„Wattführende“ im NABU-Wattenmeerhuus in Bensersiel

Screenprint/Bildzitat: Facebook, 27. Nov. 2025

In Bensersiel wird über das Wattenmeer mit dem angrenzenden Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer informiert. Ort: Das Wattenhuus, betrieben vom Naturschutzbund NABU und der Stadt Esens. O-Ton: „ExkursionsprogrammeWir bieten für Schulen verschiedene Programme im Watt / Salzwiese oder Marsch an. Gerne gehen wir, nach vorheriger Absprache, auf einzelne Themen genauer ein. Wie z.B. eine Land & Wattführung zum Thema Küstenschutz oder eine Wattexkursion zum Thema Müll im Meer.  Ebenso bieten wir Indoor Veranstaltungen wie zum Beispiel ein Vormittag zum Thema Klimawandel.“ Da weiß man doch, was einen erwartet:

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Gänsejagd: wieder Fehlabschüsse im Naturschutzgebiet Unterems – Strafanzeige!

22. Nov. 2025 im Naturschutzgebiet Unterems: zwei erlegte Blässgänse, keine Jagdzeit. Blässgänse haben das typische dunkle Bauchgefieder- Foto: Eilert Voß/Wattenrat

Wattenrat-Mitarbeiter Eilert Voß beobachtet seit Anfang November 2025, wie in jedem Jahr, bei jedem Wetter das jagdliche Geschehen mit Fernglas und Kamera  in den Bereichen des Naturschutzgebietes Unterems: die Gänsewacht. Das Gebiet ist fast vollständig auch als FFH-Gebiet „Unterems und Außenems“ und in Teilbereichen als das EU-Vogelschutzgebiet „Emsmarsch von Leer bis Emden“ ausgewiesen. Hier befinden sich u.a. große Überwinterungsplätze von arktischen Gänsen. Die Jagd auf bestimmte Gänse- und Entenarten ist dort erlaubt, was zu erheblichen Störungen der nicht jagdbaren Arten führt; allein die bloße Anwesenheit von Jägern im Schutzgebiet vertreibt die Vögel. Nicht jagdbar („ganzjährig geschont“) ist z.B. die arktische Blässgans, die dort ihre Überwinterungsgebiete hat. Dennoch wird dort immer wieder, auch bei schlechtesten Sichtbedingungen, auf Gänse geschossen.

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Weitere Planungen in der Samtgemeinde Holtriem/LK Wittmund: „Windkraftanlagen gehören zum ostfriesischen Landschaftsbild dazu“

Propagandaknick in der Optik? „Windkraftanlagen gehören zum ostfriesischen Landschaftsbild dazu“, so eine Bildunterschrift in der NWZ. Blick vom Deich am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer bei Dornumersiel in Richtung Holtriem im LK Wittmund , rechts im Bild eine Erddeponie für den Deichbau- Foto: Wulf O./Wattenrat (iPhone 15)

Am 20. Nov. 2026 berichtete die Nordwest Zeitung (online) über weitere Windparkplanungen in der Samtgemeinde Holtriem im Landkreis Wittmund. Zitat daraus: “Nach aktuellem Stand befinden sich 95 genehmigte Anlagen in Holtriem. Diese Anlagen stehen vorwiegend innerhalb ausgewiesener Windparkflächen, zusätzlich existieren noch zwei Einzelanlagen in Blomberg und Neuschoo“, schreibt der Landkreis Wittmund als Genehmigungsbehörde. Damit befinden sich die meisten Windkraftanlagen im Kreis in Holtriem. Zum Vergleich: 77 Anlagen gibt es in Wittmund, 68 in der Samtgemeinde Esens, zehn in Friedeburg und eine auf Spiekeroog.“ Die gesetzliche vorgegebenen Flächenvorgaben seien mit 2,19 Prozent damit überschritten, so der Bericht. Dennoch sind in Ochtersum/Samtgemeinde Holtriem mit Sitz in Westerholt weitere Anlagen geplant, nur finden diese Planungen im stillen Kämmerlein unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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50 Jahre naturschutzrechtliche Eingriffsregelung – was wird übrig bleiben?

