Spiekeroog: „Mit Windrad und Wissenschaft für Naturschutz“: Bundestagskandiatin der Grünen auf Wahlkampftour in der Hermann-Lietz-Schule

Spiekeroog: Hermann-Lietz-Schule mit Vestas-Windkraftanlage – Foto: Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

von Manfred Knake

Die Hermann-Lietz-Schule auf der Insel Spiekeroog ist ein Gymnasium mit Internat in freier Trägerschaft. Der Besuch ist, mit Ausnahme für Stipendiaten, kostenpflichtig. Die Schule liegt in den Dünen, in unmittelbarer Nähe der strengsten Schutzzone (Ruhezone) des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer („Weltnaturerbe“) und damit auch an einem europäischen Vogelschutzgebiet. Der bekannteste Absolvent, der hier 1930 sein Abitur ablegte, war der spätere SS-Offizier und Raketeningenieur Wernher von Braun, der im 2. Weltkrieg in Peenemünde die „Wunderwaffe“ V-2 entwickelte und nach dem Krieg zum führenden Raketenentwickler in den USA aufstieg. Räumlich angeschlossen an die Schule ist das schuleigene Nationalpark-Haus Wittbülten, in dem neben der Touristeninformation auch wissenschaftliche Projekte in Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg durchgeführt werden.

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Ein Walross im ostfriesischen Wattenmeer

Symbolfoto, Pixabay: Walross

Seit einigen Tagen wird im ostfriesischen Watt ein vermutlich junges weibliches Walross gesichtet, zunächst auf der Insel Baltrum, dann auf Spiekeroog. Das Tier hielt sich ruhend auf Steinbuhnen auf, wurde aber von neugierigen Fototouristen vertrieben, die dem Walross zu nahe kamen. Walrosse „verschwimmen“ sich selten bis in unsere Breiten, zuletzt soll ein Exemplar vor 20 Jahren im Watt gesichtet worden sein.

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Johann Saathoff (SPD, MdB): „Uns allen an der Küste liegt natürlich der Schutz des Naturerbes Wattenmeer sehr am Herzen“

Upleward/LK Aurich: Schlickfußball im Nationalpark Wattenmeer mit Polit-Prominenz: Johann Saathoff (SPD), ehem. Bürgermeister der Gemeinde Krummhörn, jetzt Mitglied des Deutschen Bundestages und dort politischer Windkraftlobbyist und Naturliebhaber – Foto (C): Eilert Voß

Den hatten wir schon des Öfteren auf dem Schirm: Johann Saathoff (SPD), der inzwischen als Bundestagsabgeordneter in Berlin umgeht. Vorher war er Ortsbürgermeister der Gemeinde Krummhörn im Landkreis Aurich. Hier war er auch als kommunaler Betreiber einer Windkraftanlage der Touristik GmbH Krummhörn, einer Tochtergesellschaft der Gemeinde, tätig. Das war zwar damals nach der Niedersächsischen Kommunalverfassung verboten (heute, nach Änderung durch die Landesregierung, nicht mehr), störte aber kaum jemanden.

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Norderney: erfolgreicher Strandbrüterschutz mit Zäunen

Strengste Schutzzone im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (Ruhezone, Zone I): Ignoranz trifft Strandbrüterschutz, zwei Brutpaare Zwergseeschwalben“erfolgreich“ vertrieben. Foto (C): Eilert Voß

Küstenvögel, die an den Stränden brüten (sog. „Strandbrüter“), haben es schwer, ihre Bruten hochzubekommen. Die Bruterfolge der Zwergseeschwalben, Seeregenpfeifer oder Sandregenpfeifer, weitgehend unbekannte Wesen, gehen dramatisch zurück, auch im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und „Weltnaturerbe“.

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Schweinswale: Dutzende tote Tiere in den Niederlanden angeschwemmt – Ursache?

