Langeoog und Borkum: Resolution gegen drohenden Ertrinkungstod – Mittel aus „Sondervermögen“ gefordert

Zukunftsvision Insel Langeoog? – Erstellt mit KI, ChatGPT, Idee: Wattenrat

Auf den Touristeninseln Langeoog und Borkum im niedersächsischen Wattenmeer ist womöglich Panik ausgebrochen, wegen des Klimawandels und des befürchteten Ertrinkungstodes durch den steigenden Meeresspiegel. Zunächst einmal geht es aber ums Geld, um das Geld des Steuerzahlers. In einer Resolution mit dem Titel „Zukunft der Inseln Langeoog und Borkum sichern – Klimaschutz ist unsere gemeinsame Aufgabe” fordern Inselpolitiker, am  500 milliardenschweren sog. „Sondervermögen“ beteiligt zu werden. Die Bundesregierung und der Deutsche Bundestag werden aufgefordert „die besonderen Herausforderungen für die ostfriesischen Inseln zu berücksichtigen und entsprechende finanzielle Mittel aus dem Sondervermögen hierfür bereitzustellen“.

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Gegenwind: Gefahren durch Windkraftanlagen für den Menschen: Schall, Infraschall, Erholung

Prof. Dr. Andreas Schulte ist Waldökologe und Forstwissenschaftler. Er hat eine neues Video produziert: Gefahren durch Windkraftanlagen für den Menschen: Schall, Infraschall, Erholung und Tourismus“ geht es um Lärm durch den Umbau von Waldkulturlandschaften in Industriegebiete – seine Größenordnungen und vielfältigen Auswirkungen, insbesondere auf den Menschen direkt, mit Lärmverschmutzung um ein einziges Windrad herum von bis zu 300 Hektar.

Hier sein Video:

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Aufbruch in die Arktis: Weißwangengänse verlassen das Wattenmeer

Seit mehr als 40 Jahren werden Weißwangengänse individuell mit Farbring-Codes markiert (Foto: IWWR e.V.)

Arktische wildlebende Gänse befinden sich derzeit auf dem Heimzug aus ihren Überwinterungsgebieten in den küstennahen Gebieten Norddeutschlands in Richtung ihrer Brutgebiete in Nordeuropa oder Sibirien. In einem Forschungsprojekt von Wetlands and Waterbird Research IWWR (Verden) und des Forschungs- und Technologiezentrums FTZ der Universität Kiel (Büsum) wurden dazu 10 Weißwangengänse (= Nonnengänse, engl. Barnacle Geese) besendert. Hier die Pressemitteilung der Vogelforscher vom 03. Mai 2026:

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Butter bei die Fische: „Willkommen im Timmy-Land, dem Land der Verrückten und Heuchler!“

Erstellt mit KI (ChatGPT), Idee: Wattenrat

Von den NachDenkSeiten, wo das irre Gezerre (im wahrsten Sinne des Wortes!) der vielen Selbstdarsteller um den moribunden Buckelwal „Timmy“ treffend glossiert wurde. Damit ist alles gesagt, nur nicht von allen:

NachDenkSeiten am 24. April 2026:

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Nicht nur an der Ems: „Hohe Raten angeschossener Vögel als Folge der Wasservogeljagd“

Nicht jagdbare Blässgans: zweimal angeschossen und getötet mit unterschiedlich großen Schrotkörnern, rechter Armschwingenknochen gebrochen. Tot gefunden am 03. Januar 2026 im Jagdrevier „Petkumer Münte“ östlich von Emden – Foto: Eilert Voß/ Wattenrat

Nicht nur an der Ems werden Wasservögel auch illegal getötet oder „nur“ angeschossen, und das immer noch mit der verbotenen giftigen bleihaltigen Schrotmunition! Das Problem ist seit Jahren bekannt, nur ändert sich nichts. Die Landesjägerschaft in Niedersachsen (LJN) darf sich „anerkannter Naturschutzverband“ nennen. Die Selbstdarstellung der Jägerschaft in der Öffentlichkeit weicht erheblich von den tatsächlichen Zuständen ab, nicht nur bei der Wasservogeljagd. Als Ergänzung zur illegalen Blässgansbejagung im EU-Vogelschutzgebiet und Naturschutzgebiet Unterems geben wir die nachfolgende aktuelle Veröffentlichung zur „Röntgenstudie“ von blessgans.de zur Kenntnis:

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Illegale Blässgansjagd im EU-Vogelschutzgebiet: Nordwest Zeitung zur Einstellung des Ermittlungsverfahrens

22. Nov. 2025 im Naturschutzgebiet Unterems/EU-Vogelschutzgebiet: zwei erlegte Blässgänse, keine Jagdzeit. Blässgänse haben das typische dunkle Bauchgefieder- Foto: Eilert Voß/Wattenrat

Am 24. April 2026 berichtete die Nordwest Zeitung aus Oldenburg ausführlich über die Einstellung der Ermittlungen zum illegalen Abschuss von nicht jagdbaren Blässgänsen im EU-Vogelschutzgebiet der Unterems im Landkreis Leer. Ein Wattenratmitarbeiter hatte den Vorfall vom November 2025  zur Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Aurich gebracht.

