Windenergie: Artenschutz durch EU-Notfallverordnung auch in Natura-2000-Gebieten ausgehebelt

Vorfahrt für die Windenergie nun auch in Natura-2000-Gebieten – Foto (C): Manfred Knake

Die von den Grünen dominierte Ampelregierung hat erneut artenschutzrechtliche Standards für den beschleunigten Ausbau der Windenergie an Land und auf See ausgehebelt, in einem nie dagewesen Umfang, nun auch in Natura-2000- Schutzgebieten der EU. Deutschland beruft sich auf die Umsetzung der EU-Notfallverordnung vom 19. Dez. 2022 in nationales Recht. Bemerkenswert ist die zügige Umsetzung in nur wenigen Wochen.

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Gänsewacht in Petkum an der Ems: 14. Bericht aus 2022/2023

Eilert Voß aus Widdelswehr an der Ems – Foto (C): Manfred Knake

Seit nunmehr 14 Jahren steht unser Wattenrat-Mitarbeiter Eilert Voß mit einigen Mitstreitern von November bis Januar in Petkum (Stadt Emden) an der Unterems auf „Gänsewacht“, „bewaffnet“ mit Fernglas, Teleobjektiv und Schreibuntensilien, und das bei jedem Wetter. Warum macht er das, er ist doch auch nicht mehr der Jüngste? Voß ist an der Ems aufgewachsen, er beobachtet als ehrenamtlicher Schwimmvogelzähler für die Staatliche Vogelschutzwarte seit Jahrzehnten Vögel und registrierte in dieser Zeit einen enormen Artenschwund der heimischen Bodenbrüter von Uferschnepfe, Rotschenkel, Säbelschnäbler, bis zum ehemaligen „ostfriesischen Allerweltsvogel“, dem Kiebitz, in einem Naturschutz- und EU-Vogelschutzgebiet! Dazu kam die (legale) Jagd, die von November bis Januar auf bestimmte Gänse- und Entenarten, darunter überwiegend Zugvögel, ausgeübt wird. Nicht legal waren die zahlreichen Jagdverstöße:

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Langzeitstudie zu Gänsefraß auf landwirtschaftlichen Flächen

Gülleausbringung auf Nonnengansrastplatz. Bei starkem Frost ist das Ausbringen von Gülle verboten, wird aber dennoch praktiziert. – Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat

Nachfolgend die Pressemitteilung des Niedersächsischen Umweltministeriums zur Langzeitstudie zu arktischen Gänsen und dem von Landwirten beklagten Gänsefraß in den Überwinterungsgebieten, hier vor allem in Küstennähe. Die erwähnten Fraßschäden auf Grünland durch Nonnengänse (auch Weißwangengänse genannt, wiss. Branta leucopsis) entstehen dadurch, dass Landwirte neue ertragreichere Grassaaten als Silagefuttter für die Milchviehhaltung ausgebracht und die Düngergaben intensiviert haben.

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Der mit dem Wolf schnackt

Screenshot-Bildzitat: Krimiautor Klaus-Peter Wolf, Download Ostfriesen Zeitung, 06. April 2019 https://www.oz-online.de/

Klaus-Peter Wolf ist erfolgreicher Autor der Ostfrieslandkrimis und lebt seit 20 Jahren in der Stadt Norden in Ostfriesland. Auf einer Leserreise in Süddeutschland traf er bei einer Signierstunde auf einen älteren Herrn, der sich bei Wolf bedanken wollte. Wofür?

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Noch mehr Windenergie in der Samtgemeinde Esens durch das „Wind-an-Land-Gesetz“? Welche Bedeutung hat die Bürgerbefragung von 2016?

Enercon und die Urlaubslandschaft bei Bensersiel, LK Wittmund: Windpark Utgast direkt an einem EU-Vogelschutzgebiet Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat

Nachtrag 30. Jan. 2023: Eine Antwort auf diesen „Offenen Brief“ gab es nicht, die Lokalpresse ignorierte ihn.

Offener Brief, 15. Jan. 2023

An den
Samtgemeindebürgermeister Harald Hinrichs
Ratshaus
Esens

per eMail

Noch mehr Windenergie in der Samtgemeinde Esens durch das „Wind-an-Land-Gesetz“? Welche Bedeutung hat die Bürgerbefragung von 2016, die sich gegen weitere Windkraftanlagen entschied?

Guten Tag, Herr Hinrichs,

der „Anzeiger für Harlingerland“ aus Wittmund vom 13. Januar 2023 berichtet dies:
„[…] Vorbereitung, Ordnung und vor allem Wertschöpfung – diese Aspekte sind der Samtgemeinde Esens wichtig, wenn es um Wind- und Solarparks geht. Darüber berichtet Samtgemeindebürgermeister Harald Hinrichs ein einem Pressegespräch mit seinen Vertretern Karin Emken und Erwin Freimuth. ´Es geht um richtig, richtig viel Geld´, sagt Karin Emken. Umso wichtiger sei es, Wildwuchs zu verhindern und die Beteiligung bei den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zu halten. […] Was die Windenergie angeht, will sich die Samtgemeinde auf die Ziele des ´Wind-an-Land-Gesetzes´ vorbereiten.

