Neuer Bundesvorstand des BUND: Energiewender und Klimamodellierer

Netzwerk – Foto: pixabay

Der Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND, gegründet 1975) wählte auf seiner Bundesdelegiertenversammlung 2019 in Berlin einen neuen Vorstand. Der neue Vorsitzende ist der Umweltingenieur Olaf Brandt, bisher BUND-Bundesgeschäftsführer für Politik und Kommunikation (Werdegang: Bereichsleiter Politik beim BUND, Kampagnenkoordinator im BUND, Campaigner Abfallvermeidung BUND). Die erste stellvertretende Vorsitzende ist die Diplom-Verwaltungswissenschaftlerin Verena Graichen, tätig für das Öko-Institut in Freiburg.

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Enercon und der Stellenabbau: ´bigott´

Enercon-Anlagen und die Urlaubslandschaft bei Bensersiel, LK Wittmund: Windpark Utgast direk an einem EU-Vogelschutzgebiet Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat

Der Windanlagenhersteller Enercon mit dem Hauptsitz im ostfriesischen Aurich ist in der Krise, nicht erst seit der aktuellen Ankündigung, 3000 Stellen bundesweit streichen zu wollen. Der geplante Stellenabbau ließ den Blätterwald rauschen. Aus dem Enercon-Country Ostfriesland kam das dazu von Stefan Bergmann. Er ist Chefredakteur der Emder Zeitung. Bergmann äußert sich in einem befremdlichen Kommentar, der von einigen Lokalzeitungen an der Küste übernommen wurde.

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Tote Grindwale angespült

Toter Grindwal vor Juist – Foto (C): Nationalparkverwaltung nieders. Wattenmeer, Screenshot, Bildzitat

Wie die Verwaltung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer meldet, wurden am 05. November 2019 auf der Insel Juist sowie am Rande der Leybucht (im Landkreis Aurich) jeweils ein toter Grindwal angespült. Beide Kadaver liegen in nicht zugänglichen Bereichen des Nationalparks. Ein dritter verendeter Wal wurde westlich von Borkum im Fahrwasser der Außenems gesichtet.

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Wat- und Wasservögel, ein Artenschutzreferent und das Klima

Austernfischer auf der Insel Norderney am Hochwasserrastplatz, im Hintergrund die mit Windkraftanlagen abgeriegelte Festlandsküste im LK Aurich/NDS – Foto (C): Eilert Voß

Den hatten wir schon mal auf den Wattenrat-Seiten im Zusammenhang mit dem geplanten Abbau von Genehmigungshemmnissen für die Windenergiewirtschaft: Lars Lachmann, immerhin Artenschutzreferent des Naturschutzverbandes NABU. Lachmann sah im Oktober 2019 im Deutschlandfunk ein „Imageproblem“ für den Artenschutz, wenn Windkraftgenehmigungen nicht erleichtert würden. Nun äußerte sich Lachmann (ist der Name eigentlich Programm?) erneut im Deutschlandfunk aus der NABU-Bundesgeschäftsstelle in Berlin:

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10 Jahre ´Gänsewacht´ in Petkum an der Ems

10 Jahre Gänsewacht – Foto: privat

Seit zehn Jahren steht unser Mitarbeiter Eilert Voß auf „Gänsewacht“ in Petkum an der Ems, bei jedem Wetter. Und das hat Gründe. In diesem Naturschutzgebiet, Teil eines europäischen Vogelschutzgebietes, wird die Jagd auf Enten und Gänse ausgeübt, ganz legal. Dabei kommt es nicht selten, wie es in der Jägersprache heißt, zu „unwaidmännischem Verhalten“.

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Die Zauberlehrlinge: Projekt ´Strategie Wattenmeer 2100´

Langeoog: Strandaufspülung vor dem Pirolatal nach Sturmflut, Juli 2017, Foto: privat

Seit 2015 wird über das Projekt „Strategie Wattenmeer 2100“ berichtet. 2015 wurde unter dem damaligen Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Dr. Robert Habeck (B90/Die Grünen) in Schleswig-Holstein diese „Strategie“ erdacht, ausgehend vom Szenario, dass das Wattenmeer mit dem Meeresspiegelanstieg nicht mitwächst und der Mensch das Wattenmeer durch den Klimawandel nun retten muss. Da fragt man sich doch zunächst, wie das Wattenmeer überhaupt entstanden ist. Die Antwort: Durch den nacheiszeitlichen Meeresspiegelanstieg, seit ca. 12.000 Jahren. Nach dem Ende der Weichsel-Kaltzeit steigt der Meeresspiegel postglazial an, mal mehr, mal weniger, bis heute. Der Meeresspiegelanstieg ist also kein Phänomen unserer Zeit, wird aber alarmistisch für jeden Klima-Aktionismus verwandt. Derzeit steigt der Meeresspiegel mit 1,7 mm im Jahr oder 17 cm im Jahrhundert an („säkularer Anstieg“), so die Messungen  der Universität Siegen mit einem Bericht aus 2013. Das ist weniger als der früher gemessene Anstieg von ca. 25 cm im Jahrhundert.

