2. November 2012

Hurrikan „Sandy“: alles relativ, kein „Klima“, nur Wetter

Andreas Achenbach (1815-1910): Sturm an der Mole

Hurrikan „Sandy“ suchte die Ostküste Nordamerikas heim-und die Katastrophenjournaille. Es las sich in vielen als „seriös“ geltenden Gazetten wie ein filmisches Roland-Emmerich-Endzeit-Szenario, übwerwiegend mit dem Fokus auf die USA und New York, obwohl auch andere Länder in Nordamerika betroffen sind: Ein Sturm „höchster Kategorie“ soll es gewesen sein, ein „Monstersturm“, „Tsunamiewellen“ wurden vorausgesagt. Wahr daran ist, dass der vermenschelte „Sandy“ bisher über 170 Tote forderte und immense Schäden an Holzhäusern, Freileitungen und an der Infrastruktur anrichtete. Schäden dieses Umfangs sind in unseren Landen bei Stürmen der „Sandy“-Stärke eigentlich nicht zu erwarten.

In den USA und anderen Ländern der Ostküste fehlt aus Kostengründen oft ein ausreichender Hochwasserschutz. An den niederländischen und deutschen Küsten stehen, gebaut aus leidvoller Erfahrung, sehr hohe Deiche als Bollwerk gegen das Hochwasser. Niemand würde auf den Gedanken kommen, an der Nordseeküste in unmittelbarer Wassernähe ohne schützende Deiche ein Holzhaus als Domizil zu errichten. Stromleitungen, die die Häuser mit Strom versorgen, werden in Nordamerika überwiegend als Freileitungen verlegt und werden so leicht zum feuerzündenden Spielball der Elemente. Anschließend dauert es Wochen, bis die Stromversorgung wieder gesichert ist. Jetzt, vor dem Winter, wird das auch intakt gebliebene Häuser und Wohnungen nur mit erheblichen Einschränkungen bewohnbar machen, Heizung und Licht fehlen.

Die Klimaalarmisten frohlockten ob des Sturmes: Das seien bereits die „Auswirkungen des Klimawandels“, hieß es in den Medien. Auch das ist an den Haaren herbeigezogen. Hurrikan „Sandy“ erreichte in der Karibik Spitzengeschwindigkeiten von maximal 170 km/h und in den USA 140 km/h  und rangiert damit an unterster Stelle von 1-5 der Hurrikan-Skala (Saffir–Simpson Hurricane Scale). Belastbare Zahlen über eine Häufung von Stürmen oder Hurrikans gibt es nicht. Allerdings beklagen die Versicherer eine Häufung von Schadensfällen durch Stürme, was daran liegt, dass immer mehr versicherte Werte auch in Küstenregionen geschaffen werden.

Zum Vergleich: Der stärkere Orkan „Kyrill“, der sich anfänglich über Neufundland zusammenbraute, wütete am 18. und 19. Januar 2007 über Europa. Er erreichte Spitzengeschwindigkeiten von 225 km/h. Insgesamt forderte er 47 Todesopfer in Europa und richtete teilweise schwere Sachschäden an, die Nordseeküste kam vergleichsweise glimpflich davon.

Ausführliche Betrachtungen und Recherchen zu „Sandy“ sind bei der „Nachrichtenpolizei“ nachzulesen:

Hurrikan “Sandy”: Der mediale Supersturm

Sandy entzaubert: Historie schwerer Hurrikane an der Ostküste der USA

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