17. Februar 2011

Der Handel mit heißer Luft: CO2-Endlager in Ostfriesland?

Wasserdampf, nicht CO2, entweicht diesem Kühlturm. In den Medien wird daraus regelmäßig der „Klimakiller CO2“.

Die neueste Sau im ostfriesischen Dorf heißt CCS, oder ausgeschrieben Carbon Dioxide Capture and Storage. Damit ist die unterirdische Verpressung des CO2 gemeint. CO2 füllt seit Jahren die Medienberichterstattung als angeblicher „Klimakiller“ oder gar „Klimagift“, weil der menschliche Anteil am CO2 das Klima verändern soll. Und das ist wissenschaftlich höchst umstritten. In der veröffentlichten Meinung kommen überwiegend die politisch korrekten Wissenschaftler oder Institute zu Wort, die die Klimaapokalypse predigen und dafür Forschungsmittel bekommen. Andere Wissenschaftler, und das sind entgegen anderslautender Berichte nicht wenige, halten das für puren Unsinn: Die Sonne steuere das Klima auf der Erde, der CO2-Anteil in der Luft sei die Folge der Erderwärmung (oder Abkühlung) durch die Sonne, und nicht die Ursache. Die Skeptiker der CO2-Ursache werden häufig diffamiert, der Höhepunkt dieser Kampagne war der Begriff „Klimaleugner“ u.a.  durch die Grünen im Bundestag, die diese Wissenschaftler wohl mit der gezielten Wortwahl in die Ecke der Holocaustleugner stellen wollten.  Das bekannteste „politisch korrekte“ Institut mit ständiger Verbreitung der Endzeitstimmung ist das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK), bezahlt vom Bund und den Ländern, also der Politik.

CO2 ist Bestandteil der Atemluft und kommt darin mit einem Anteil von 0,039 vol% vor (nullkommanulldreiacht Volumenprozent!). Mit CO2 soll nun seit Kyoto gehandelt werden. Das Prinzip ist simpel und nennt sich Cap & Trade. Eine Obergrenze (Cap) legt fest, wie viel angebliches Treibhausgas in einem bestimmten Zeitraum ausgestoßen werden darf. In dieser Höhe werden vom Staat Emissionsberechtigungen an Unternehmen der Industrie und der Energiewirtschaft ausgegeben. Will ein Unternehmen Treibhausgas ausstoßen, muss es hierfür Rechte besitzen. Die Unternehmen können die Berechtigungen gegen Bares einlösen oder damit handeln (Trade). Die Europäische Union führte 2005 den Emissionshandel für Unternehmen ein. In Deutschland ist die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt zuständige Behörde für den Emissionshandel. Kurz gesagt, ein lukrativer internationaler Handel mit heißer Luft, der davon ausgeht, dass CO2 tatsächlich das Klima verändert, und das ist zunächst eine politische, und keine wissenschaftliche Aussage.

Eine Möglichkeit der CO2-Vermeidung ist das Verpressen des CO2 in unterirdische Speicher, und das ist im Gegensatz zur völlig harmlosen Konzentration des CO2 in der Atemluft höchst gefährlich (.pdf: CCS Sep 2010 ). In hohen Konzentrationen ist das CO2 tödlich. Wenn aus unterirdischen Speichern durch Leckagen das Gas entweicht, kann das für die Umgebung fatale Folgen haben. Greenpeace-Mitarbeiter, die Vorreiter für die Industriealisierung mit angeblich „ökologischen“ und „klimafreundlichen“ Windkraftwerken auf See, haben nach zähen Nachfragen bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover herausgefunden, wo denn nun die geeignetsten Lagerstätten für die unterirdisches CO2-Verpressung zu finden sind (.pdf hier: CO2-Endlager). Nach vielen Anfragen bekamen sie eine Antwort: im Nordwesten der Republik, also in Ostfriesland.

Schon 2009 hatte das BGR Untersuchungen in Ostfriesland auf Eignung von Lagerstätten in Salzstöcken durchführen lassen. Auffällig tief flogen damals Hubschrauber mit einer torpedoähnlichen Messsonde über Land und zeichneten die Bodenstrukturen auf. Warum, hatte das BGR in einer  Pressemitteilung vom 08. Okt. 2009 ausführlich erläutert, nur kamen die CO2-Endlager darin nicht vor. Ein bezeichnender Satz darin:

In einem einheitlichen Standard soll diese Befliegung unter Mitwirkung der Bundesländer auf weitere Teile Deutschlands ausgedehnt werden. Die dabei entstehenden dreidimensionalen Datenbestände sind vielfältig nutzbar und von bleibendem Wert für Forschung und Landesplanung.

Die nun bekanntgewordenen potenziellen Lagerstätten führten zu einem Sturm der Entrüstung, angefangen beim niedersächsischen Ministerpräsidenten McAllister, über den Naturschutzverband BUND bis zu Lokalpolitikern der Region:

Ostfriesen Zeitung, online,  15. Februar 2011

Aurich

McAllister gegen CO2-Endlager

VON MICHAEL ZABKA

Niedersachsens Ministerpräsident erteilte Plänen zur Kohlendioxid-Speicherung gestern in Aurich eine klare Absage. „Ich bin von dieser Technologie nicht überzeugt“, sagte der CDU-Politiker. Besonders Ostfriesland gilt als möglicher Standort. […] Vor hohen Risiken für Mensch und Tier bei der CO2-Speicherung warnte auch der Umweltverband BUND in Niedersachsen und Bremen. Die neue CCS-Technologie mit der unterirdischen Verpressung des Gases könne nach einer Studie zur Versalzung des Grundwassers führen und Leckagen oder Erdbeben auslösen, teilte der BUND gestern mit. „Die Kohlendioxid-Speicherung dient lediglich dazu, klimaschädliche Kohlekraftwerke länger am Leben zu halten und ihnen ein grünes Image zu verschaffen“, wird der stellvertretende BUND-Geschäftsführer Stefan Ott zitiert.