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Deichbeweidung und Wölfe: „Geht das Schaf, kommt das Wasser“

Gesehen an der Deichschäferei in Ostbense/LK Wittmund

Der Wolf ist häufig Thema in der ostfriesischen Tagespresse, überwiegend  dramatisierend. Es kommt zu Rissen von Schafen und Jungrindern. Allerdings sind die Weideflächen bisher nicht gegen Wolfsrisse durch wolfsabweisende Zäune gesichert, Herdenschutz findet nicht statt. Die Gefahr von Wolfsrissen von Schafen auf den Deichen ist ebenfalls Thema. Weidende Schafe festigen hier die Grasnarbe.

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„Feuershow“ in Bensersiel: was danach geschah

„5 Meter“ Steighöhe der Raketen bei der „Feuershow“ am 30. Dez. 2022 in Bensersiel/Stadt Esens nahe am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer? Das war wesentlich höher! Man beachte als Größenvergleich die Personengruppe im Vordergrund des Fotos – Foto: Bildzitat (Screenshot) Facebook „Esens-Bensersiel“

Die sog. „Feuershow“ in Bensersiel/Stadt Esens am 30. Dez. 2022 hatte ein Pressenachspiel in der Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“ aus Wittmund. Die Zeitung berichtete über die Kritik an dieser Show, die von einer Facebook-Posterin kam, weil die Veranstaltung zu dicht am „Weltnaturerbe“ Wattenmeer stattfand. Der Veranstalter „Bensersiel aktiv e.V.“ hatte bei Facebook angekündigt, mit Rücksicht auf die Tiere des nahe gelegenen Nationalparks Wattenmeer auf ein Silvesterfeuerwerk mit Böllern zu verzichten und stattdessen diese angeblich „kleine Pyroshow“ am Tag vor Silvester abzubrennen.

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EU-Kommission schwächt Natur- und Artenschutz für beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien

Vorfahrt für die Windenergie? Foto (C): Manfred Knake

Dieser Beitrag erschien zuerst auf der Webseite  der Naturschutzinitiative e.V. am 09. Dez. 2022. Wir danken für die Übernahmegenehmigung durch den Autor.

EU-Kommission schwächt mit neuer Verordnung zum beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien gezielt den Natur- und Artenschutz

Von Dr. Wolfgang Epple
Wissenschaftlicher Beirat der Naturschutzinitiative e.V.

Im Zuge eines Vorschlags für eine „Verordnung des Rates zur Festlegung eines Rahmens für einen beschleunigten Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien“ (EU-Kommission 2022) ist die Übernahme der in Deutschland durch die Gesetze der Ampelregierung bereits eingeleiteten Aushebelung einer ergebnisoffenen Schutzgüterabwägung in Bezug auf die Vorschriften der Wasserrahmen-RL, der Vogelschutz-RL und der FFH-RL vorgesehen (gleiche  Wortwahl: „Überwiegendes öffentliches Interesse“).

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Auswirkungen von Feuerwerk auf wildlebende Gänse: Studie des Max-Planck-Instituts

Böllermüll am Gänserastplatz und Schutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Unterems – Foto (C): Eilert Voß/Archiv Wattenrat

Bitte den Nachsatz am Ende des Beitrages beachten: „Feuer-Show“ statt Feuerwerk in Bensersiel

Es spricht sich langsam herum: Feuerwerke sind nicht nur ein Stressfaktor für Reitpferde, Haushunde oder Hauskatzen, sondern vor allem für wildlebenden Vögel. Hier an der Küste werden auf den Inseln und in den Küstenbadeorten immer noch enorme Mengen Böller und Raketen gezündet. Sogar im oder am Großschutzgebiet Nationalpark Wattenmeer kracht es vor, an und nach Silvester. Die Leidtragenden sind die Rastvögel des Wattenmeers, die gerade im Winterhalbjahr auf störungsfreie Äsungs- und Rastplätze in ihren Schutzgebieten angewiesen sind.

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Blackout-Kuscheln auf Spiekeroog?

Foto: Pixabay

Die von „unseren“ Politikern selbst verschuldete Energiekrise mit dem Boykott des russischen Erdgases, das immer noch durch den intakten B-Strang der sabotierten Nordstream-2-Pipeline fließen könnte, treibt seltsame Blüten: Patrick Kösters, Inselbürgermeister von Spiekeroog, will im Falle eines Blackouts oder bei begrenzten Stromsperren („Brownout“) keine Wärmestuben auf der Insel einrichten lassen. Er favorisiert das Wir-Gefühl der Insulaner.

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