100x „Waterkant“

Die Zeitschrift „Waterkant“ feiert seit ihrer Gründung 1986 ihre 100. Ausgabe, und der Wattenrat gratuliert! Beim Wattenrat ist die Waterkant seit Jahren eine unverzichtbare Informationsquelle. Die Pressemitteilung der Redaktion lesen Sie hier:

Pressemitteilung 2011-01:

Stolzes Jubiläum — Zeitschrift WATERKANT erscheint mit 100. Ausgabe

Die meerespolitische Zeitschrift WATERKANT ist zum Jahreswechsel 2010/2011 mit ihrer 100. Ausgabe erschienen; „Umwelt + Mensch + Arbeit in der Nordseeregion“ lautet traditionell das Motto des Blattes, das 1986 von der seinerzeit in Bremen beheimateten Meeresschutzorganisation „Aktionskonferenz Nordsee“ (AKN) gegründet worden war. Seit Anfang 2009 wird die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift von einem eigenständigen Förderkreis herausgegeben.

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Die Internationale der Gänseschießer, oder russisches Roulette am Deich

Screenshot Trimo-Jagdreisen an die Ems (klicken für große Version).

Gänseschießer unter sich: Da bietet der Jagdreisenanbieter Trimo-Jagdreisen in Trier auf seiner WebSeite Jagdreisen an die Ems an. Die Firma wirbt mit Abschuss von u.a. Blessgänsen und Saatgänsen am 05. und 06. Januar 2011, die in EU-Vogelschutzgebieten in Niedersachsen gar nicht bejagt werden dürfen.

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Silvester-Nachlese: 130 kg Böllermüll allein am Strand von Dornumersiel

Böller und Raketen über dem "Weltnaturerbe"

Man glaubt es kaum: Allein am Strand von Dornumersiel im Landkreis Aurich wurden 130 kg Böller- und Raketenreste aus der Silvesternacht als touristische Unterhaltungsaktion von Urlaubern eingesammelt. Das sind ja schon fast militärische Gewichtsdimensionen auf dieser überschaubaren Fläche! Das Besondere: Der Strand von Dornumersiel, an dem sich die silvestertrunkenen Besucher mit ihren Böllern und Raketen austobten, liegt im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, einem Großschutzgebiet für Tiere und Pflanzen. Nach dem Nationalparkgesetz ist das Stören und Vertreiben von wildlebenden Tieren verboten und kann als Ordnungswidrigkeit und unter gewissen Umständen auch als Straftat geahndet werden.

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Sonnenfinsternis über der Ems

Sonnenfinsternis über der Ems

Heute Morgen um 8:57 Uhr fotografierte Eilert Voß diesen besonderen Sonnenaufgang über der Ems mit einer partiellen Sonnenfinsternis.

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25 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, war da was?

Freizeitpark oder Nationalpark? Kitesurfer in strengster Schutzzone, Foto (C): Voß

Hat es jemand gemerkt? Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer wurde am 01. Jan. 2011 genau 25 Jahre alt. Es ist ruhig um ihn und seine Schutzinhalte geworden. Als der Nationalpark 2009 „Weltnaturerbe“ für noch mehr Tourismus wurde, überschlugen sich die Naturschutzverbände, die Politik und fast alle Medien vor Begeisterung, nur der Wattenrat Ost-Friesland nannte das einen “Etikettenschwindel“.  Zu den vergangenen Jubiläen erschienen immerhin noch die „Nationalparkbilanzen“ mit kritischen Anmerkungen und Empfehlungen durch die großen Naturschutzverbände wie BUND und NABU und die Stiftung WWF, zuletzt 2006 unter erheblicher Mitarbeit des Wattenrates. Bisher hört man nichts von einer neuen „Bilanz“, die dringend nötig wäre.
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Erich Bolinius (FDP) will Dollart abriegeln

Der Jahresendknaller von Erich Bolinius aus Petkum: Eine Brücke über den Dollart!

Nein, es war nicht der 1. April, als Erich Bolinius (FDP) aus Petkum (Emden) wieder zur Hochform auflief. Kurz vor Jahresschluss ließ er noch einen Knaller auf seiner WebSeite der FDP-Emden ab: Nun will Erich B. mit niederländischen Gesinnungsüberzeugten, dem Honorarkonsul der Niederland in Emden, Johannes Riepma und Rikus Jager, dem Bürgermeister der niederländischen Gemeinde Westerveld, ein neues Sperrwerk mit einer Brücke über den Dollart.

