NSG “Petkumer Deichvorland” an der Ems: Nationalpark rein, Jagd raus!

Nonnengänse suchen nach dem Verlassen ihrer Schlafplätze die Äsungsflächen im NSG "Petkumer Deichvorland"auf, im Hintergrund das Emsstauwerk, 27. Nov. 2011, 08:11h

Wattenrat Ostfriesland, Pressemitteilung 29. November 2011

Foto: Nonnen- oder Weißwangengänse: Aufsuchen der Äsungsflächen nach Verlassen des Schlafplatzes  im NSG “Petkumer Deichvorland” am 27.Nov. 2011 bei Starkwind, im Hintergrund Emssperrwerk, Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat

Aufgrund der hohen Rastvogeldichte von arktischen Gänsen an der Ems in den EU-Vogelschutzgebieten der Emsmarschen fordert der Wattenrat Ost-Friesland die Einstellung der Jagd auf diesen Flächen. Nach wie vor ist es legal, in diesen Schutzgebieten Gänse und Enten bestimmter Arten zu töten. Spaziergängern ist das Betreten der Schutzgebiete nicht erlaubt. Ein herausragendes Rastgebiet für Gänse an der Ems ist das Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ bei Emden, Teil des EU-Vogelschutzgebietes „V10 Emsmarschen Leer-Emden“, obwohl es nur 200 Hektar groß ist. Dieses Schutzgebiet schließt direkt an den Gesamtlebensraum für Wat- und Wasservögel „Dollart“ und das Wattenmeer an. Der Dollart als Meeresbucht gehört bereits teilweise zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

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Gänsewacht an der Ems: Protokoll November 2011

Das ausführliche und aktuelle Gänsewacht-Protokoll der Jagdbeobachtungen im und am Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems  ist optisch ansprechend aufbereitet und abgelegt auf der WebSeite der Gänsewacht, die von Werner Hupperich [...]

Gänsejagd an der Ems: Das bereinigte Internetforum „Wild und Hund“, oder der Schuss ins Brötchen

Waidmanns Revolutionssgeschwurbel: "WIR alle müssen bereit sein, zu wählen und abzuwählen, nicht mehr nach dem Sinn einer Wahl zu fragen sondern sie nur noch als Mittel des Machtentzuges zu begreifen. NUR das hilft notfalls, sonst NICHTS. Andernfalls wird hier schon bald eine tiefe Staatsverdrossenheit auch bei Mitgliedern der von mir genannten Gruppen noch weiter um sich greifen und diesen Staat hier letztlich durch Unterlassung töten."

Gestern machte der Wattenrat per Mail auf den neuen Beitrag „Gänseschießer an der Ems: Lokalpresse mauert, Jäger pöbeln“ im Jagdforum von “Wild und Hund”“ aufmerksam, eine Kopie ging auch an die Redaktion der Jagdzeitung „Wild und Hund“ im Paul-Parey-Verlag, die ein Internetforum für Jäger eingerichtet hat. Im Unterforum „Jagd in den Medien“ wurde das Thema „Gänsejagd an der Ems“ unter “Erneuter Zwischenfall bei der Gänsejagd in Petkum” ausführlich diskutiert, mit sehr harten Bandagen, also inklusive  persönlicher Beleidigungen und Pöbeleien gegen die Gänseschützer an der Ems.

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Umweltminister Sander und die fernöstlichen Mandschurenkraniche

 

Startseite des Niedersächsischen Umweltministeriums

Ja, da lacht er, „unser“ Noch-Umweltminister Hans-Heinrich Sander. Worüber nur?
Über den gelungenen „Scherz“ seines Hauses, mit den schönen Kranichen im Bild Naturschutzwind im Lande zu machen? Wo er die wohl fotografieren ließ? Heimische Kraniche (Grus grus) sind es jedenfalls nicht, die über ihn und Niedersachsen hinwegrauschen. Es sind Mandschurenkraniche (Grus japonensis), sehr seltene Vögel aus Ostasien, die mit Sicherheit ihren Lebensraum nicht in das vermaiste und mit Windpropellern gespickte Niedersachsen verlegen wollen. weiter »

Gänseschießer an der Ems: Lokalpresse mauert, Jäger pöbeln im Jagdforum von “Wild und Hund”

Flügelverletzte Blässgans (nicht jagdbare Art), NSG "Petkumer Deichvorland"/Ems, 26. Nov. 2011

Die aktuellen jagdlichen Missstände bei der Wasservogeljagd an der Ems wurden hier auf den Wattenratseitenin den letzten Tagen ausführlich dargestellt. In der Lokalpresse findet diese skandalöse Jagdausübung kaum statt, es wird einfach darüber geschwiegen, die Leserschaft erfährt kaum etwas davon. Eine Ausnahme war die „Emder Zeitung“ vom 11. November 2011.

