
Windkraftschrott in Riepe/LK Aurich, 2024. Wohin wurde der Schrott entsorgt? – Foto: Eilert Voß/Wattenrat
Im Mai 2025 berichteten wir bereits über die illegale Entsorgung von Windkraftschrott durch eine deutsche Firma nach Tschechien. Nun sitzt der Inhaber Michael Roth des Recylingbetriebes „Roth International GmbH“ aus Weiden und Schwandorf (Bayern), gegründet 2013, in Untersuchungshaft. Der Tatvorwurf lautet auf illegale Verbringung gefährlicher und nicht gefährlicher Abfälle, Verstöße gegen deutsches und EU-Abfallrecht. Deponiert wurden nicht nur schwer reyclebare Balsa-Epoxidharzlaminate von Windkraftrotoren, sondern auch giftige Batterieabfälle. Inzwischen wurde bekannt, dass diese nicht unbedenklichen Abfälle auch in Polen entsorgt worden sein sollen.
Der Entsorgungsskandal kam ans Licht, als eine tschechische Bürgermeisterin in ihrem Gemeindegebiet die Entsorgung beobachtet hatte, den LKW-Fahrer anwies, mit dem Schrott zurück nach Deutschland zu fahren und den Vorfall anzeigte.
Der Wattenrat fragte 2025 bei den Landkreisen Aurich und Wittmund an, wohin der Windkraftschrott nach dem Windpark-Repowering in Riepe/LK Aurich und Utgast/LK Wittmund verbracht worden war. Beide Landräte wusste dazu keine Angaben zu machen.
—
Oberpfalz Echo, 03. März 2026:
Müllskandal größer als gedacht: Gefährliche Körperverletzung an neun Mitarbeitern angeklagt
—
express/Österreich, 26. April 2026:
Windrad-Schrott: Pionier der Branche wegen illegaler Entsorgung angeklagt
Michael Roth galt jahrelang als Vorreiter der Windkraft-Entsorgung – nun sitzt er in Untersuchungshaft. Sein Fall zeigt, wie ungelöst das Müll-Problem der Energiewende wirklich ist. […]