Frachter vor Langeoog auf Grund, Rettungsversuche angelaufen

 

„Glory Amsterdam“ vor Langeoog, Foto: Havariekommando

Nachtrag 30.10.2017: Nach hier vorliegenden Meldungen inspizierte heute Nachmittag ein Boarding-Team das auf Grund liegende Schiff. Strukturelle Schäden wurden bisher nicht festgestellt, die Ruderanlage ist jedoch defekt. Hubschrauberüberwachungen stellten keine Ölaustritte fest. Die Besatzung ist wohlauf und noch an Bord.

Pressemitteilung Havariekommando Nr.2 Datum: 29.10.2017

Rettungsversuche für GLORY AMSTERDAM bislang fehlgeschlagen

Schüttgutfrachter von nordwestlichen Winden auf Grund getrieben

Alle bisherigen Versuche, die manövrierunfähige GLORY AMSTERDAM ins Fahrwasser zu schleppen, sind aufgrund der vor Ort noch immer sehr widrigen Wetterbedingungen fehlgeschlagen. Der Schüttgutfrachter (L 225m, B: 32,26m; Flagge: Panama) liegt seit etwa 18:45 Uhr vor Langeoog auf Grund. Ein Freischleppversuch wird vorbereitet. Der Hochseeschlepper NORDIC und das Mehrzweckschiff MELLUM sind weiterhin vor Ort. Weiterhin wird der Havarist regelmäßig vom Ölüberwachungsflugzeug Do 228 des Havariekommandos überflogen. Bisher konnte kein Schadstoffaustritt festgestellt werden.

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Jubiläum: Horst Stern wird 95

Horst Stern

Horst Stern, Foto: Markus Beck, CC-BY-SA 4.0, Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Horst_Stern_1997_1.jpg

Heute wird Horst Stern 95 Jahre alt. Der Wattenrat gratuliert und sendet herzliche Glückwünsche nach Passau.

Spiegel-online veröffentlichte heute eine Würdigung:

„Sterns Stunden mit Schockeffekt Bambi muss sterben – Er war provokant, pointiert, sarkastisch: Horst Stern gehörte zu den Umweltschützern der ersten Stunde. Als Journalist packte er bevorzugt heiße Eisen an – bis er um die Jahrtausendwende aus der Öffentlichkeit verschwand. […]“ Mehr hier: http://www.spiegel.de/einestages/horst-stern-stunden-mit-schockeffekt-a-1173664.html

Mehr zu Horst Stern auf den Seiten des Wattenrats: Ganz oben auf der Seite unter dem Tab „Horst Stern“ haben wir sieben seiner Kolumnen aus der inzwischen eingestellten Wochenzeitung „Die Woche“ gesichert. Einige von seinen Kolumnen wurden in Zusammenarbeit mit Wattenrat-Mitarbeitern erstellt. 1996 kam er zu Besuch nach Ostfriesland und machte u.a. das daraus: Weiterlesen

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Windenergie: FDP-Anfrage zur Lärmbelastung – keine Probleme im Landkreis Aurich? Landkreis versäumt Beantwortung

Windindustriegebiet Arle-Roggenstede im Landkreis Aurich, Foto (C): Manfred Knake

Diese

„Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung mit Antwort der Landesregierung – Drucksache 17/8614 – Schallprognosen von Windkraftanlagen Anfrage der Abgeordneten Dr. Gero Hocker und Christian Grascha (FDP) an die Landesregierung, eingegangen am 22.08.2017, an die Staatskanzlei übersandt am 24.08.2017“

hat es in sich (in voller Länge hier als .pdf: FDP_NDS_Anfrage_Wind_Belastung_2017). Man beachte den Punkt 3. der Anfrage und die Antwort des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel (B90/Die Grünen):

„3. Gegen welche Standorte bzw. Windkraftanlagen wurden konkret Beschwerden von Bürgern wegen zu hoher Schallbelastungen vorgebracht?“ […] Antwort: „Die anderen unteren Immissionsschutzbehörden haben Fehlanzeige gemeldet.“ Weiterlesen

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Vortrag: „Artenschutz – öffentliche Aufgabe oder offensichtliches Versagen?“

Blick von Norderney auf das Festland. Im Watt (Nationalpark und Weltnaturerbe) Kabelverlegearbeiten für einen Offshore-Windpark. Sommer 2017, Foto (C): Eilert Voß

Am 06. Oktober 2017 hielt der Diplomingenieur und Lehrbeauftragte für Naturschutzrecht Wilhelm Breuer einen bemerkenswerten Vortrag mit dem Titel „Artenschutz – öffentliche Aufgabe oder offensichtliches Versagen?“ Darin stehen auch einige treffende Sätze zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, von den Medien in der Regel hochgelobt und heftigst touristisch vermarktet als „Weltnaturerbe“, auch mit Unterstützung der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven. Auszug:

