Dokumentarfilm: „Wenn der Wind sich dreht – Deutschlandweite Windkraft-Doku“

Bearbeitet und ergänzt am 11. Aug. 2026

Zum Ansehen empfohlen:

Video: Wenn der Wind sich dreht – Deutschlandweite Windkraft-Doku

von: indieGene, proVogtlandschaft e.V., Andreas Schuster

In der Doku werden deutschlandweite Kritiken an der Windenergienutzung mit der Auswirkung auf Menschen und Natur und Landschaft vorgestellt.

Prof. Dr. Vahrenholt fordert darin das Ende des Erneuerbare-Energien- Gesetzes (EEG), Rechtsanwalt Thomas Mock spricht über die Übergewinne der Windkraftbetreiber, NABU-Mitglieder aus Ganderkeese/LK Oldenburg kommen auch zu Wort, obwohl der NABU eine dubiose Rolle beider Energiewende spielt – und viele weitere. Thema sind auch die Habeckschen Windkraft-Beschleunigungsgesetze. Die Rolle der  Medien, die in der Regel einseitig unkritisch über  „Klima“ und die Windkraftnutzung berichten, wird in der Doku deutlich angesprochen.

Die niedersächsische Küste fehlt

Windpark Wybelsumer Polder am Dollart bei Emden, gebaut in einem „faktischen Vogelschutzgebiet“ – Foto: Eilert Voß/Wattenrat

In der Doku fehlt aber die niedersächsische Nordseeküste mit ihren riesigen Onshore-Windparks in ehemaligen Zugvogellebensräumen, in unmittelbarer Nähe von EU-Vogelschutzgebieten und dicht am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Auch 100.000 Windkraftanlagen in Deutschland werden nicht zur Versorgungssicherheit beitragen können, Windpark Arle /LK Aurich und Umgebung, Ostfriesland, Foto (C): Peter Gauditz, Hannover

Zudem befinden im EU-Vogelschutzgebiet zwischen Norden und Esens die Anlandungspunkte der Stromleitungen aus den Offshore-Windenergiefeldern, die große Flächen in Anspruch nehmen. Auch die Konverterstationen für den angelandeten Offshore-Windstrom nehmen große Flächen ein, wie im Widdelswehrer Hammrich  bei Emden, der zuvor Grünland und Zugvogelrastgebiet war. Hammriche heißen in Ostfriesland die weiten Wiesen- oder Weideflächen zwischen den Ortschaften. 

März 2026: Bau der Amprion-Offshore-Konverterstation „auf der grünen Wiese“ im Widdelswehrer Hammrich bei Emden – Foto: Eilert Voß/Wattenrat

Kein Widerstand mehr

Der früher, seit 1995,  gut organisierte Widerstand gegen die Windkraftnutzung ist in Ostfriesland seit ca. zehn Jahren weitgehend zusammengebrochen, das war einer der letzten Aktionen, bei der die Lokalpresse mal wieder nicht anwesend war (2015/2016): hier und hier.

2016: ARD „Kampf gegen die Windräder“

2016 sendete die ARD (Redaktion Report Mainz) eine Dokumentation mit dem Titel „Kampf gegen die Windräder“, der vom „Naturschutzverband“ BUND heftigt kritisiert wurde, die Autoren sahen sich nach der Sendung Kampagnen gegen sie ausgesetzt. Der BUND und NABU („Für eine schnelle und naurverträgliche Energiewende!“) unterstützen die Energiewende („naturverträglich“, was es nicht gibt) und bekommen staatliche Projektfördergelder vom Bund in Millionenhöhe.

Der Widerstand lebt gelegentlich nur punktuell wieder auf, wie zuletzt in Friedeburg/LK Wittmund beim Thema „Windkraft im Wald“.

Der Widerstand gegen intransparente Planungen und den Klüngel aus Kommunalpolitik und Investoren ist frustrierend und zermürbend und daher oft nicht langlebig und „nachhaltig“; wenn die Anlagen schließlich im Betrieb sind, ebbt auch der Widerstand ab. Inzwischen stehen ca. 30.000 Windkraftanlagen in Deutschland, trotz des Widerstandes. Wirklich „gedreht“ hat der Wind sich leider nicht, die neuen Gesetze werden den Windkraftausbau weiter beschleunigen. Das „politische System“ ist wieder einmal stärker, und unverändert ignorant.

Nachsatz 11. Aug. 2026:

Nicht unerwähnt bleiben soll eine denkwürdige Anti-Windkraftveranstaltung im September 2015 im ostfriesischen Fulkum/LK Wittmund mit dem Grußwort des Esenser Samtgemeindebürgermeisters, der nicht teilnehmen konnte. Er brachte die frohe Kunde, dass der geplante Bau von drei weiteren Windkraftanlagen im Ort nicht weiter verfolgt werde, ein kleiner Erfolg der damaligen Proteste. Die Lokalzeitung berichtete damals ausführlich. Der Ort ist bereits mit dem Windpark Utgast mit ca. 50 Anlagen umstellt. Nun ist wieder alles anders, 2025 wurde bekannt, dass die Planungen wieder aufgenommen wurden, der Widerstand ist erloschen. Die Planer zeigten einen langen Atem, es geht ja schließlich ums Geld.

Gegen Windkraft in Ochtersum und Fulkum/Holtgast: heftige Bürgerproteste

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