Nordwest Zeitung, 24. April 2026: Keine Jagdzeit festgelegt: Vorwurf der Wilderei greift nicht
Im Naturschutzgebiet wird auf arktische Gänse geschossen. Naturschützer stellen Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft Aurich legt den Vorwurf der Wilderei ad acta – mit einer interessanten Begründung.

Das von der NWZ-Redaktion verwendete Blässgansfoto ist von Eilert Voß/Wattenrat. Es zeigt flügelverletzte und damit flugunfähige Blässgänse an der Ems, zur Jagdzeit fotografiert, also vermutlich angeschossen.

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Windkraftschrott: iIlegale Entsorgung – Unternehmer sitzt in U-Haft

Windkraftschrott in Riepe/LK Aurich, 2024. Wohin wurde der Schrott entsorgt? – Foto: Eilert Voß/Wattenrat

Im Mai 2025 berichteten wir bereits über die illegale Entsorgung von Windkraftschrott durch eine deutsche Firma nach Tschechien. Nun sitzt der Inhaber Michael Roth des Recylingbetriebes „Roth International GmbH“ aus Weiden und Schwandorf (Bayern), gegründet 2013, in Untersuchungshaft. Der Tatvorwurf lautet auf illegale Verbringung gefährlicher und nicht gefährlicher Abfälle, Verstöße gegen deutsches und EU-Abfallrecht. Deponiert wurden nicht nur schwer reyclebare Balsa-Epoxidharzlaminate von Windkraftrotoren, sondern auch giftige Batterieabfälle. Inzwischen wurde bekannt, dass diese nicht unbedenklichen Abfälle auch in Polen entsorgt worden sein sollen.

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Ein ikonisches Foto aus dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Energiewende verdrängt Naturschutz

Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, strengste Schutzzone (Ruhezone) zwischen Bensersiel und Dornumersiel/LK Aurich – Foto: Manfred Knake/Wattenrat

Gesehen und fotografiert im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer zwischen Bensersiel und Dornumersiel, ein ikonisches Foto, das den Niedergang des Naturschutzes im Lande symbolisch zeigt. Ein Solarmodul zum Betrieb eines Elektrozaunes, der Deichschafe vom Betreten der angrenzenden Ruhezone (strengste Schutzzone) abhalten soll, verdeckt das abblätternde und verblasste Hinweisschild auf den Nationalpark. Auch so lässt sich das Foto interpretieren: Die „Energiewende“ hat den lästigen Naturschutz, politisch gewollt, in den Hintergrund verdrängt und marode werden lassen.

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TenneT verlegt Offshore Seekabel: „Energiewende“ im EU-Vogelschutzgebiet V63 und im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer:

Aus 10km Höhe sieht alles ganz harmlos aus: Teilgebiet des EU-Vogelschutzgebiets V63 „Ostfriesische Seemarsch von Norden bis Esens“ westlich von Dornumersiel im Landkreis Aurich. Nördlich der gelb eingezeichneten Linie verläuft die neu gebaute graue ca. 1 km lange Schotterstraße inklusive eines befestigten Abstellplatzes. Darüber befindet sich der Seedeich, nördlich davon direkt angrenzend der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer – google earth/Airbus

Die „Energiewende“ und ihre Auswirkungen auf die Biodiversität ist deutlich sichtbar im EU-Vogelschutzgebiet V63, Ostfriesische Seemarsch von Norden bis Esensdas direkt an den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer („Weltnaturerbe“) angrenzt, getrennt durch den Seedeich. Im Teilbereich des Vogelschutzgebietes zwischen Dornumersiel und Neßmersiel (Landkreis Aurich) wurde inzwischen eine riesige Baustelle für die Anlandung von Windkraft-Offshore Seekabeln (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, HGÜ) eingerichtet.

Vogelschutzgebiet V63: Bewertung durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) – Screenshot

Auf nationaler Ebene ist das Vogelschutzgebiet V63 in diesem Bereich durch das Landschaftsschutzgebiet (LSG AUR 029) gesichert, auf dem Papier. Im Watt und auf der Ostspitze der gegenüberliegenden Insel Baltrum (im Nationalpark) liegt ebenfalls eine große Anlandungsbaustelle. Die Baumaßnahme, die 2024 begann und bis 2030 dauern soll, wird vom Übertragungsnetzbetreiber und Stromnetzinvestor TenneT durchgeführt.

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Jagd im Landkreis Leer: nicht nachvollziehbare Jagdzeitenverlängerungen für Gänse und Rabenvögel

Graugänse und Alpenstrandläufer an der Ems im LK Leer -Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat

Eigentlich, aber nur eigentlich, endet in Niedersachsen die Jagdzeit auf Graugänse außerhalb von EU-Vogelschutzgebieten am 15. Januar, die auf Rabenkrähen am 20. Februar und auf Elstern am 28. Februar jeden Jahres.  Im Landkreis Leer wurde das anders gehandhabt. Hier erhielt die Jägerschaft 2026 auf Antrag eine Jagdzeitenverlängerung bis zum 31. März; Saatkrähen sind streng geschützt und keine jagdbare Art. Auf Wattenrat-Anfrage, warum die Jagdzeiten verlängert wurden, kam u.a. diese dürre Antwort aus dem Landkreis Leer:

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