Als sich kürzlich Australien zum Bau eines Kohlehafens am Rande des Great Barrier Reefs entschied, waren die Deutschen außer sich. Ausgerechnet ein Kohlehafen. Und das nach der Klimakonferenz von Paris. Die Deutschen sehen das Weltnaturerbe auf das Äußerste bedroht. Schlamm und Schiffsverkehr könnten die Korallen beschädigen. Die Deutschen stellen ihre Wattenmeer-Nationalparke nur zu gerne in eine Reihe mit dem Great Barrier Reef. 
Unbescheiden, des Prestiges und des Kommerzes wegen. Dass sie ihre eigenen Nationalparke keinesfalls besser schützen als andere Staaten ihr Weltnaturerbe, können sie sich in nationaler Überschätzung nicht vorstellen. Dabei ist der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (übrigens nur ein Tausendstel so groß wie das Great Barrier Reef) zu Land und in wenigen Jahren auch zur See mit einigen Tausend für Vögel tödlichen Windenergieanlagen geradezu umstellt. Ein Naturgebiet, das in Flyern der Tourismusbranche und der Nationalparkverwaltung als „Drehscheibe des internationalen Vogelzuges“ beworben wird. An jedem mit einem für Schweinswale lebensgefährlichen Höllenlärm in den Seeboden gerammten Mast können Öltanker havarieren.
Nur, vor der Gefahr einer Ölpest warnen hier Medien und Umweltverbände am allerwenigsten. Nein, dank des Stroms aus Wind können die Tanker bald verschrottet werden, so die Heilserwartung. [Anmerkung Wattenrat: Der Kohlehafen soll zudem ca. 20 Kilometer entfernt vom Schutzgebiet Great Barrier Reef errichtet werden. Der Schutzstatus des Great Barrier Reefs ist dazu wesentlich strenger als in den Wattenmeer Nationalparks in Deutschland].

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9. Zugvogeltage: Vehikel zur touristischen Vermarkung des Nationalparks

Motorisierte „Zugvögel“ beim Naturerleben in der Erholungszone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, Bensersiel, Sommer 2017, Foto (C): Eilert Voß

Der Wattenrat Ostfriesland nimmt – wie in fast jedem Jahr- Stellung zu den „Zugvogeltagen“, die derzeit wieder an der niedersächsischen Küste beworben werden. Zu begrüßen ist zunächst, so der Wattenrat, dass Zugvögel aus Nordeuropa und Asien eine große Aufmerksamkeit bekommen. Nur muss man den Eindruck haben, das es dabei weniger um die Zugvögel geht, sondern um die weitere touristischen Vermarktung der Küste mit dem Vehikel „Zugvögel“.

Wesentliche Belastungsfaktoren des Wattenmeeres und der Zugvögel werden bei der Propagierung der Zugvogeltage ausgeblendet. Der Vogelzug an der Küste beginnt bereits im Juli nach dem Abschluss der Brutzeit. In dieser Zeit boomt der Massentourismus an der Küste und auf den Inseln. Ruhige Rückzugsorte für die durchziehenden und rastenden Watvögel sind auch im Großschutzgebiet „Nationalpark Wattenmeer“ selten geworden.

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Schwarzbuch: Bund der Steuerzahler moniert den „Schwarzbau“ der Umgehungsstraße Bensersiel

Screenshot-Bildzitat, Bund der Steuerzahler (Hintergrundfoto Manfred Knake, vom Bund der Steuerzahler so übernommen)

Aus dem „Schwarzbuch“ des Bundes der Steuerzahler, 2017/2018:

„Was ist passiert
Der längste Schwarzbau Deutschlands
Die 8,4 Millionen Euro teure Umgehungsstraße sollte das ostfriesische Bensersiel an der Nordseeküste vom Durchgangsverkehr entlasten. Das war aber nur kurz der Fall, denn seit Monaten ist sie gesperrt. Die 2,1 Kilometer lange Strecke führt nämlich mitten durch ein europäisches Vogelschutzgebiet und ist deshalb für illegal erklärt worden. Im schlimmsten Fall muss die Straße auf Kosten der Steuerzahler wieder beseitigt werden. […]“ mehr hier

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Hubschrauber stören Brut- und Rastvögel im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Hubschrauber (Bildmitte) von der Offshore-Baustelle „Riffgat“ über Borkum, fliehende Nonnengänse, 06. Jan. 2013, Foto (C): Eilert Voß

Offshore-Windparks sind wegen des enormen Lärms bei der Fundamentrammung und der späteren Unterwasser-Dauerschallbelastung nicht nur abträglich für das Ortungssystem von Meeressäugern, sondern auch für Vögel, die auf ihren Zugrouten bei schlechten Wetterbedingungen mit den Riesenpropellern kollidieren können. Dazu kommen auch bisher weitgehend unbeachtete Sekundärauswirkungen durch die ständigen Hubschrauber-Versorgungs- und Wartungsflüge. Von den Flugplätzen in Emden, Norddeich und Norderney gibt es häufige ohrenbetäubende Starts- und Landungen mit unvermeidlichen niedrigen Überflügen über die direkt angrenzenden Schutzzonen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, vermarktet als „Weltnaturerbe“. Diese Schutzzonen sind Brut- oder Rastgebiete von besonders- oder gar streng geschützten Vogelarten, die durch den Rotorenlärm und die Hubschraubersilhouette ebenfalls in der Luft gehalten werden: der bekannte Fluchtreflex.

