Windkraft offshore: Die Nordsee als „grünes Kraftwerk Europas“? 3. Nordseekonferenz in Hamburg

Symbolfoto: Offshore Windpark – BARD-Pressefoto

Politische Ignoranz oder Irrsinn? Oder das Pfeifen im Walde auf der 3. Nordsee-Konferenz in Hamburg?

Die Nordsee soll zum „grünen Kraftwerk Europas“ werden, mit noch mehr Offshore-Windenergie. Der politisch-windindustrielle Komplex tagte am 26. Januar 2026 in Hamburg auf der 3. Nordseekonferenz:

Wir, die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs Belgiens, Dänemarks, Deutschlands, Frankreichs, Irlands, Luxemburgs, der Niederlande, Norwegens und des Vereinigten Königreichs, sind heute zum dritten Nordsee-Gipfel in Hamburg zusammengekommen. Wir begrüßen zusätzlich Island als Beobachter zu dieser Erklärung.“ heißt es in der Einleitung der „Erklärung von Hamburg – Die Nordsee als Kraftwerk für ein resilientes und wettbewerbsfähiges Europa“.

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Videoserie von Prof. Dr. Andreas Schulte: „Gegenwind: Windkraft im Wald“

LK Aurich: Seeadlernest im Wald, im Hintergrund eine Windkraftanlage, nur 70m entfernt  –  Foto: privat/Archiv Wattenrat

Prof. Dr. Andreas Schulte (* 1958) ist Waldökologe, Forstwissenschaftler und Inhaber des Lehrstuhls für Waldökologie, Forst- und Holzwirtschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Auf seiner WebSeite findet man Fachliches, keine schmierige und interessengeleitete Windkraftpropaganda, zum Thema „Windkraft im Wald“. Bisher sind drei Videos dazu erschienen:

Gegenwind: Windkraft im Wald – Teil 01, Einleitung

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Postfaktisches aus dem Bundesumweltministerium: Minister Carsten Schneider und die „Erneuerbaren“

Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=164772655

Carsten Schneider (SPD) ist seit dem 6. Mai 2025 Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Kabinett Merz. Er gab am 12. Januar 2026 ein Interview in der Nordwest Zeitung, daraus ein Zitat:

Klimaschutz macht uns unabhängiger von Machtspielen“

[…] Schneider: Die erneuerbaren Energien sind die günstigste Energiequelle. Aber an der Strombörse bestimmen meist Kohle- und Gaskraftwerke den Preis. Je mehr Erneuerbare wir haben, desto günstiger wird auch der Strompreis, weil sie Gas und Kohle aus dem Markt drängen. Auch deswegen muss das schneller gehen mit dem Ausbau. […]

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Gänsejagd: AfD im Niedersächsischen Landtag will Jagd ausweiten – mit fragwürdigen Argumenten

Gandersum/Ems: Zur Jagdzeit fotografierte Blässgänse mit Flügelverletzungen: flugunfähig – Archivfoto: Eilert Voß/Wattenrat

Das Leben von wildlebenden Gänsen ist nicht ungefährlich: Viel kann auf den langen Zugwegen aus den arktischen Brutgebieten in Sibirien und Nordeuropa bis in die Überwinterungsgebiete in Deutschland geschehen: Prädatoren, Geflügelpest-Virenkontakte von infizierten Vögeln aus der Massentierhaltung, Kollisionen an Hochspannungsleitungen und Windkraftanlagen oder Begegnungen mit Gänsejägern, die, das lassen Fehlabschüsse vermuten, noch nicht einmal die verschiedenen Gänsearten, ob jagdbar oder nicht jagdbar, beim Blick über die Laufschiene sicher unterscheiden können. Auch in den europäischen Vogelschutzgebieten sind die wildlebenden Gänse vor Nachstellungen nicht sicher. Die Jagdgesetze werden je nach politischer Gemengelage nach den Landtagswahlen immer wieder verändert, je nachdem, welchen Einfluss die Lobbygruppen der Jäger und Landwirte auf die Gesetzgebung haben.

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Klima: Fakten oder Religionsersatz?

Wetter oder Klima? Blick über das Dollart-Watt Richtung Emden -Foto: Manfred Knake

Der Privatdozent Dr. Ludwig Neidhart ist nicht nur Philosoph und katholischer Theologe, er ist auch diplomierter Mathematiker mit dem Nebenfach Physik. 2019, überarbeitet 2024, veröffentlichte er eine bemerkenswerte Arbeit zum Klima: „Menschengemachter Klimawandel – zwischen Fakten und Religionsersatz“ , die wir nachfolgend als .pdf verlinken:

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Aus für das EU-Vogelschutzgebiet „Voslapper Groden“ in Wilhelmshaven?