Archivbild: Kleiner Tümmler (Schweinswal) im fortgeschrittenen Verwesungsprozess, angespült an der Ems, Juni 2012 – Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat

Das „Noordhollands Tagblad“ aus Alkmar berichtete am 29. August 2021 über „Dutzende“ tot angespülte Schweinswale (Kleiner Tümmler) auf einigen niederländischen Wattenmeerinseln. Der Artikel berief sich auf Meldungen der niederländischen Walschutzorganisation SOS Dolphin:

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Hammriche: ein Abgesang

Energiegewendet: Borßumer Hammrich bei Emden/Unterems, Aug. 2021 – Foto (C): Eilert Voß

Das schreibt Wikipedia zum Begriff „Hammrich“: „Hammrich (auch: Hammer, Plattdüütsch: Hammerk) werden in Ostfriesland und im Wangerland die ebenen und großräumigen Wiesen und Weideflächen mit wenig bzw. ohne jegliche Bebauung genannt. Die Bezeichnung ‚Hammrich‘ steht in Ostfriesland für als Wiese oder Weide genutztes Niederungsland (oft auch moorig) im Übergang von der Geest zur Marsch. Es handelt sich dabei um eine typisch ostfriesische Landschaft, die von kleinen Gewässern, den Schlooten sowie Tiefs durchzogen wird. Die Landschaft wurde im letzten Jahrhundert durch den Bau von Strommasten, der Autobahn A 31, Eisenbahntrassen und neuerdings gelegentlichen Windparks vom Erscheinungsbild stark zerschnitten.“

Wie es um die ehemals landschaftstypischen Hammriche tatsächlich bestellt ist, beschreibt unser Mitstreiter Eilert Voß am Beispiel von Flächen im Bereich Aurich, Emden bis Leer. Fazit: Landschafts- oder Naturschutz ist auch hier nur eine hohle Phrase.

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Fauler Kompromiss: Verdoppelung der Flächen für Kitesurfer im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Kitesurfer in der strengsten Schutzzone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer.- Foto (C): Eilert Voß

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg stellte in einem Beschluss nach einer Klage von zwei Kitesurfern im Dezember 2020 fest, dass Kitebretter als Wasserfahrzeuge zu betrachten seien. Das Befahren der Bundeswasserstraßen mit Wasserfahrzeugen in Naturschutzgebieten und Nationalparken dürfe nach den Vorgaben des Bundeswasserstraßengesetzes nur durch eine Bundes-Rechtsverordnung geregelt werden, für deren Erlass das Bundesministerium für Verkehr zuständig sei. Das hieß, dass das Land Niedersachsen nicht für die Einschränkungen zuständig und die Beschränkungen für Kitesurfer auf bestimmte festgelegte Flächen im Großschutzgebiet Nationalpark aufgehoben war.

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Prof. Dr. Fritz Vahrenholt zum IPCC-Klimabericht 2021

Dollart, niederländischer Teil, Blick auf den Windpark Emden/Wybelsum – Foto (C): Manfred Knake

​„Der Planet schwebt in Lebensgefahr und mit ihm seine Bewohner“- „Die Erde brennt“ – „Die Arktis brennt“ oder „Der Golfstrom könnte zusammenbrechen“ hieß es rechtzeitig vor dem Erscheinen des neuen Klimaberichts der politisch gesteuerten UN-Körperschaft „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) in den Mainstream-Medien, die wieder einmal die Alarmtrompete blasen. Als Antidot zu den beunruhigenden Horrormeldungen veröffentlichen wir den Newsletter von Prof. Dr. Fritz Vahrenholt zum IPCC-Klimabericht.

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Dr. Dirk Messner, Umweltbundesamt: mit „erneuerbarer Energie“ gegen Unwetterkatastrophen?

Dr. Dirk Messner ist seit Januar 2020 Präsident des Umweltbundesamtes (UBA). Die Leipziger Volkszeitung befragte ihn am 02. August in einem Interview „über die Lehren aus der Katastrophe“ durch die verheerenden Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz. Hier der Auszug aus dem bemerkenswerten Interview:

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„Läuft die Klimaschutzpolitik aus dem Ruder? Zeit für eine Neubesinnung“

Foto: Pixabay

Von der „Arbeitsgemeinschaft Neubesinnung“ mit freundlicher Genehmigung übernommen:

„Läuft die Klimaschutzpolitik aus dem Ruder? Zeit für eine Neubesinnung

Warum wollen die Verfasser anonym bleiben?

Die Verfasser, eine kleine informelle Gruppe von naturwissenschaftlich ausgebildeten Bürgern aus der Mitte der Gesellschaft, haben sich nach reiflicher Überlegung entschlossen, anonym zu bleiben. Unser Vorbringen ist nicht ohne Brisanz und da spielen Personen und Namen keine Rolle. Es geht allein um die vorurteilslose Beurteilung von Fakten, die wir nach besten Wissen und Gewissen zusammengestellt haben.

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