
Unsachgemäßer Rückbau vor dem Repowering: Windpark Utgast/LK Wittmund, alte Schmierstoffe aus einer abgängigen Tacke-Anlage werden verbrannt (2017) – Foto: Archiv Wattenrat
„Mit Wind und Sonne unabhängig von Gas und Öl werden“ lautet die Parole der Erneuerbaren-Lobby und einiger Politiker. Nach dem Angriffskrieg Israels und der USA auf den Iran mit der Folge der explodierenden Ölpreise verfängt diese Parole beim uninformierten Medienkonsument, „Propaganda für das Heer der Nichtinformierten“, wie Kritiker sagen. Von diesen Lobbyisten und Desinformanten wird zunächst verschwiegen, dass Energie aus Wind und Sonne volatil ist.
Der Strom kann nur dann in ein bestehendes Stromnetz, das von Wärmekraftwerken mit 50 Hertz Netzfrequenz stabil gehalten wird, eingespeist werden, wenn der Wind ausreichend weht oder die Sonne intensiv scheint, eigentlich eine Binse. Zudem ist teurer steuersubventionierter Strom aus Wind- oder Solarenergie nicht grundlastfähig und wird nicht bedarfsgerecht eingespeist.
Zum Öl und den Schmierstoffen: Auch Windkraftanlagen benötigen im wahrsten Sinne des Wortes zum reibungslosen Betrieb Schmierstoffe. Die Suchmaschinen listen eine Fülle von Links zum erheblichen Schmierstoffverbrauch auf.
Windkraftanlagen mit Getriebe benötigen spezielles Getriebeöl, die Rotorbremse wird mit Hydrauliköl geschmiert, die Verstellung der Rotorflügel (Pitch) benötigt ebenfalls Schmierstoffe. Für das Hauptlager (Rotorlager) und den Drehkranz wird ein Hochleistungsfett verwendet. Zusätzlich sind Korrosionsschutzmittel ein Muss. Ein Teil des Öls muss regelmäßig ausgetauscht werden. Die Mengen aller verwendeten Schmierstoffe je Anlage sind nicht unerheblich, hier am Beispiel einer 3-MW-Anlage: „Eine Lebenszyklusanalyse des Herstellers weist für diese Anlagen einen Verbrauch von 1,27 Tonnen!! Schmierstoffe pro Windturbine aus. Außerdem sind 13 Tonnen! Schmiermittel für den Transformator nötig. Diese Analyse beruht auf der Annahme, dass die Windräder 20 Jahre betrieben werden.“
Im Langzeitbetrieb gelangen Schmierstoffe in die Umwelt auf und belasten die umliegenden Böden oder das Meer. Die Fette oder Öle kann man an alten Anlagen sogar sehen, wenn sie aus Undichtigkeiten am Mast herunterlaufen.

Fett aus dem Drehkranz einer Tacke TW-600 -Foto: Manfred Knake/Archiv Wattenrat
Fazit: Auch die angeblich so umweltfreundlichen Windkraftanlagen benötigen Schmierstoffe auf Mineralölbasis in erheblichen Mengen und schleudern diese auch bei Alterung in die Umwelt.
Dazu kommt das weitgehend ungelöste Problem der Entsorgung oder Recycling von abgängigen Rotoren aus Verbundstoffen und der enorm aufwändige Rückbau der Fundamente aus Stahlbeton. In ein paar Jahren werden auch tausende Windkraftruinen auf See mit ihren Fundamenten auf die kostspielige Demontage warten.