Windkraft bis zum Horizont, LK Aurich und LK Wittmund – Foto: Peter Gauditz

Die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung wird 50 Jahre alt – und droht nun unter der schwarz-roten Regierung abgeschwächt zu werden. Die Eingriffsregelung verlangt im Falle eines Eingriffs, dass die Folgen für Natur und Landschaft bestmöglich repariert werden. Die Koalitionäre wollen die Absenkung der Eingriffsregelung in der bisherigen Form. Auf der WebSeite der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE) stehen Details zum vorliegenden Referentenentwurf des Bundesministeriums für Verkehr. Die Textübernahme erfolgt mit freundlicher Genehmigung.

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Gedanken zum EU-Restoration Law für mehr Naturschutz – Hoffnungen auf neue EU-Verordnung?

In einem Stacheldrahtzaun verletzte Sumpfohreule, Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer – Foto: privat/Archiv Wattenrat

Zum „Restoration Law“ der EU, der Wiederherstellungsverordnung für kaputte Lebensräume von Tieren und Pflanzen, hat sich der Geschäftsführer der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE), Wilhelm Breuer, Gedanken gemacht. Der Artikel erschien zuerst beim Umweltzentrum Braunschweig e.V. Wir veröffentlichen den Text mit freundlicher Genehmigung der Eulenfreunde:

Hoffnungen auf neue EU-Verordnung?

10. November 2025

Der Naturschutz sieht sich heute mehr denn je in Frage gestellt. Die guten Jahre liegen hinter uns, sagen manche Insider aus Naturschutzbehörden und -vereinigungen.

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Hessischer Rundfunk hetzt gegen Reinhardswald-Windkraftkritiker

Wird der Bürger unbequem, ist er plötzlich rechtsextrem!

Die nachfolgende Pressemitteilung des Naturschutzverbandes „Naturschutzinitiative e.V.“ zeigt deutlich, wie  ideologisch verkommen Teile des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks geworden sind, entgegen des gesetzlichen Auftrags. Hier geht es um den Hessischen Rundfunk, der auf seinem Programmplatz „Hessenschau“ am 30. Okt. 2025 unverhohlen gegen Windkraftgegner hetzte, die sich gegen riesige Windkraftanlagen im Naturpark Reinhardswald (auch Grimmscher Märchenwald genannt) positionierten. Es handelt sich um Hessens größtes geschlossenes Waldgebiet, in dem vor allem Buchen und Eichen wachsen. Das Regierungspräsidium Kassel hat die Genehmigung für den Bau und den Betrieb von 18 Windkraftanlagen erteilt. Merke: Windkraftgegner befinden nach Lesart des Hessischen Rundfunks in einer „Allianz aus vorgeblichen Naturschützern, Kommunalpolitikern, Querdenkern und Rechtsextremen“. Für dieses Machwerk müssen auch noch Zwangsgebühren bezahlt werden!

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Prof. Dr. Fritz Vahrenholt zur UN-Klimakonferenz 2025 in Belem

Im brasilianischen Belem tagt zur Zeit die UN-Klimakonferenz 2025 (COP30). Wenige Tage vor dem Beginn der Konferenz wurde vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen die diesjährige Emissions Gap Report veröffentlicht, demnach soll die die Erde selbst bei Einhaltung aller gegenwärtigen Klimaschutzzusagen bis 2100 auf eine Erwärmung von 2,3 bis 2,5 Grad Celsius zusteuern. Erklärtes Ziel der UN-Konferenz ist es, die Erderwärmung auf „deutlich unter 2 Grad Celsius“ und möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Wo allerdings der Erd-Thermostat für diese Regelung im Zehntelgradbereich zu finden ist, wurde nicht genannt. Der Finanzmittelbedarf der Entwicklungsländer sei 12- bis 14-mal so hoch wie die tatsächlich zugesagten Investitionen der Industrieländer , um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen Es geht also ums Geld. Ob sich „das Klima“ (welches der vielen Klimate auf der Erde?) auch daran „anpassen“ wird, ist eine andere Frage. Nicht von ungefähr bezeichnen Klimaskeptiker und Spötter den Tagungsort der Klimakonferenz Belem schon als Ort von „Plemplem“. Der politische Klimaalarmismus wird schon längst nicht mehr von allen Staaten unterstützt. Aber Deutschland will  aus klimaideologischen Gründen bis 2045 „klimaneutral“ sein, mit Energie aus Wind und Sonne, aber nur eine Illusion, es wird nicht funktionieren und für alle Bürger sehr teuer werden. Nachstehend veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung den aktuellen Beitrag von Prof. Dr. Fritz Vahrenholt:

