Zum Jahresende 2020: Danke für die Seitenaufrufe - beachten Sie bitte unser Spendenkonto

Foto: Pixabay

Liebe Leserinnen und Leser,

die Webseiten des Wattenrates wurden im zu Ende gehenden Jahr 2020 bis heute 960.497 mal besucht und dabei 3.474.143  Seiten aufgerufen. Das ist für diese kleine Sparten-Webseite eine ganze Menge. Ich bedanke mich bei allen für dieses doch nicht geringe Interesse. Ich bedanke mich auch bei den Spenderinnen und Spendern, die den Watterat bisher unterstützt haben. Wofür wir das Geld benötigen? Es fallen Büro- und Internet-Providerkosten an. Die Computerhardware musste im letzten Jahr wegen abgängiger Geräte ausgetauscht werden, das kostete nicht nur Geld, sondern auch Nerven. Das ist unser Spendenkonto:

IBAN: DE72 2802 0050 8684 7969 40, BIC: OLBODEH2XXX (Oldenburgische Landesbank), Kontoinhaber: Manfred Knake, Stichwort „Wattenrat“

Sie können auch mit PayPal spenden, klicken Sie bitte hier. Eine Spendenbescheinigung dürfen wir nicht ausstellen, da wir kein Verein sind und auch kein Verein sein wollen.

Ich wünsche Ihnen eine ruhige Zeit, ein gutes neues Jahr 2021, das hoffentlich ohne weitere politisch verordnete Pandemie-Einschränkungen, sinnhaft oder nicht, verlaufen wird.

Mit freundliche Grüßen

Manfred Knake

Verein Jordsand: Geplante Schlickverklappung vor Scharhörn gefährdet gesamten Nationalpark Wattenmeer

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Pressemitteilung des Vereins Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur e.V. vom 20. Nov. 2020:

Geplante Schlickverklappung vor Scharhörn gefährdet gesamten Nationalpark Wattenmeer

Die Hamburger Hafenbehörde HPA plant die Verklappung von belastetem Hafenschlick vor der Insel Scharhörn im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Dagegen spricht sich der Naturschutzverein Jordsand aus, der den Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer im Auftrag der Hansestadt Hamburg seit 1990 betreut. Mathias Vaagt, erster Vorsitzender des Vereins, sagt dazu: „Die Planungen der HPA sind unverantwortlich und bedrohen einen der letzten Flecken ungestörter Natur an der Elbmündung.

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Offshore-Windenergie: EU-Kommission stellt Ausbaustrategie vor - ohne Rücksicht auf Verluste

Offshore-Windpark – Foto: Pixabay

Der Wahnsinn hat Methode: Die EU-Kommission stellte am 19. Nov. 2020 ihre Strategie für die Offshore-Energie vor. Bis zum Jahr 2050 ist in der EU im Rahmen des „Green Deals“ ein gigantischer Ausbau der Windkraft auf See geplant. Parallel zum Ausbau der Offshore-Windenergie schlägt die Kommission ein Ziel für andere Offshore-Technologien wie schwimmende Solaranlagen oder die Gewinnung aus Meeresenergie vor. Der Vorschlag lautet, die Kapazität für die Offshore-Windenergie Europas von derzeit 12 Gigawatt bis 2030 auf mindestens 60 GW bis 2030 und auf 300 GW bis 2050 zu erweitern, also um das 5-Fache bis schließlich das 25-Fache.

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Vogelsterben erreicht die ostfriesische Halbinsel

Nonnengänse und Säbelschnäbler am Wattenmeer – Archivfoto (C): Eilert Voß

Update 22. Nov. 2020:

Inzwischen wurden auch viele Kadaver auf den Ostfriesischen Inseln und am Festland bis an die niederländische Grenze gefunden. Die „Vogelgrippe“ H5N8 breitet sich also rasant aus. Für den Menschen ist das Virus nicht gefährlich, nur sollte man die Kadaver nicht anfassen und Hunde von ihnen fernhalten.

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´Volksbegehren Artenvielfalt´ in Niedersachsen ist tot - Kungelrunde beschreitet ´Niedersächsischen Weg´

Totgespritztes und dann umgebrochendes ehemaliges Dauergrünland, nur die Möwen profitieren kurzzeitig, Gandersum/LK Leer, 2018 -Foto (C): Eilert Voß

Das „Team des Volksbegehrens Artenvielfalt in Niedersachsen“ (Grüne und NABU) erklärt das Volksbegehren vorzeitig für beendet, die gesammelten 138.118 Unterschriften (Stand 01. November 2020) der mehr als 200 Unterstützer – dabei auch der Wattenrat Ostfriesland – werden dem Landtag mit dem Ziel eines Gesetzes für mehr Artenschutz nicht mehr vorgelegt. Enddatum der Unterschriftensammlung sollte ursprünglich der 13. November 2020 sein. Stattdessen werden die Verhandlungsergebnisse von wenigen Naturschutzfunktionären mit dem Land Niedersachsen und der Landwirtschaftslobby in der Parallelveranstaltung „Der Niedersächsische Weg“ gefeiert, der tatsächlich in einem neuen, mit heißer Nadel gestrickten Gesetzespaket mündete, das am vom Niedersächsischen Landtag am 10. November 2020 beschlossen wurde.

