27. Mai 2019

Langeooger Klimaklage gegen die EU gescheitert

Die Insel Langeoog im Jahr 1805; dreigeteilt, mit Küstenschutzmaßnahmen im 20. Jahrhundert festgelegt. Karte: K.L. Le Coq

Ein Kommentar von Manfred Knake

Irgendwann trifft´s jeden, auch die Folgen des Wetters und dann vielleicht auch die Klimafolgen nach 30 Jahren Wetteraufzeichnung. Nun hat der Klimawandel das gegen die EU klagende Ehepaar Recktenwald von der Insel Langeoog getroffen. Vor einem EU-Gericht sind sie gescheitert. Was das Langeooger Ehepaar mit Unterstützung von „German Watch“ als „Klimaklage“ gegen die EU und den Klimawandel ablieferte, ist eine Posse für Leute, die sich die Hose mit der Kneifzange zumachen. Die Luxemburger Richter wiesen den Antrag als unzulässig ab. Der Klimawandel werde wahrscheinlich jeden treffen, so der Beschluss des Gerichts. Die Kläger könnten nicht nachweisen, dass ihre individuellen Grundrechte auf besondere Weise beschnitten würden. Der Antrag sei deshalb als unzulässig abzuweisen.

Ob der Klimawandel, den es bekanntlich (oder nicht?) nicht erst seit heute gibt, wirklich „jeden treffen“ werde, wie die Luxemburger Richter weissagten, bleibt abzuwarten. Die Wetterdienste können das Wetter nur für ca. 5 Tage eingermaßen verlässlich vorhersagen, ca. 70 Prozent richtig soll die Trefferquote bis dahin sein.  Beim Klima dürften die Vorhersagen schon wesentlich ungenauer und schwieriger, wenn nicht gar unmöglich werden, auch für scheinbar unfehlbare Richter. „Klima“ ergibt sich erst aus einer Wetteraufzeichnung über 30 Jahre in einer bestimmten Region, ein statistischer Wert, den man, legt man den Verstand als Maßstab an, nicht „schützen“ kann. Man müsste – logischerweise – zunächst das Wetter schützen können. Aber diese Feinheiten gehen in der derzeitigen politischen und medialen Hysterie und Panikmache unter, bringt aber Wählerstimmen vor allem für die Populisten der Grünen.

Wollnashorn

Lebte während der Weichsel-Kaltzeit auf dem damals trockenen Nordseegrund: Wollnashorn, ein reales Opfer des abrupten Klimawandels, nach der Eiszeit ausgestorben. Ausstellungsort Texel, Info-Zentrum Ecomare/NL – Foto (C): Manfred Knake

Die Gerichtskosten wurden den Klägern auferlegt. Das wird die Recktenwalds nicht ärmer machen, sie bekamen für ihre Bemühungen um das Klima (welches eigentlich?) schon einen Klimapreis von 10.000 Euro von der Zeitung „Die Zeit“, der sie auch für die Talk-Shows fit machte. Die Recktenwalds sorgen sich auch um den angeblich dramatisch steigenden Meeresspiegel, der ihre Insel im Wattenmeer zu verschlingen drohe. Der Meeresspiegel, auch vor Langeoog, steigt aber seit dem Ende der Weichsel Kaltzeit vor ca. 12.000 Jahren. Damals lag die Nordsee trocken, der Meeresspiegel bis zu 120m tiefer als heute. Der heutige Nordseegrund war besiedelt, Jäger und Sammler konnten zu Fuß auf die heutige Britische Insel wandern. Auf dem heutigen Meeresgrund lebten Riesenhirsche, Rentiere, Wollnashörner und Mammuts. Derzeit steigt der Meeresspiegel laut Universität Siegen mit 1,7 mm im Jahr oder 17 cm im Jahrhundert, das ist weniger als im vergangenen Jahrhundert. Er steigt auch nicht beschleunigt an, so die Pegel Norderney und Cuxhaven. Das einzige, was dramatisch steigt, ist der Klimahype, bis zum Irrsinn, faktenfrei gepushed von den Mainstream-Medien und neuerdings von Greta T. und ihren Demo-Jüngern. Und ohne teure Küstenschutzmaßnahmen gäbe es die Heimatinsel der Recktenwalds gar nicht mehr. Wind und Wellen hätten auch die ostfriesische Insel Langeoog längst zerteilt oder untergehen lassen. Im 19. Jahrhundert bestand Langeoog aus drei Teilen. Der Steuerzahler hat die Insel und damit auch den gastronomischen Betrieb der Recktenwalds mit ständigen enorm teuren Strandaufspülungen und Dünenreparaturen gerettet.

Nordwest Zeitung, Oldenburg/NDS, 23. Mai 2019

EU Soll Gegen Klimawandel Handeln
Familie von Langeoog mit Klima-Klage gescheitert

Ist der steigende Meerespegel eine individuelle Bedrohung? Das EU-Gericht weist die Klage einer Familie aus Langeoog ab – mit einer verblüffenden Begründung.

Luxemburg Eine Familie von der Nordsee-Insel Langeoog und neun Gleichgesinnte sind mit ihrer Klage für schärfere Klimaziele vor dem EU-Gericht gescheitert. Die Luxemburger Richter wiesen den Antrag als unzulässig ab, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. […]

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