Allen Kritikern ist aber gemeinsam, dass sie bisher alle mit in das Klima-Endzeithorn geblasen haben, das CO2 verteufelten und als klimawirksame Alternative die Windenergie propagierten, obwohl gerade die unstete Windenergie auf Regelkraftwerke, also Atom-, Kohle-, oder Gaskraftwerke angewiesen ist. Die Windkraft kann nur in ein vorhandenes stabiles Stromnetz durch Wärmekraftwerke einspeisen. Bei Leistungsabfall von Windkraftwerken, und das geschieht häufig, müssen Wärmekraftwerke sofort einspringen und den Leistungsabfall kompensieren, und das kostet zusätzliche Ressourcen und verursacht zusätzliches CO2. Die Faustregel heißt 1 MW installierte Windkraftleistung zu 1 MW Regelleistung aus Wärmekraftwerken!

Ein ostfriesischer Lokalpatriot, der Vorsitzende der Partei der „Friesen“, verglich gar die Auswahl Ostfrieslands für die mögliche CO2-Endlagerung mit dem schändlichen Umgang der heutigen USA mit den Indianern. In der Oldenburger Nordwest-Zeitung vom 16. Februar 2011 lamentierte er in einem Interview:

„Wenn so ein Vorhaben in den USA im Gebiet einer Minderheit – beispielsweise in einem Indianer-Reservat – geplant würde, wäre die Empörung riesengroß. Auch wir Friesen sind eine nationale Minderheit. Wir leben von der Landwirtschaft, dem Tourismus. Selbst unter dem Wattenmeer als Weltnaturerbe soll das klimaschädliche Treibhausgas eingelagert werden. […] Kohle wird doch weltweit oft dort billig eingekauft, wo unter unmenschlichen Bedingungen gefördert wird. Das ist Strom aus „Blutkohle“ –  und wir sollen den Müll dann abbekommen. Dabei sind wir Ostfriesen längst auf einem Weg zu einer vorbildlich sauberen Energiegewinnung. Auch deshalb haben wir Ostfriesen kein Verständnis für rückständige Methoden. […]

Nun, bei den ostfriesischen „Ureinwohnern“ ist die Empörung sicher auch groß, nur ist und war der Umgang der Zentralregierung in Hannover mit den Ostfriesen nicht annähernd so rigide wie die der USA mit ihren Ureinwohnern, im Gegenteil. Und auch die Nichtostfriesen, die hier wohnen, würden bei einem Leckageunfall betroffen sein, CO2 in hoher Konzentration wirkt eben nicht friesenspezifisch. Der Herr Friesen-Vorsitzende, und da ist er sicherlich nicht allein,  hat in seiner lokalpatriotischen Windkrafteuphorie zudem überhaupt nicht verstanden, dass Windkraftanlagen ohne Kohle- oder Gaskraftwerke (und Atomkraftwerke) nicht ins Netz einspeisen können, weil nur in ein vorhandenes stabiles Stromnetz überhaupt Windstrom (oder Solarstrom) als additive, nicht alternative Energie, eingespeist werden kann. Zusätzlich muss Regelenergie aus Wärmekraftwerken bereitgestellt werden, um den unsteten Windstrom zu puffern, auch das verursacht zusätzlich das böse CO2.

Man kann also nachlesen, welche argumentative Verheerungen die jahrelange Propaganda mit dem Klima-Hype in den Köpfen angerichtet hat, daran ist sicherlich nicht das CO2 schuld, das nach den Worten des Windturbinenherstellers Aloys Wobben von der Auricher Firma Enercon sogar „Krebs“ verursachen soll. Genauso gut könnte man Wolken einfangen und unterirdisch lagern, weil diese Wasserdampf enthalten. Wasserdampf gehört tatsächlich zu den wetter- und klimabeeinflussenden Gasen und wird ersatzweise für das unsichtbare Kohlendioxid gerne aus Kühltürmen weiß kondensierend auf Pressefotos der Öffentlichkeit als angeblich „klimaschädliches“ CO2 verkauft, professioneller und tatsächlich unabhängiger Journalismus ist eben selten geworden.

Das CO2 sollte man doch besser da belassen, wo es hingehört: in die Atemluft mit 0,038 Prozent Anteil. Der menschengemachte CO2-Anteil daran soll, hoch gerechnet, 2 Prozent betragen, was einen anthropogenen Anteil am CO2-Ausstoß von 0,00076 Prozent ergibt, und das soll das Klima „killen“?! Seit den Forschungen von Svensmark ist zudem bekannt, dass die Sonne und die Wolken das Klima auf der E rde steuern, nicht aber das aus reinen Profitgründen verteufelte Spurengas C02: „Das Geheimnis der Wolken„. Ökonomisiertes und handelbares CO2 in Endlagerstätten wird weder das Wetter noch das Klima verändern. Heiße Luft lässt sich nun  durch politisch-ideologische Vorgaben zu Geld machen, wobei die Sicherheit und Lebensqualität der Anwohner wissentlich gefährdet wird.

Links:

850 Peer-Reviewed Papers Supporting Skepticism of „Man-Made“ Global Warming (AGW) Alarm

Global Warming – Scientific Controversies in Climate Variability
International seminar meeting at The Royal Institute of Technology (KTH), Stockholm, Sweden
September 11-12th 2006
 
* Weltwoche, 28.03.2007:  Richard S. Lindzen: «Ich hoffe, das hört bald auf»

Der CO2-Schwindel -Eine These wird zur politischen Ideologie – Ein Kommentar

* Berner/Streif: Klimafakten

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