
Norderneyer Wattfahrwasser, Krabbenfang mit einem Grundschleppnetz im Nationalpark Wattenmeer – Foto: Eilert Voß/Wattenrat
Endlich bewegt sich wieder etwas zur Einschränkung der Fischerei mit Grundschleppnetzen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, 40 Jahre (!) nach Einrichtung des Großschutzgebietes. Der Wattenrat hatte schon vor Jahren auf die Unvereinbarkeit der Grundschleppnetzfischerei mit den Zielen eines Nationalparks hingewiesen, Landes- und Bundespolitiker saßen das Thema bisher aus und unterstützten die Fischereibetriebe. Der World Wide Fund for Nature (früher World Wildlife Fund) legte aktuell ein Konzept für fischereifreie Zonen vor. Der „Fischereidialog“ hatte bereits 2025 begonnen.
12. Febr. 2026: WWF legt Vorschläge für fischereifreie Zonen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer vor / „Krabbenfischerei gehört zur Nordseeküste dazu, doch der Meeresboden braucht Zonen, wo er in Ruhe gelassen wird.“ Wie lassen sich traditionelle Krabbenfischerei und Schutz des Nationalparks und Weltnaturerbes Wattenmeer miteinander vereinbaren? In Niedersachsen diskutieren Landesbehörden, Krabbenfischer, und Umweltverbände derzeit über die Einrichtung fischereifreier Zonen. Nun hat der WWF seine Vorschläge für fischereifreie Gebiete vorgelegt, damit auch unter Wasser wieder ein vielfältiges und natürliches Ökosystem entsteht. […] https://www.wwf.de/2026/februar/watt-mutt-dat-mutt

Enorme Beifangmengen auf einem Krabbenkutter, der Beifang im Verhältnis ca. 8:1 (ca. 8 Teile Beifang für ein Teil Krabben) geht tot oder verletzt wieder über Bord. – Foto: Archiv Wattenrat
Es bleibt abzuwarten, wie die Ergebnisse der Verhandlungen aussehen werden. Hier geht es zum Hintergrundpapier des WWF-Vorschlags (.pdf) für fischereifreie Gebiete im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.