31. Oktober 2010

Ems-Stauwerk, das Loch: 4,1 Millionen Euro für die Verfüllung

Ems: schweres Gerät zum Verfüllen des Loches

Am 16. September 2010 berichteten wir zuletzt vom gescheiterten Versuch der „Schlickfalle“ mit dem Ems-Stauwerk in der Ems. Dabei war ein 14m tiefes Loch, ein Kolk, direkt am Ems-Stauwerk entstanden. Durch die gewaltige Strömung der Ems, hervorgerufen durch die ständigen Baggerungen für die Meyer Werft in Papenburg und deren riesige Kreufahrtschiffe war sogar ein tonnenschwerer Stahldalben einfach weggerissen worden und liegt noch heute auf dem Grund der Ems. Das Loch vor dem Emstauwerk musste wegen der Standsicherheit sofort geschlossen werden. Herma Heyken, Pressesprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am11. August 2010 in einer Pressemitteilung des NLWKN:

[…] „Das nahe gelegene Sperrwerk steht auf sicherem Grund, nur wenn wir jetzt nicht handeln, könnte es gefährlich werden“. […]

Inzwischen sind die Kosten allein für die Verfüllung des Loches bekannt geworden. Der Emder FDP-Politiker Erich Bolinius, ein Kritiker des Ems-Stauwerkes, hatte bei Umweltminister Sander in Hannover nachgebohrt un bekam eine Antwort:

Auszug aus dem Brief von Umweltminister Sander an Erich Bolinius (FDP), Emden. Der vollständige Wortlaut des Briefes ist auf der WebSeite der FDP-Emden nachzulesen.

„Die Kosten für die Beseitigung der Auskolkung am Emssperrwerk sind leider beträchtlich. Voraussichtlich werden 4,1 Mio. EUR benötigt, um den Kolk mit Sand und Steinen zu verfüllen, die Sohle im Nahbereich des Sperrwerks zu sichern und einen zerstörten Leitdalben zu ersetzen. Die Sicherungsmaßnahmen sind noch nicht abgeschlossen, so dass die Kosten noch nicht genau beziffert werden können. Die sofortige Verfüllung des Kolks war erforderlich, um Gefahren für die Standsicherheit des Emssperrwerks auszuschließen. Altennativen gab es nicht.“

Die Kosten für die Sicherungsmaßnahmen bezahlt wieder einmal der Steuerzahler!

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