblich „kämpft“ Greenpeace seit Jahren spendenwirksam für den Erhalt des stark bedrohten Kleinen Tümmlers oder Schweinswals, aber nur, wenn es um die Bedrohung durch die Fischerei geht. Die „Energiewende“ mit der Industrialisierung der Nordsee mit gigantischen Windkraftwerken führt offenbar zu Wahrnehmungsstörungen nicht nur bei Greenpeace, sondern auch bei den Naturschutzorganisationen wie WWF, BUND oder NABU, um nur einige zu nennen:
In der vergangenen Woche tagten in Brighton/UK die Teilnehmer von ASCOBANS, des Abkommens zum Schutz von Kleinwalen (Engagement on the Conservation of Small Cetaceans of the Baltic, North East Atlantic, Irish and North Sea). Die deutschen Umweltverbände und Greenpeace empörten sich über das Ergebnis der Tagung in einer gemeinsamen Presseerklärung vom 22. Okt. 2012.
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 Die Idylle trügt: ausgedockte "Celebrity Reflection" am Meyer-Pier im Papenburger Hafen
…kam doch bei der Überführung des neuen Schiffes der Meyer Werft „Celebrity Reflection“ auf. Aber nur ein ganz kleines satirisches Bisschen, wie einige der nachfolgenden Bilder zeigen.
Am 12. August wurde der neue Musikdampfer in der binnenländischen Papenburger Meyer Werft aus der riesigen Werfthalle ausgedockt und am 16. und 17. September über die eigentlich viel zu enge Ems an die Nordsee nach Eemshaven/NL überführt, wieder mit einer Sondergenehmigung des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), wobei der Naturschutz beim NLWKN wohl nicht nur im Namen an letzter Stelle rangiert (Gehobene Erlaubnis zur Überführung von zwei Kreuzfahrtschiffen in Verbindung mit zwei Probestaus September 2012 und September 2014, Antragsteller: Landkreis Emsland).
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 Quelle: Ostfriesen Zeitung, 15. August 2012
In der Nacht zum 14. August 2012 lief der unter der Flagge der Bahamas registrierte Tanker „Katja“ im niedersächsischen Wattenmeer bei der kleinen Insel „Minsener Ooog“ bei Wangerooge auf Grund. An Bord des modernen 232m langen Doppelrumpf-Tankers befanden sich fast 90.000t Rohöl. Es gelang, den Tanker bei ruhiger See mit Schleppern freizubekommen, Öl ist nicht ausgelaufen. Vermutlich hat ein Lotsenfehler zur Havarie geführt, gegen Kapitän und Lotsen wurde ein Verfahren eingeleitet. Vor der ostfriesischen Küste im sog. Verkehrstrennungsgebiet ziehen jedes Jahr mehr als 100.000 Schiffe vorbei, darunter viele Tanker. weiter »
 Bonbonfarbene Spaßmobile auf der Meyer Werft in Papenburg
In der Nacht zum 13. April 2012 wurde der Meyer-Neubau “AIDAmar” über die aufgestaute Ems von Papenburg nach Emden überführt. Dazu die Pressemitteilung des Wattenrates. Um es vorweg zu sagen: Die befürchteten Überflutungen der Nester durch den Emsstau blieben diesmal aus (s.u.).
Wattenrat Ostfriesland, P R E S S E M I T T E I L U N G, 12. April 2012
Umwelt/Naturschutz/Ems/Überführung AIDAmar
Emsstau für Schiffsüberführung AIDAmar verstößt gegen EU-Vogelschutzrichtlinie
Der Wattenrat Ostfriesland weist auf die erhebliche Gefährdungen von geschützten Wat- und Wasservogelarten durch das Aufstauen der Ems anlässlich der Überführung des Kreuzfahrtschiffes AIDAmar von Papenburg ans seeschifftiefe Wasser hin. Für die Überführung muss die Ems aufgestaut werden. Je nach Höhe des Staus können dann ggf. auch die Brutflächen von Uferschnepfen , Kiebitzen oder Weißwangengänsen sowie andere Bodenbrüter weggespült werden. Diese Vogelarten brüten in den Außendeichsbereichen der Ems oder auf den Emsinseln, deren Flächen als EU-Vogeslchutzgebiet von der “Richtlinie des Rates über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten” seit 1979 geschützt sind. Artikel 5 der in allen EU-Mitgliedstaaten verbindlichen Richtlinie verbietet die Zerstörung oder Beschädigung von Nestern und Eiern und das absichtliche Stören während der Brutzeit. Darüber wurde sich in der Vergangenheit bei Schiffsüberführungen stets hinweggesetzt.
