Repowering in der Samtgemeinde Esens/LK Wittmund: ein Hauch von Sizilien?

Windparks Utgast, LK Wittmund/NDS am EU-Vogelschutzgebiet "Ostfriesische Seemarschen Norden bis Esens", Foto (C): Manfred Knake

Windpark Utgast, LK Wittmund/NDS am EU-Vogelschutzgebiet „Ostfriesische Seemarschen Norden bis Esens“ (im Hintergrund Nachbarwindparks im LK Aurich), Blick von der illegal gebauten Umgehungsstraße Bensersiel/Stadt Esens, Foto (C): Manfred Knake

In der Samtgemeinde Esens im Landkreis Wittmund/NDS will man den weiteren Zubau der Landschaft mit Windkraftanlagen verhindern und setzt stattdessen auf die Festschreibung der bestehenden Anlagen.

„Es soll die maximal zulässige Anzahl der Windenergieanlagen in den vorhandenen Sondergebieten für Windenenergienutzung innerhalb des Samtgemeindegebietes dargestellt (festgeschrieben) werden. Eine Erhöhung der Anlagenzahl soll zukünftig ausgeschlossen werden. Der Abbau von Altanlagen und der Ersatz durch wenige leistungsfähigere Windenergieanlagen sollen weiterhin durchgeführt werden können (Repoweringkonzept).“

So steht es in der Einladung zum Screening- und Scopingtermin zur Änderung des Flächennutzungsplanes am 7. Januar 2016 in Esens. weiter »

Windpark Ochtersum im Landkreis Wittmund: „Bürger werden profitieren“

Protest in Ochtersum/LK Wittmund. Ein Spaßvogel der Gegenseite hatte das S überklebt und aus "Stopp" "Topp" gemacht.

Protest in Ochtersum/LK Wittmund. Ein Spaßvogel der Gegenseite hatte das S überklebt und aus „Stopp“ „Topp“ gemacht.

Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz

§ 1
Selbstverwaltung
(1) Die Gemeinden, die Samtgemeinden, die Landkreise und die Region Hannover (Kommunen) verwalten ihre Angelegenheiten im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung mit dem Ziel, das Wohl ihrer Einwohnerinnen und Einwohner zu fördern.

Die heftig kritisierten Windparkplanungen in der Gemeinde Ochtersum/LK Wittmund/NDS wurden nun auch weit über die Grenzen Ostfrieslands bekannt gemacht. Die auflagenstarke Internet-Zeitung „europaticker“ berichtete darüber am 19. Januar 2015. Der Rat der Samtgemeinde Holtriem/Westerholt wiegelte die zahlreichen Proteste in einer Pressemeldung ab und bemühte sogar das 9000 Kilometer entfernte Fukushima als Rechtfertigung  für seine Ausbaupläne mit über 180 Meter hohen Windkraftanlagen. Ein Teil des Landstriches der Samtgemeinde im Landkreis Wittmund wird für mehrere Jahrzehnte unbewohnbar sein, weil im Flächennutzungplan sogar einige Bereiche „für die Wohnnutzung aufgegeben“ werden müssen. Es geht in Ochtersum und anderswo bei Windparkplanungen zweifellos nicht um „Fukushima“, das dortige Erdbeben mit dem anschließenden Tsunami, der zur Reaktorkatastrophe führte, sondern ausschließlich um den nackten Profit, der nur durch das Erneuerbare Energien Gesetz als Gelddruckmaschine den Betreibern  möglich gemacht wird. Für eine „Energiewende“ sind diese nur unstet ins Stromnetz einspeisenden und nicht grundlastfähigen Anlagen nicht geeignet. Ochtersumer Insider behaupten, dass auch Ratsmitglieder oder deren Angehörige durch Grundstücksverkäufe oder -verpachtungen an den Windkraftplanungen mitverdienen. weiter »

Waterkant-Sonderheft zu Kaliabwässern, Einleitungen in die Jade und Kavernen im LK Wittmund

Der Auszug aus dem aktuellen Sonderheft des Förderkreises „Waterkant“ beschäftigt sich mit dem Jaderaum: Wohin mit den Kali-Abwässern der Werra? Einleitungen in den Jadebusen bei Wilhelmshaven und die Probleme mit den Salzkavernen im Landkreis Wittmund. Hier sorgte in diesem Jahr ein Ölunfall für Unruhe und Schlagzeilen. Den Sonderdruck können Sie hier herunterladen: Waterkant 03/2014-Sonderdruck

Wir bedanken uns […]

Windenergie im LK Wittmund: Investoren „spenden“ für Abstimmungsverhalten

Die Küstenlandschaft (Ausschnitt) als Opfer kommunaler Entscheidungen, Utgast/Holtgast im LK Wittmund

 Da sind sie wieder, unsere gewählten „Volksvertreter“ und die Windkraftinvestoren. Kommunalpolitiker wollten ihr Abstimmungsverhalten zur Zustimmung von Windparks an Geldzuwendungen für kommunale Aufgaben, „Spenden“ genannt, koppeln. Die Investoren zierten sich zunächst, willigten aber dann ein. Bis zu 3000 Euro pro Anlage und Jahr sollen in die Gemeindekassen fließen, zusätzlich zu den Gewerbesteuern,von denen auch der Landkreis als Aufsichts- und Genehmigungsbehörde seinen Anteil abbekommt. Die Nummer wird als „Ausgleich für die Anwohner“ verkauft. Mit „Klimaschutz“, „Energiewende“ oder sonstigen Nebeltöpfen hat das gar nichts zu tun. weiter »