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Auf ein Neues, ohne Böller und Raketen im Nationalpark

Feuerwerk über Juist, Foto (C): Voß

Bevor sich der Wattenrat aus diesem Jahr verabschiedet und allen Leserinnen und Lesern ein „gutes Neues“ wünscht, seien einige Worte zum Jahresabschlussknalleffekt erlaubt: Heute in der Silvesternacht wird wieder der Teufel im Nationalpark und „Weltnaturerbe“ los sein, Böller und Silvesterraketen der Einheimischen und zahlreich angereisten Touristen werden die ohnehin kälte- und eisgestressten Wat- und Wasservögel des Wattenmeeres weiträumig von ihren Futter- und Rastplätzen vertreiben. Das Lärmen, Stören und Vertreiben von Tieren ist  nach dem Nationalparkgesetz nicht erlaubt, das Böllern schon, wenn es in den unmittelbar angrenzenden nationalparkfreien Ortslagen oder an den Deichen geschieht; Feuerwerke und Böller aus den Ortslagen und Deichen wirken aber weit in die Schutzzonen hinein. Es wird aber auch niemand da sein, um die Störungen zu unterbinden. Es gibt hier nur sechs hauptamtliche Nationalparkwärter auf einer Gesamtfläche von 3.500 qkm, ohne Boote, Fahrzeuge und Kompetenzen. Im Nationalpark Harz ist das anders geregelt, dort sind Böller und Feuerwerke ganzjährig verboten, die dortigen Ranger sollen das Verbot überwachen. Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist das bisher kein Thema. Nicht nur zu Silvester, zu vielen kleinen Festlichkeiten werden schon Feuerwerke abgebrannt, zuletzt im Sommer auf Juist und in Bensersiel direkt am Nationalpark. Vielleicht kommt man auf Juist von selbst auf ein Böller- und Raktenverbot: Die Insel will erklärtermaßen „klimaneutral“ werden und sich eine „CO2-Diät“ verordnen!  Man sieht daran, wie wenig eigentlich der tatsächliche Nationalparkgedanke zum Schutz der Tiere und Pflanzen in den hiesigen Köpfen angekommen und verankert ist, der auch mit Rücksichtnahme verbunden sein sollte. Wenn es um die Vermarktung dieses Großschutzgebiets geht, sind alle dabei, dafür haben wir ja nun auch ein „Weltnaturerbe“, von dem die Tiere und Pflanzen allerdings nichts gemerkt haben. Dass sich dieses zum Positiven ändern möge, wünscht sich der Wattenrat.  Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir ein gutes neues Jahr 2011!

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Eiszeit im Watt

Schwarz auf Weiß: Janet aus Sambia und Kachana aus Namibia auf vereistem Watt, Foto (C): Dennis Knake

Eigentlich sollte es ihn ja nicht mehr geben in unseren Breiten, den richtigen Winter mit Schnee und knackigem Frost. Darin waren sich zumindest der Klimaforscher Mojib Latif, damals Max-Planck-Institut, und Aloys Wobben, Chef des Windkraftanlagenbauers Enercon in Aurich, einig. ”In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben”, ließ Latif 2000 in Spiegel-online verlauten.

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Seehunde und Tourismus: Wie das Jungtier zum Heuler wird

Ungestörte Seehundbank, Foto (C): Voß

Peter Lienau leitet die Seehundaufzuchtstation in Norden-Norddeich, betrieben von der niedersächsischen Landesjägerschaft. Die Station ist ein Touristenmagnet, der Seehund ist der Sympathieträger für das Wattenmeer. Aber der wildlebende Seehund leidet auch gerade unter denen, die ihn so nett rundköpfig und kulleräugig finden, und das sind die Touristen, die zu abertausenden das Weltnaturerbe und den Nationalpark Wattenmeer bevölkern und sich dabei häufig nicht an die Regeln halten.

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Nebeljagd in Schutzgebieten an der Ems: Protokoll der Zugvogelhatz

 

Naturschutzgebiet "Petkumer Deichvorland" an der Ems, Wasservogeljagd im Nebel, Foto: Voß

Die Wasservogeljagd im Natur-und EU-Vogelschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ (und in anderen Schutzgebieten an der Ems!) bei Emden geht unverdrossen weiter, die dortigen Schießer stören sich nicht an moralischen oder jagdethischen Bedenken, die viel zitierte „Waidgerechtigkeit“ ist eine leere Worthülse. Es  jagt sich wohl viel leichter ohne diesen Ballast auf die Zugvögel, man beruft sich darauf, dass die Jagd ja „legal“ sei, obwohl man die Arten bei diesem Licht nicht unterscheiden kann. Eilert Voß war wieder auf „Gänsewacht“ und hat das Treiben in der Dunkelheit und im dichten Nebel dokumentiert.

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