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Optische Täuschung: der Supermond am 05. November 2025

Supermond bei Emden – Foto: Eilert Voß/Wattenrat

Der Mond erreichte auf seiner Umlaufbahn am 05. November 2025 den erdnächsten Punkt und erschien dadurch, als er über dem Horizont stand, nur scheinbar riesig. Das Phänomen nennt man „Mondtäuschung“. Wattenratmitarbeiter Eilert Voß hat den Scheinriesen frühmorgens bei Emden fotografiert.

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Ein guter Dreh? Windenergieanlagen im Wald, von Prof. Dr. Herbert Zucchi

Foto: Manfred Knake

Nun sind es die Wälder, oder besser überwiegend die Forsten, die unter die Windräder geraten. Großflächige Rodungen, der Bau von schwerlastfähigen Zugangsstraßen und Bodenversiegelungen mit tausenden Tonnen Stahlbeton für die Fundamente machen aus ehemals ruhigen Wäldern Industriestandorte. In Brand geratene Windkraftanlagen können beim Vollbrand wegen der Höhe nicht gelöscht werden, weit umherfliegende brennende Trümmerteile der Rotoren erhöhen die Waldbrandgefahr. Die weggeschleuderten Rotorteile enthalten Kunststofff-Mikrosfasern, die den Boden verunreinigen. Eine anschließende gründliche Bodensanierung wie auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ist im Wald nicht möglich. Zum Thema Windkraft im Wald erschien in der Zeitschrift Nationalpark, Heft 1/2025, ein Beitrag von Prof. Dr. Herbert Zucchi, emeritierter Professor für Zoologie und Tierökologie, hier veröffentlicht und verlinkt mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Nationalpark-Redaktion:

Ein guter Dreh? Windenergieanlagen im Wald

Zu den vielfältigen Funktionen des Waldes ist seit einigen Jahren eine neue hinzugekommen:Er soll verstärkt als Standort von Windenergieanlagen dienen. Das Ökosystem des Waldes wird dabei auf vielerlei Weise und zum Teil irreparabel geschädigt. VON HERBERT ZUCCHI

[…] Letztlich bedeuten WEA im Wald, dass die Ziele des Naturschutzes, wie sie im § 1 des Bundesnaturschutzgesetzes formuliertsind – nämlich Schutz der biologischen Vielfalt, Sicherung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts und Sicherung von Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie des Erholungswertes von Natur und Landschaft – komplett auf den Kopf gestellt sind. So wird bei den Genehmigungsverfahren auch die permanente Störung und Zerstörung der Wälder über den reinen Bau der WEA und der Zuwege nicht berücksichtigt, alles legitimiert durch „überragendes öffentliches Interesse“ und „öffentliche Sicherheit“. Naturschutz war gestern. […]

Den vollständigen Artikel können sie hier als .pdf weiterlesen: Ein guter Dreh?

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Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE): Ursula Heinen-Esser (CDU) ist neu gewählte Präsidentin des Lobbyverbandes

Ursula Heinen-Esser-Foto: StagiaireMGIMO – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=113374090

Ursula Heinen-Esser ist neu gewählte Präsidentin des Lobbyverbandes Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE). Sie ist die Nachfolgerin von Simone Peters (B90/Die Grünen), früher Landesministerin für Umwelt, Energie und Verkehr im Saarland-und Mitglied im BUND und NABU. Heinen-Esser war vom 29. Mai 2018 bis zu ihrem Rücktritt am 7. April 2022 Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

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