
Quelle: Ansgar Walk, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1257065
Der Wattenrat berichtete am 26. Jan. 2026:
Windkraft offshore: Die Nordsee als „grünes Kraftwerk Europas“? 3. Nordseekonferenz in Hamburg
Dazu ein Nachtrag zur Glaubwürdigkeit der Energiepolitik von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) im Nachgang zum Nordsee-Offshore-Gipfel vom 26. Jan. 2026:
Nordwest Zeitung in Oldenburg vom 26. Januar 2026: „Nordsee als ´grünes Kraftwerk Europas` […] Mit dem konsequenten Ausbau und der intelligenten Vernetzung von Offshore-Energie schaffen wir bezahlbare, saubere und sichere Energie, reduzieren strategische Abhängigkeiten und erhöhen die Resilienz Europas insgesamt“, sagte [die Bundeswirtschaftsministerin] Reiche.
Und das nur wenige Tage später:
Berliner Morgenpost, 27. Januar 2026
„[…] Es ist eine Einschätzung, die für Irritationen sorgt: Gerade erst verkündete Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) auf dem dritten Nordsee-Gipfel in Hamburg Milliarden-Investitionen in Windkraftanlagen in der Nordsee. Da zieht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Handbremse: Windenergie bezeichnete er auf dem Gipfel als „Übergangstechnologie“. Sein Fokus liege woanders. […]“
Internetportal Golem, 29. Jan. 2026:
„Merz erklärt Windenergie zur Übergangstechnologie […] Diese Einschätzung äußerte Merz kurz nachdem er gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und anderen Regierungschefs – unter anderem aus Belgien, Dänemark, den Niederlanden und Norwegen – auf dem dritten Nordsee-Gipfel in Hamburg milliardenschwere Investitionen in neue Windkraftanlagen in der Nordsee angekündigt hatte. […]“
Die „milliardenschwere Investitionen“ sind aber Teil des Schulden-„Sondervermögens“.
Jetzt, wo die Gasspeicher sich rapide mit einem Füllstand von derzeit nur noch 40 Prozent leeren (deutlich weniger als in den Vorjahren, als noch Gas aus Russland kam – und ab 20 Prozent wird nicht mehr gefördert), es ohnehin nicht genügend Gaskraftwerke als Regelkraftwerke für die Sicherung der Netzstabilität des nur volatil eingespeisten Wind- oder Solarstrom gibt und der Winter noch lange nicht zu Ende ist, bekommt man in der Politik wohl kalte Füße. Dann war der Hamburger Offshore Nordseegipfel (die Nordsee als „grünes Kraftwerke Europas“) wohl nur eine politische Show-Veranstaltung für die Branche der „Erneuerbaren“.