3. März 2015

In eigener Sache: Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer in der Zeitschrift „Nationalpark“

Seehund im Dolllart, Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, Foto (C): Eilert Voß

Seehund im Dolllart, Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, Foto (C): Eilert Voß

In eigener Sache, aber nicht nur:

Reiner Schopf und ich haben uns erlaubt, für die Zeitschrift „Nationalpark“ einen Zustandsbericht über den sonst hochgelobten „Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer“ im „Weltnaturerbe“ zu schreiben: „Fünf Jahre Weltnaturerbe“; keine PR-Kosmetik, wie sie sonst oft verbreitet wird, sondern Fakten, mit 10 ausgewählten Beispielen. Den Leserinnen und Lesern der Wattenrat Seiten ist das seit langem bekannt. Reiner war mehr als dreißig Jahre lang Inselvogt auf der Vogelinsel Memmert und hauptamtlicher Nationalparkranger. Unser Mitstreiter Eilert Voß, der sich als Jagdkritiker mit seinen Fotodokumenten zur Zugvogeljagd einen Namen gemacht hat, lieferte einige eindrucksvolle Fotos zum Beitrag. Ich selbst war fünf Jahre Mitglied des Nationalparkbeirates und 20 Jahre lang ehrenamtlicher Landschaftswart an der Küste. Denjenigen, die dieses marode Großschutzgebiet im „Weltnaturerbe“, das eigentlich weitgehend ein etikettenbeklebter Freizeitpark ist, immer noch aus der Distanz schön schreiben, wird der Artikel sicher nicht gefallen…

Zweimal Salzwiesen im “Weltnaturerbe” Wattenmeer am südlichen Dollart: Die senkrechte gelbe Linie ist die Staatsgrenze bei Neustaatensiel, links Niederlande, rechts Deutschland. In den Niederlanden bleiben die Salzwiesen sich weitgehend selbst überlassen und entwickeln sich naturnah, mit großen künstlichen Grabenabständen. In Deutschland ist diese Salzwiese völlig überweidet und wird mit einem engen Grabensystem entwässert, dadurch trocknet sie aus.

Zweimal Salzwiesen im “Weltnaturerbe” Wattenmeer am südlichen Dollart: Die senkrechte gelbe Linie ist die Staatsgrenze bei Neustaatensiel, links Niederlande, rechts Deutschland. In den Niederlanden bleiben die Salzwiesen sich weitgehend selbst überlassen und entwickeln sich naturnah, mit großen künstlichen Grabenabständen oder mit natürlichen Prielen. In Deutschland ist diese Salzwiese völlig überweidet und wird mit einem engen künstlichen Grabensystem entwässert, dadurch trocknet sie aus und wird eintönig. Andere, nicht beweidete Salzwiesen, die ebenfalls entwässert werden, überwuchern mit Quecke.

Der Beitrag ist im aktuellen Heft 167/2015 der Zeitschrift erschienen, Eva Pongratz als Chefredakteurin hat das Editorial dazu geschrieben. Beide Beiträge sind als .pdf-Datei abrufbar: Editorial und Fuenf_Jahre_Weltnaturerbe.

Manfred Knake

PS: Die Bildunterschrift zu Langeoog ist im Artikel missverständlich, sie muss richtig heißen: Fährhafen Bensersiel: Besucherandrang vor der Abfahrt zur Insel Langeoog im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

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