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Gänsewacht am ´Petkumer Deichvorland´ wieder aktiv

Sonnenaufgang an der Ems, 12. Nov. 2020 – Foto (C): Eilert Voß

Unser Outdoor-Aktivist und Fotograf Eilert Voß ist wieder auf seinem Posten. Seit Anfang November steht er am Schutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems mit Fernglas und Kamera und beobachtet das dortige Treiben, vor allem das jagdliche Treiben auf Gänse und Enten. In der Vergangenheit hat er schon viele Jagdverstöße dokumentiert: strafbare Fehlabschüsse, Jagd bei dichtem Nebel oder Schneetreiben oder die Verwendung von verbotenem Bleischrot an Gewässern.

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Schwarzbau Umgehungsstraße Bensersiel: Kläger einigt sich mit Stadt - Straße jetzt legal?

Mitten durchs Vogelschutzgebiet: „Schwarzbau“ der „kommunalen Entlastungsstraße“ in Bensersiel/Stadt Esens, im Hintergrund der Windpark Utgast/Gemeinde Holtgast- Foto (C): Manfred Knake

Bearbeitet am 18. Nov. 2020

Es liest sich wie ein Krimi: Seit 2003 begleitet der Wattenrat Ostfriesland den geplanten und später durchgeführten Bau der Umgehungsstraße in Bensersiel/Stadt Esens in einem damals faktischen und heute gemeldeten europäischen Vogelschutzschutzgebiet (V63, Ostfriesische Seemarschen von Norden bis Esens). Schon damals hatte er vor der Rechtswidrigkeit des Baus öffentlich gewarnt. Zunächst hatte das Land Niedersachsen das „faktische“ Vogelschutzgebiet, das alle fachlichen Kriterien für eine Meldung nach Brüssel erfüllte, aus allein wirtschaftlichen Gründen nicht an die EU-Kommission gemeldet. Das ist ein Verstoß gegen die Natura-2000-Richtlinien. Daraufhin legte der Wattenrat mit einem Fachgutachten erfolgreich Beschwerde bei der EU-Kommission ein, das Gebiet musste nachgemeldet werden.

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Ist das ´Volksbegehren Artenviefalt´ tot? BUND und NABU kungeln mit Landesregierung und Bauernfunktionären

„Unland“ nennt der Bauer nicht nutzbares Feuchtgründland, das hier zerstört wurde, Swartwolder Kolk, LK Leer – Foto (C): Eilert Voß

Bearbeitet am 09. Nov. 2020, Vergleich Volksbegehren – Niedersächsischer Weg, s.u.

Ist das „Volksbegehren Artenvielfalt“ in Niedersachsen, vom NABU und den Grünen initiiert, tot, obwohl dafür immer noch Unterschriften gesammelt werden? Die am 29. Oktober 2020 vom Niedersächsischen Umweltministerium veröffentlichte Pressemitteilung (siehe unten) legt das nahe: „Ein guter Tag für unsere Umwelt: Niedersächsischer Weg schafft hier und jetzt mehr Natur- und Artenschutz“. Der nicht gerade als natur- und artenschutzaffin bekannte Umweltminister Olaf Lies (SPD) kommentiert das so: „Alle Partner [sic!] haben zwar Zugeständnisse gemacht – aber es hat sich gelohnt! Diese Einigung ist historisch einmalig und alle finden sich darin wieder. Natur- und Artenschutz hat in Niedersachsen einen in seiner bisherigen Geschichte nie gekannten Stellenwert.“

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10 Jahre ´UN-Dekade Biologische Vielfalt´, war da was?

NSG Emsauen bei Nüttermoor/Stadt Leer, EU-Vogelschutzgebiet, Mähen in der Brutzeit 18. Mai 2014. Das Naturschutzschild wurde inzwischen entfernt. – Foto (C): Eilert Voß

Übernahme von der WebSeite der Europäischen Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE). Mit freundlicher Genehmigung der Eulenfreunde:

Ambitionierte Utopien und agrarpolitisches „Weiter-so“

In wenigen Wochen, am 31.12.2020 endet die Dekade zum Schutz der Biodiversität, die der Deutsche Bundestag vor zehn Jahren ausgerufen hatte. In dieser Dekade wurde der Rückgang der Biodiversität, überdurchschnittlich von Agrarlandschaften, nicht gestoppt, sondern fortgesetzt. Darüber geben die Roten Listen der in Deutschland gefährdeten Pflanzen- und Tierarten Auskunft; sie haben sich nach 2010 nicht verkürzt sondern verlängert.

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Klimaneutralität bis 2035? – Die Einordnung eines ´Diskussionsbeitrags des Wuppertal-Institutes für Fridays for Future Deutschland´

Windkraftindustrialisierung in Ostfriesland, Wybelsum, Mai 2020 – Foto (C): Eilert Voß.

Gastbeitrag von Dr. Wolfgang Epple

Chapeau“?

Ich erhalte auf dem Weg des täglichen E-Mail-Briefings „Der Tagesspiegel Background Energie & Klima“ am 14. Oktober folgenden Claquen-Hinweis:

ein „Chapeau!“ an Fridays for Future: Als politische Kraft haben sie gestern gezeigt, dass sie die Spielregeln bestens beherrschen. Die Studie, nach der Deutschland bis 2035 CO2-neutral werden müsse und könne, gelangte vorab nicht an die Presse. Und mit dem Wuppertal Institut für die Berechnungen und der GLS Bank als Sponsor wurden gut beleumundete Partner gefunden. Das Timing? Knapp ein Jahr vor der Bundestagswahl auch ziemlich ideal…

So viel Lobhudelei macht neugierig. Und der Vorgang macht eine Einordnung notwendig.

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