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Nachruf: Hans-Georg Funda aus Holtgast verstorben

Hans-Georg Funda in Holtgast, 2002 – Foto (C): Manfred Knake

Elf Tage nach seinem 79. Geburtstag ist Hans-Georg Funda am 19. Oktober 2019 nach längerer Krankheit verstorben. Er hinterlässt seine Frau Jutta und eine Tochter. Hans-Georg-Funda wohnte in dem sehr alten Landhaus „Alte Küsterei“ am Hogeweg in Holtgast. Das Grundstück, auf dem das Haus steht, gehörte zum Vorwerk des früheren Holtgaster Klosters Pansath. Hans-Georg Funda wurde in Ostpreußen in der Nähe von Königsberg geboren und wuchs kriegsbedingt in Duisburg auf. Hier lernte er den Beruf des Drogisten und Tierpräparators. Er arbeitet später zusammen mit seiner Ehefrau im Duisburger Zoo als Tierpfleger. Einige Jahre verbrachte er als Vogelwart auf der Insel Scharhörn. In den siebziger Jahren erwarb er das alte Haus in Holtgast. 1991 begann das Ehepaar Funda zusammen mit der Stadt Esens in Bensersiel das „Naturkundehaus“ einzurichten.

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Klima: ´Recherchezentrum CORRECTIV´: Faktenbefreites zum Wattenmeer

Foto: Pixabay

Das „Recherchezentrum“ CORRECTIV  gibt vor, „Recherche für die Gesellschaft“ zu betreiben: „Wir machen Journalismus für die Gesellschaft und mit der Gesellschaft“. Finanziert wird CORRECTIV von zahlungskräftigen Förderern, u.a. der Brost-Stiftung, der Rudolf-Augstein-Stiftung, der Schöpflin-Stiftung, der Governance & Citizen Engagement Initiative des Omidyar Network, der Bundeszentrale für politische Bildung oder der Open Society Foundation, die vom U.S.- amerikanischen Milliardär George Soros gestiftet wurde. Die Mitarbeiter von CORRECTIV nennen sich auch „Faktenchecker“, nur gerieten die „Fakten“ im nachfolgenden CORRECTIV-Beitrag gründlich daneben. Zwei CORRECTIV-Autoren äußerten sich klimaalarmistisch am 19. September 2019 zum Wattenmeer, gänzlich faktenbefreit:

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Windlobby: Kampfansage an den Artenschutz - ´Abbau von Genehmigungshemmnissen´

Foto (C): Manfred Knake

Der Ausbau der Windenergie stagnierte in den letzten Jahren, die Windenergiewirtschaft jammerte. Aber so schnell kann die Politik reagieren, wenn die unersättliche, vom Erneuerbare Energien Gesetz gemästete windige Lobby Dampf macht, um Genehmigungshemmnisse abzubauen. Nach dem „Windgipfel“ am 05. September 2019 in Berlin soll nun unter dem Deckmantel „Klimaziele“ der Ausbau der Windenergie an Land „marktorientiert“ (!) beschleunigt und die Rechtsmittel gegen den Ausbau eingeschränkt werden. Die am 07. Oktober 2019 vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegte „Aufgabenliste zur Schaffung von Akzeptanz und Rechtssicherheit für die Windenergie an Land“ (hier als .pdf: Staerkung-des-Ausbaus-der-Windenergie-an-Land) liest sich wie die politische Kampfansage an den Artenschutz.

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Anschlag auf die Eingriffsregelung: Entwurf der Bundeskompensationsverordnung

Foto: Pixabay

Die Eingriffsregelung, die nichts mit der Unterhose zu tun hat, ist ein wichtiges Instrument des Naturschutzes. Das sind die Ziele und Grundprinzipien der Eingriffsregelung, laut Veröffentlichung des Bundesamtes für Naturschutz:

„Die Eingriffsregelung nach §§ 13ff. BNatSchG hat zum Ziel, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes auch außerhalb der besonderen Schutzgebiete zu erhalten. Zu den häufigsten Eingriffstypen zählen Siedlungs- und Verkehrswegebauten. Eingriffe in Natur und Landschaft sind nach der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung vorrangig zu vermeiden. Sofern das nicht möglich ist, sind landschaftspflegerische Maßnahmen (sogenannte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen) zu ergreifen. Mit diesem Vorgehen wird ein auf alle Schutzgüter des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes bezogener sowie ein flächendeckender Ansatz verfolgt.“

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