Todesfalle Stacheldraht

Stacheldraht als Einzäunung in Schutzgebieten, und nicht nur da, bedeutet eine erhebliche Gefahr für die freilebende Tierwelt. Häufig liest man von verendeten Rehen oder Hirschen, die sich an den Drähten verfangen und elend umkommen. Dazu kommen Drahtreste, die aus Nachlässigkeit nicht ordentlich entsorgt und so zu Todesfallen werden. Weniger bekannt ist, dass auch Vögel in den Stacheldrahtzäunen verenden können. Gerade bei Starkwind kommt es vor, dass tieffliegende Vögel beim Überfliegen in die Drähte gedrückt werden, dort hängenbleiben, sich schwer verletzen oder sich qualvoll zu Tode […]

Spiekeroog: 10 km Stacheldraht gegen Elektrozaun ausgetauscht

Sumpfohreule im Stacheldraht

Vor einem Jahr berichteten wir von einer löblichen Maßnahme auf der Insel Borkum im Nationalpark Wattenmeer, wo für Vögel tödliche Stacheldrahtzäune gegen glatte Elektrozäune ausgetauscht wurden. Diese Maßnahme wird sukzessive seit mehreren Jahren von der Nationalparkverwaltung auch auf anderen Inseln durchgeführt. Aktuell wurden jetzt auf der Insel Spiekeroog  10 Kilometer Stacheldrahtzäune ausgetauscht. […]

Borkum: Stacheldraht wird gegen Elektrozaun ersetzt

Endlich einmal positive Nachrichten aus dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Immerhin, 24 Jahre nach der Einrichtung des Nationalparks wird nun mit der Entfernung des tödlichen Stacheldrahts begonnen. Gerade Greife und Eulen verfangen sich bei Suchflügen leicht im Stacheldraht und verenden darin kläglich. Größere Vögel wie Gänse können sich dabei erheblich Flügelverletzungen zufügen und werden dann flugunfähig. […]