
Vor dem Böllerknall: Gänseschlafplatz (Nonnengänse) im Sommerpolder, Unterems, Höhe Ems-Stauwerk- Foto: Eilert Voß/Wattenrat
Die vielen Appelle der letzten Tage, aus Rücksicht auf Haus- und wildlebende Tiere auf Raketen und Böller zu verzichten, fruchteten nicht. Die ignorante Spaßgesellschaft tobte sich an Silvester (und auch noch am nächsten Tag) wieder lautstark aus. Dass Wildtiere, in diesem Falle Vögel, sehr empfindlich auf plötzlich einsetzenden Lärm und Lichtblitze reagieren, ist gut untersucht. Es kommt zur Orientierungslosigkeit und kräftezehrenden Panikfluchten, die unter Umständen sehr weit weg vom Ort der Störungen führen. Zu den akustischen Störungen gekommen nun örtlich die optischen Störungen dazu, grellbunte Lasershows, die die Böllerei ersetzen sollen.
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Viel ist auf den Wattenrat-Seiten bisher über die desolate Lage der Küstenvögel und Wiesenbrüter geschrieben worden, obwohl gesetzlich streng geschützt, steht der Schutz überwiegend auf dem Papier. Massentourismus oder Intensivlandwirtschaft sind die Treiber des Rückganges vieler Brutvogelarten an der Küste. Dazu kommt die Industrialisierung der Landschaft mit riesigen Windparks in den Hautpdurchzugs- und Überwintersgebieten.