Das Bundesamt für Naturschutz und die Erneuerbaren Energien: am Artenschutz vorbei

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Selbstverständlich ist das Amt damit voll auf der politischen Linie der Förderung der „Erneuerbaren“. Am 13. Februar 2019 veröffentlichte das Bundesamt die Pressemitteilung „Naturschutz und Energiewende: Einklang ist möglich“ (s.u). Das darf allerdings bezweifelt […]

NABU-Mitgliederwerbung: Wem die Stunde schlägt

Der Winter 2018/19 ist noch nicht vorüber, die Stunde der Wintervögel jedoch schon. Die medienwirksame Kampagne des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) brachte nach Zahl und Art beobachteter Wintervögel das vorhersehbare Ergebnis: Auf Platz eins der Mitmachaktion am Futterhaus landete der Haussperling. Platz zwei belegte die Kohlmeise, wer hätte das gedacht! Einen wissenschaftlichen Wert haben diese Zufallsbeobachtungen nicht, aber der NABU gelangt so an die Adressen der einsendenden Personen, die zum Abschluss von Mitgliedschaften aufgefordert werden. Fachleute der Werbebranche nennen das ein „Mailing“ – geschickt […]

Tausende Trottellummen in den Niederlanden angespült

In den letzten Wochen wurden tausende Trottellummen (Uria aalge), eine Alkenart , an der niederländischen Küste tot oder geschwächt angespült. Inzwischen wurden auch Kadaver auf der Insel Borkum gefunden. Bisher wurden vom Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Oldenburg zwei Kadaver untersucht. Nach Angaben des LAVES waren die Tiere geschwächt, hätten jedoch keine Fremdkörper wie Plastik im Magen-Darm-Bereich […]

Update: Karbidschießen an EU-Vogelschutzgebieten bei Pogum, Polizei ermittelt

Screenshot-Bildzitat: Rheiderland Zeitung, Weener/LK Leer, 21. Jan. 2019

Das Silvester-Karbidschießen an den EU-Vogelschutzgebieten am Deich bei Pogum im Landkreis Leer wird derzeit von der Polizeiinspektion Emden-Leer untersucht, „es laufen Befragungen und Zeugen werden gehört, mehrere Ordnungswidrigkeitsverfahren seien eingeleitet“, berichtete die Rheiderland Zeitung aus Weener am 21. Januar 2019. Weiter: „Grundsätzlich untersucht die Polizei, wie das […]

Nachruf: zum Tode von Horst Stern

Foto: Markus Beck – Stern.de, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61893649

Heute gaben die Medien den Tod des Journalisten und Schriftstellers Horst Stern bekannt, der am 17. Januar 2019 im Alter von 96 Jahren verstarb. Er lebte zuletzt bei Passau. Mit Host Stern hatte ich in den 90er Jahren einen regen Austausch zu Naturschutzthemen, gerade die Küste […]

Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Inseln fordern Änderungen

Foto (C): Eilert Voß

Am 03. November 2018 verkündete die Nationalparkverwaltung zusammen mit der „Ostfriesische Inseln GmbH“ eine Kooperationsvereinbarung, in der „gemeinsame Vorhaben“ in einem „gemeinsamen Arbeitsprogramm“ festgehalten werden sollen. Das für die Verlautbarungen der Nationalparkverwaltung schon typische Geschwurbel ist hier in ganzer Länge nachzulesen: Ostfriesische Inselfamilie wird Nationalpark-Partner. Es geht, „natürlich“, wieder einmal um […]

Nationalpark-Salami: nun auch Schlafstrandkörbe legal?

Was eigentlich gesetzlich verboten ist, könnte jetzt durch die Hintertür genehmigt werden: Schlafstrandkörbe am Strand im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, in der Erholungszone. Eigentlich ist es laut Nationalparkgesetz verboten, in der Erholungszone zu übernachten, sei es im Zelt oder in der touristischen Neuerfindung „Schlafstrandkorb“. Die Gründe sind einfach: Wer am Strand sein Zelt aufstellt oder vielleicht demnächst einen Schlafstrandkorb mietet, wird dort nicht nur schlafen wollen. Nächtens lautstark Party machen, Feuer anzünden und Müll hinterlassen werden die Folgen sein. Der Spaßbürger bekommt eben etwas geboten von den Tourismusmachern und nun vielleicht auch von der Nationalparkverwaltung. Im Sommer 2018 wurden bereits zwei dieser Schlafstrandkörbe ohne Genehmigung am Strand von Norderney betrieben. Von etwaigen Sanktion gegen die Verantwortlichen ist hier nichts […]

MSC Zoe: Container über Bord

Am 01. Januar 2019 verlor der Schiffsriese „MSC Zoe“ auf der Reise von Antwerpen nach Bremen vor der niederländischen Küste mindestens 240 Container, die zum größten Teil in ca. 20 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund liegen. […]

Prosit Neujahr: Karbidschießen am Nationalpark Wattenmeer

nteressant dabei ist die Frage nach der Zulässigkeit des Schießen aus diesen selbstgebauten „Geschützen“, in denen ein Karbid-Wasser-Gemisch (Acetylengas) mit großem Knall zur Explosion gebracht wird. Nach Polizeiangaben ist das weder im Waffen- noch im Sprengstoffgesetz geregelt, was eigentlich verwunderlich ist. Jeder Inhaber einer vergleichsweise harmlosen Schreckschusswaffe muss zum Führen dieser Waffe außerhalb seines Grundstückes über den „Kleinen Waffenschein“ verfügen, den die Kreisbehörde auf Antrag ausstellt. Wird die Waffe ohne diesen Waffenschein außerhalb des Grundstückes nur geführt, als nur getragen ohne zu schießen, ist das bereits mit einer erheblichen Summe bußgeldbewehrt! Die selbstgebastelten Karbidkanonen sind noch nicht einmal sicherheitsgeprüft […]

Der Jahresendknaller: Gerichte lassen es auf Spiekeroog krachen

Gastwirt Christian Kiesow von der Insel Spiekeroog (Restaurant „de Balken“, Ferienwohnungen „Haus Möwe“), den wir beim Wattenrat schon im letzten Jahr auf dem Schirm hatten, darf mit gerichtlichem Segen weiter zu Silvester böllern. Bereits 2017 hatte der Insulaner gegen das Böllerverbot der Gemeinde erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg geklagt. Die Richter hielten damals die Lärmschutzsatzung der Gemeinde für das untaugliche Instrument der Regelung eines Böllerverbotes. Die Gemeinde überarbeitete anschließend ihre Ortssatzung sowie die Gefahrenabwehrverordnung und berief sich nun auf die Feuergefahr durch Böller und Raketen, mit denen die historischen und inseltypischen Holzveranden gefährdet seien. Gegen das erneute Böllerverbot und die kostenpflichtigen Ablehnungsbescheide der Kommune für die Antragsteller klagte Gastwirt Kiesow erneut vor dem VG Oldenburg, wieder mit […]