Screenshot/Bildzitat: NLWKN https://www.nlwkn.niedersachsen.de/naturschutzgebiete/naturschutzgebiet-voslapper-groden-nord-43247.html

Der Voslapper Groden-Nord in Wilhelmshaven entstand 1973/74 durch Eindeichung von angrenzenden Wattflächen und wurde anschließend mit Sand aus dem Wattenmeer aufgespült Bis 1979 wurden Teilbereiche als Spülfläche genutzt. Inzwischen entstanden dort vielfältige Biotope: nasse Dünentäler, große Schilfröhrichte mit Kleingewässern und Weidengebüsche. Auf höher gelegenen Flächen entstanden Trockenrasen, trockenes Grünland und Ruderalflächen. Hier siedelten sich selten gewordene Vogelarten, wie z.B. Rohrdommel, Tüpfelsumpfhuhn, Blaukehlchen, Rohrschwirl, Schilfrohrsänger und Wasserralle an.

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Der Meeresspiegelanstieg und das Wattenmeer bei dpa: und wieder Alarmismus

Sturmflut in Bensersiel – Foto: Archiv Wattenrat

Eigentlich ist es ermüdend, ständig wird in den Mainstream-Medien die Klimasau durchs Dorf getrieben, Angst erzeugend bei denen, die nicht hinter den Vorhang der veröffentlichen Verschleierung und Desinformation sehen. Aktuell ist es wieder der Meeresspiegelanstieg, den wir zuletzt am 02. Januar 2026 auf dem Schirm hatten, verbreitet vom Magazin „Der Spiegel“. Am 06. Januar kam dann die neue Horrormeldung über den dpa-Ticker: „Forscher warnen vor Meeresspiegel-Schock: Wattenmeer könnte Kampf gegen Fluten verlieren“, u.a. hier.

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NABU: „Die Stunde der Wintervögel“ als Marketinginstrument

Screenshot/Bildzitat, abgerufen am 09. Jan. 2026  – https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/index.html

Heute ist in mehreren Tageszeitungen in Niedersachsen im redaktionellen Teil zu lesen: „Nabu ruft auf zur Zählaktion“. „[…] der Naturschutzbund (Nabu) Deutschland [ruft] vom 9. bis 11. Januar erneut zur bundesweiten Zählaktion ´Stunde der Wintervögel´ auf, der größten wissenschaftlichen Mitmachaktion dieser Art in Deutschland.“ Die „Stunde der Wintervögel“ ist seit Jahren ein Marketinginstrument des Naturschutzbundes, um an die Adressen von potenziellen Neumitgliedern zu gelangen, die dann gezielt einen Mitgliedsantrag zugeschickt bekommen.

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Erneut illegaler Blässgansabschuss bei Petkum/Ems

Blässgans, ganzjährig keine Jagdzeit. Fundort: am 03. Januar 2026, Jagdrevier Petkumer Münte/östl Emden – Foto: Eilert Voß/Wattenrat

Am 26. November 2025 berichteten wir bereits über den illegalen Abschuss von mehreren Blässgänsen durch eine Jagdgesellschaft im Naturschutzgebiet Unterems, Teil des EU-Vogelschutzgebietes von Leer bis Emden. Die bei uns überwinternden arktischen Blässgänse haben in Niedersachsen keine Jagdzeit und werden leicht mit zeitlich befristet jagdbaren Graugänsen (erlaubt auch in Schutzgebieten!) verwechselt. Man kann daraus schließen, das diese Jäger die Artenunterschiede trotz bestandener Jägerprüfung nicht kennen oder einfach der Jagdeifer mit ihnen durchgeht. Fehlabschüsse können den Jagdschein kosten. Dabei können Grau- von Blässgänsen ganz einfach durch den unterschiedlichen Flugruf unterschieden werden, nur muss man das gelernt haben – das gehört zur Praxis dazu. Nun wurde erneut eine tote und eindeutig geschossene Blässgans binnendeichs bei Petkum (Jagdrevier Petkumer Münte) östlich von Emden gefunden.

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Erinnerung an den Orkan „Capella“ am 03. Januar 1976

Symbolfoto: Orkan über der Ems, drei Pfeifenten trotzen der Naturgewalt im Tiefflug – Foto: Eilert Voß/Wattenrat

Fünfzig Jahre ist es her: Gestern, am 03. Januar 1976, tobte über Mitteleuropa der Orkan „Capella“ mit Windgeschwindigkeiten bis zu 150 km/h, es war einer schwersten Orkane des 20. Jahrhunderts, noch stärker als der Orkan, der 1962 zu schweren Schäden und vielen Todesopfern in Norddeutschland, besonders in Hamburg, führte. Nach dem 1962er-Orkan wurden viele Deiche in Deutschland erhöht. Hier bei Wikipedia kann man den Verlauf von „Capella“ nachlesen.

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