Zugvogelspektakel

Die jährlichen „Zugvogeltage“ im Wattenmeer werfen mal wieder Ihre Schatten voraus. Das bietet Gelegenheit für die sonst im tatsächlichen Naturschutz eher träge Nationalparkverwaltung mit ihrem Chef Peter Südbeck, erneut zur Medien-Hochform aufzulaufen. Nun soll für die Zugvögel im nationalparkfernen Oldenburg Musik gemacht werden, mit Unterstützung einer Bank und einem Scheck über 10.000 Euro. […]

Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: auch Propagandaveranstaltung

Nächtlicher Gänsezug

Am 11. Oktober 2014 begannen die 6.  Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Der Wattenrat Ostfriesland begrüßt die Informationsveranstaltungen und Exkursionen, die für ein besseres Verständnis der Lebensverhältnisse von Gänsen, Enten und Watvögeln werben sollen. Dabei sollte aber nicht verschwiegen werden, dass die Vögel gerade im und am Nationalpark und „Weltnaturerbe“ oft keine ungestörten Rast-, Nahrungs- und Schlafplätze mehr vorfinden. Die Hochwasserrastplätze im nationalparknahen Binnenland wurden in den letzten Jahren systematisch und auch unter Missachtung des Naturschutzrechts mit Windparks überbaut. Diese Flächen fallen durch den Scheucheffekt der Rotoren als Rückzugsgebiete für die Zugvögel aus. weiter »

Ems: Zugvogeljagd in Schutzgebieten: „Die Jagd – Nicht das Problem, sondern Teil der Lösung“

Kollateralschaden: Blessgans, keine Jagdzeit in EU-Vogelschutzgebieten, geschossen mit verbotenem Bleischrot, Ems bei Petkum, Nov. 2011

Viel wurde auf den Seiten des Wattenrates zu den Missständen bei der Wasservogeljagd in den Revieren der Außendeichbereiche der Ems geschrieben, in Naturschutz- und EU-Vogelschutzgebieten!

Die Verstöße ergaben sich aus der Verletzung des §1 der Bundesjagdzeiteinverordnung, weil häufig schon vor Sonnenaufgang, bei Nebel oder Schneetreiben auf Gänse geschossen wurde, die man bei diesem Licht nicht sicher ansprechen konnte. So wurden auch nicht jagdbare Arten getötet. Diese Verstöße wurden regelmäßig von unserem Mitarbeiter Eilert Voß in Detail dokumentiert und auch den Aufsichtsbehörden mitgeteilt oder bei strafbaren Handlungen, etwa dem Abschuss von geschützten Arten, auch bei der Staatsanwaltschaft in Aurich zur Anzeige gebracht. Konsequenzen hatte das für die namentlich bekannten Jäger nicht, alles verlief wie gewohnt im Sande. Stattdessen wurde Eilert Voß, als er wieder einmal alleine am Emsdeich unterwegs war, von mehreren Jägern wegen „Jagdstörung“ angezeigt und schließlich zur einer Geldbuße verurteilt, weil er mit einem Nebelhorn bei einer Wasservogeljagd auf sich aufmerksam machen wollte. weiter »