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Nach der Bundestagswahl: Grüne stoppen Klimawandel!

Schamane, Wikipedia CC BY-SA 3.0

Meteorologen und Klimaforscher aufgepasst! Die glaubensstarke Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende der Partei Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, sagte auf dem kleinen Parteitag in Berlin am 17. September 2017:

„Wenn man den Klimawandel leugnet, wenn man mehr Klimawandel haben will, dann wählt man FDP. Wenn man aber will, dass der Klimawandel gestoppt wird, dass die Erderwärmung gestoppt wird, dass die Klimakrise ein Stoppschild bekommt, dann wählt man Bündnis 90/Die Grünen am 24. September.“ Quelle: Tagesschau, 17. 09. 2017: ab Minute 1:34

Ob die Dame auch aus Wasser Wein machen oder gar übers Wasser wandeln kann? In Indien sollen Fakire das Wetter beeinflussen können, in anderen Kulturen die Schamanen, nur kandidieren die nicht für ein politisches Amt.

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Windenergie: Aktuelles von der Sitzung des DIN-Ausschusses zur Anpassung der DIN 45680

Roggenstede, LK Aurich/NDS – Foto (C): Peter Gauditz, Hannover

 

Übernahme des Textes von www.windwahn.de:

Text von Sven Johannsen GuSZ Gutachter- u. Sachverständigen-Zentrum
Umwelt-Messungen GmbH:

Aktuelles von der Sitzung des DIN-Ausschusses zur Anpassung der DIN 45680

Gute und schlechte Nachrichten

Bericht zur Ausschussitzung zur DIN 45680

Am Dienstag den 12.09.2017 fand die Sitzung des Arbeitskreises zur Änderung/Anpassung der DIN 45680 in Berlin statt, an dem ich als Mitglied des Ausschusses teilnahm.

Auf dieser Sitzung wurde mir von einem Mitglied aus NRW, das auch im Arbeitskreis zur DIN 9613-2 (genehmigungsrelevante Schallausbreitungsberechnung bei WEA-Bauvorhaben) im dortigen Ausschuss mitarbeitet berichtet, dass in der kommenden Woche die DIN 9613-2 nach den, durch die LAI – Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz – in 1016 schon vorgeschlagenen „Interimsverfahren“ angepassten Werte, rechtlichen Bestand haben bzw. erlangen wird! Aktuell hat die LAI diesem mit nur einer Gegenstimme zugestimmt!

In der Praxis bedeutet dies, dass ab nächster Woche neue genehmigungsrelevante Schallprognosen nach dann gültigem, geändertem bzw. normenseitig angepasstem Berechnungsverfahren 6 bis 9 dB mehr im Schnitt in den Berechnungen der Planer ausweisen werden müssen.

Dieses bedeutet automatisch im Umkehrschluss, dass die Abstände zur Wohnbebauung von WEA und Windindustrieparks zwangsläufig „größer“ werden müssen!

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Windenergie Offshore: Der NABU zum „Cuxhavener Appell 2.0“

Offshore Windpark in der Nordsee (C): Pressefoto BARD

Gestern wurde der „Cuxhavener Apppell 2.0“ veröffentlicht. Die Verfasser dieses Windkraftfilzes aus Politik, Kommunen, Betreibern und Gewerkschaft fordern den weiteren Ausbau der Nord- und Ostsee mit den Rotor-Giganten. Es geht um die Verdoppelung der installierten Leistung auf See und damit um den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur, also ums Geschäft. Der Naturschutzverband NABU kritisiert diesen „Appell“. Aber jahrelang hat der NABU mitgezündelt – wie auch der WWF, der BUND und vor allem die vorgebliche Meeresschutzorganisation Greenpeace – , indem er den Ausbau der Windkraft auch auf See propagierte, „naturverträglich“ selbstverständlich, wie diese Volte stets genannt wird. Nur dass die Riesenpropeller auf See alles andere als naturverträglich sind, weil sie auch in den Hauptzugrouten vieler Vogelarten stehen und dort bei unsichtigem Wetter zu Massenkollisionen führen können; das wurde bereits ausreichend untersucht. Die Gefahr von Schiffshavarien wächst durch die neuen künstlichen Riffe.

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