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 Spaßdampfer AIDAmar, ohne Umweltplakette durch die Ems
Die Papenburger Meyer Werft dockte erneut einen riesigen Luxusdampfer aus, die AIDAmar. Das gigantische Kreuzfahrtschiff wird voraussichtlich in der Nacht am 13. April 2012 durch die viel zu kleine Ems an die Küste überführt werden. Damit das Schiff überhaupt in das Flussbett passt, muss die Ems nicht nur ständig ausgebaggert, sondern wieder mit dem Stauwerk in Gandersum bei Emden aufgestaut werden. Im April hat aber bereits die Brutzeit begonnen. Die Außendeichsbereiche der Ems werden also wieder absaufen, mit Ihnen ungezählte Bruten von geschützten Vogelarten, unter ihnen Blaukehlchen, Kiebitze, Uferschnepfen oder Weißwangengänse. Die so gefluteten Uferbereiche gehören zu einem EU-Vogelschutzgebiet. weiter »
 Die "Disney Fantasy" verlässt Papenburg, 20. Jan. 2012, Pressefoto (C): Meyer Werft
Und wieder wurde ein Meyer Dampfer die enge Ems hinunter an die offene Nordsee gequält: Diesmal war es die „Disney Fantasy“, für die die Ems auch diesmal mit dem Stauwerk in Gandersum auf Höhe gebracht werden musste, damit das Schiff überhaupt in den Fluss passte.
Und ausgerechnet die “üblichen Verdächtigen” BUND, NABU und WWF, die seit Jahren hinter verschlossenen Türen zusammen mit der Meyer Werft und der niedersächsischen Landesregierung um die Ems kungeln, einen “Generationenvertrag” mit der Meyer Werft über dreißig Jahre Ems-Aufstau in einem EU-Vogelschutzgebiet geschlossen haben (dessen Inhalt niemals vollständig öffentlich gemacht wurde), einen “Ems-Kanal” erfanden und diesen nach vielen Protesten wieder fallen ließen und nun sogar über Ems-Ausgleichsgelder eigene Stellen finanzieren, machen wieder in besorgt.
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 "Energiewende" oder Profit für wenige Betreiber? Wind"park" Westerholt, LK Wittmund, im Hintergrund das Turbinenfeld Utgast/LK Wittmund
Die großen Naturschutzverbände, wenn man sie denn noch so nennen kann, setzen sich inzwischen für den vehementen Ausbau der Windenergie im Lande ein, treten als Ökostromanbieter auf und machen nun auch gemeinsame Sache mit dem Netzbetreiber TenneT aus den Niederlanden und Deutschland. Die “üblichen Verdächtigen” Umweltverbände wollen erklärtermaßen die „Energiewende“ zusammen TenneT beschleunigen, so, als ob dies ihre Aufgabe, ihr “Kerngeschäft” wäre.
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 Sreeenshot von http://www.seashepherd.org/
Kommentar von Manfred Knake
Am 10. November kommt der Film „Bekenntnisse eines Öko-Terroristen” in die deutschen Kinos.
 Auch der Wattenrat soll "Terror" sein, schreiben die Gänseschießer an der Ems
Nein, der Wattenrat ist nicht gemeint, obwohl wir von Gänsejägern an der Ems laut Schneemalereien als „Terror“organisation bezeichnet werden.
Es geht um den Kapitän Paul Watson, Mitbegründer von „Greenpeace“, der diese Organisation nach sehr viel internem Stress verließ und die „Sea Shepherds“ gründete. Seine Organisation nutzt seegehende Schiffe und die Kamera als Waffe, um auf die unglaublichen Schlächtereien auf See an Walen, Robben oder Fischen weltweit aufmerksam zu machen; er hat Walfangschiffe versenkt, wurde selbst beschossen und eingesperrt, aber er macht immer noch weiter.
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