Neues aus dem EU-Brutkasten: NetZero-Region im Nordwesten für „beschleunigte Genehmigungsverfahren“

Screenprint/Bildzitat von https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/uber_uns/presse/presseinformationen/netzero-nordwest-deutschland-237797.html , abgerufen am 22. Febr. 2026 -Bildrechte: MW/Vecteezy

Nach Ampel-Koalition und dann Großer CDU-SPD-Koalition mit Beschleunigungsgesetzen für den weiteren Ausbau der Windenergie geht es in Niedersachsen unverdrossen weiter mit „NetZero“, einem neuen Ei, das die EU-Kommission gelegt hat und das nun auch in Niedersachsen ausgebrütet werden soll.

Grundlage ist eine EU-Verordnung zur Förderung der sog. „Netto-Null-Industrie“ zur „Klimaneutralität“, verbunden mit der Unterstützung zur Schaffung eines EU-Markts für Speicherdienste für Kohlendioxid mit der „Förderung der Nachfrage nach Technologien durch Vergabe öffentlicher Aufträge, Auktionen und andere Interventionsformen“ , also ein Geschäftsmodell zu Lasten der Naturräume: Netto-Null-Industrie-Verordnung der EU _ EUR-Lex

Die Quadratur des Kreises: Solar- und Windkraftwerke für Biodiversität?

Mit der Verordnung sollen Treibhausgasemissionen in Europa bis 2050 auf Netto-Null gesenkt werden, und das bei gleichzeitig gesicherter Energieversorgung. Gemeint sind Solar-und Windkraftwerke, die aber nicht ohne Wärmekraftwerke funktionieren, also eine Quadratur des Kreises der EU für die Wind- und Solarwirtschaft, die auf immer mehr Flächen angewiesen ist, verpackt in „Öko“ und „Biodiversität, eine Mogelpackung. „Klimaneutralität“ ist zudem ein gern gebrauchtes Wieselwort, nichtssagend, eine Phrase des politisch-wirtschaftlichen Komplexes der Erneuerbaren-Energien. Vor der „Klimaneutralität“ käme die „Wetterneutralität“, die es auch nicht gibt.

Olaf Lies (SPD)

O-Ton Olaf Lies (SPD) , damals Wirtschaftsminister und politischer Windkraftlobbyist, heute Niedersächsischer Ministerpräsident, bereits im Dezember 2024 zu NetZero: ´Wir im Nordwesten Deutschlands können damit Vorreiter und gleichzeitig Vorbild sein für eine erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Wirtschaft hin zu einer sauberen, klimaneutralen und innovativen Industrieproduktion´, erläutert Lies. Entsprechende Beschlüsse sollen bis Frühjahr 2025 vorbereitet sein. ` Die europäischen NetZero-Regionen bekommen stark vereinfachte und damit beschleunigte Genehmigungsverfahren, Zugang zu Fördermitteln und eine ganz neue öffentliche Wahrnehmung sozusagen als ‚best practice‘-Regionen. Sie verpflichten sich im Gegenzug, nachhaltige Technologieentwicklung als zentralen Grundsatz mit Blick auf Industrie und Investitionen ganz nach oben zu stellen.“

Die Grafik der damaligen Ankündigung des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums zeigt eine schützende Hand und die Reduktion von CO2. Es geht also wieder einmal um die CO2-Einsparung zum vorgeblichen Schutz der Ökosphäre, so, als ob CO2 mit 0,04 Prozent Anteil an der Atmosphäre ein Giftstoff sei. Nur ist die Ökosphäre ohne CO2 nicht lebensfähig.

Die Ankündigungen klingen nach weiteren Attacken auf den Naturraum an der Küste für die Profiteure der „Erneuerbaren Energien“, der jetzt schon „nachhaltig“ mit Riesenwindparks in ehemaligen Zugvogellebensräumen zugestellt ist. Die Nummer, wird von der EU so verkauft: „Schaffung eines Rahmens für Maßnahmen zur Stärkung des europäischen Ökosystems“.

Die öffentliche Auslegung für„Net Zero Nordwest Deutschland“ wurde im Dezember 2025, als vor zwei Monaten, von der Niedersächsischen Staatskanzlei im Dezember 2025 öffentlich ausgelegt.

Die Einspruchsfrist endet heute am 23. Februar 2026.

Dazu z.B. der NABU im Juni 2025:

Prof. Dr. Holger Buschmann, Vorsitzender des NABU Niedersachsen, unterstützt grundsätzlich das Ziel, die Energiewende voranzutreiben. Gleichzeitig warnt er: „Der Aufbau einer klimafreundlichen Infrastruktur darf nicht zulasten unserer letzten natürlichen CO₂-Speicher gehen. Wenn für Windräder oder Solarfelder Wälder gerodet oder Moore entwässert werden, torpedieren wir nicht nur den Klimaschutz, sondern verschärfen auch die Biodiversitätskrise.“

Zu den bereits vorhandenen Belastungen des Naturraums durch die „Erneuerbaren“ im Nordwesten Deutschlands sagt er nichts, der NABU eiert, wie gewohnt. Dass zunächst vor allem die Weltmeere sowohl CO2-Speicher sind und das Spurengas CO2 nach Sonneneinstrahlung auch wieder ausgasen, hat sich bis heute nicht in die Niederungen der politisch korrekten CO2-Dämonisierer herumgesprochen. Die Fläche aller Weltmeere auf der Erde beträgt etwa 361 Millionen Quadratkilometer. 71 % der gesamten Erdoberfläche sind von Meeren bedeckt. Niedersachens Moore oder Wälder haben zur CO2-Senkung einen kaum nachweisbaren Anteil. Man sollte wegen der Dimensionen gelegentlich auf die Weltkarte sehen.

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