Danach war auch in der „EZ“ wieder Ruhe, obwohl sich inzwischen völlig neue Gesichtspunkte ergeben haben, z.B. der Nachweis einer geschossenen Blässgans als Schrotträger, dargestellt mit einem Röntgenbild und die damit verbundene Strafanzeige wegen eines Schonzeitvergehens gegen den bekannten Gänsejäger Take H. aus Petkum. Und im Jagdforum der Zeitung “Wild und Hund” wird von Gänseschießern gepöbelt, denen man auch als Mensch nicht im Dunkeln begegnen möchte, siehe weiter unten. [#edit 28. Nov. 2011: Alle Forenbeiträge zum Thema wurden heute gelöscht!] weiter »

Wasservogeljagd an der Ems: Gänsesafari bei Dunkelheit und Nebel, neue Kollateralschäden

Angeblich, aber nur gerüchteweise, plant die Stadt Emden einen Flyer, früher Faltblatt genannt, der für die Vorzüge der Gänsejagd im Naturschutzgebiet “Petkumer Deichvorland” an der Ems, Teil eines europäischen Vogelschutzgebietes, werben soll. Dem Wattenrat gelang es, über befreundete Jägerkreise einen Vorabdruck zu erhalten, den wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen!

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Prof. Succow und die Offshore-Windenergie: “Keine Gefahr für Vögel”, Sitzstangen für Zugvögel!

Leuchtturm "Roter Sand" in der Außenweser bei Nebel, erbaut 1885, Höhe 28m über mittlerem Hochwasser. In unmittelbarer Nähe soll der Wattenmeer-Windpark "Nordergründe" entstehen: derzeitiger Planungsstand 18 Repower-Anlagen, 126m Rotordurchmesser, Gesamthöhe ca. 183 m

Eigentlich ist Prof. Dr. Michael Succow ja ein Leuchtturm des Naturschutzes im Lande. Der Biologe und Agrarwissenschaftler, ein ausgewiesener Moorfachmann aus Greifswald, hat im Osten in den „neuen Bundesländern“ der Republik zu Wendezeiten noch schnell Nationalparks aus der Taufe gehoben. In der Endphase der DDR wurde auf der letzten Ministerratsitzung  am 12. September 1990 das Nationalpark-Programm beschlossen, mit dem sieben Prozent der Fläche der damaligen DDR als Nationalpark oder Biosphärenreservat unter Schutz gestellt wurden. Succow war damals für kurze Zeit Stellvertreter des DDR-Ministers für Natur- und Umweltschutz.

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Gänsejagd an der Ems: lebende und tote Kollateralschäden

Flügelverletzte Nilgänse in Neermoor/LK Leer, 17. Nov. 2011

Während in diesen Tagen in Ostftriesland schon Fußballspiele wegen des dichten Nebels abgesagt und mehrere Boßlergruppen durch die Polizei von den Straßen geholt wurden, hält das Wasservogeljäger nicht von ihrem Hobby ab, bei völlig unsichtigem Wetter auf Gänse zu schießen, die sich bei dieser Sicht nicht nach Arten mit Jagdzeiten und Arten ohne Jagdzeiten unterscheiden können; das produziert strafbare Schonzeitvergehen! weiter »

EU-Vogelschutzgebiet Ems: Schüsse im Dunkeln, Gänsewacht und Polizei waren Zeugen

"Kollateralschaden": frischtote Blässgans nach der Jagd bei Dunkelheit und Nebel (nicht der Originalfundort, der ist 200 m entfernt!)

„Dunkel war´s, nichts war zu sehen, als die Polizei erschien“… bei den Gänseschießern im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland”.

Nur ist nichts Lyrisches an den Jagdverstößen im Schutzgebiet, klare Prosa ist angesagt. Es war wieder einmal soweit: Bei Dunkelheit und Nebel waren Wasservogeljäger wie in jedem Jahr im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems, Teil eines EU-Vogelschutzgebietes, unterwegs. Deutlich waren schon zwischen 06.00 Uhr und 07.00 Uhr Schrotschüsse aus dem Schutzgebiet zu hören, bei Dunkelheit und Nebel mit späteren Sichtweiten zwischen 50 und 80 Metern! Sonnenaufgang war erst um 07.46 Uhr, jagdrechtlich darf aber schon 90 Minuten vor Sonnenaufgang bis 90 Minuten nach Sonnenaufgang gejagt werden, zulässiger Jagdbeginn in diesem Falle also ab 06.16 Uhr, aber nur wenn die Sichtverhältnisse dies zulassen; so sagt es der § 1 Absatz 3 der Bundesjagdzeitenverordnung weiter »

Pottwalstrandung vor der Insel Pellworm

Archivfoto Dez. 2003: toter Pottwalbulle in Norddeich, Kopf mit Blasloch

Wie die Tagespresse heute berichtete, ist vor der schleswig-holsteinischen Küste ein ca. 15 m langer männlicher Pottwal gestrandet. Pottwalstrandungen an der deutschen Nordseeküste sind nichts Ungewöhnliches, sie werden seit Jahrhunderten dokumentiert. Vermutliche Ursachen sind die Wanderungen der jungen Pottwalbullen, die aus Nahrungsgründen im Herbst die  norwegischen Gewässer verlassen und um die Shetlandinseln herum westlich von Irland in den Atlantik ziehen. Biegen sie schon vorher weiter östlich ab, gelangen sie in die flache Nordsee und können stranden.

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