Meyer Werft: Meyers Millionen, trotz Umsatzeinbußen

Kreuzfahrtschiff "Celebrity Eclipse" passiert des Ems-Stauwerk bei Gandersum

Die Papenburger Meyer Werft GmbH ist eine Tochter der Meyer Neptun GmbH mit Sitz in Rostock. Dort ist Bernard Meyer als alleinvertretungsberichtigter Geschäftsführer der Chef. Als Tochter macht die Meyer Werft davon Gebrauch, die Ergebnisse ihrer eigenen Geschäftsjahre nicht zu veröffentlichen, nach dem Handelgesetzbuch ( HGB) ist das zulässig. Meyer verweist einfach auf die Rostocker Werft.
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Gänsejagd im Rheiderland, trotz Schonzeit

Rushhour im Rheiderland: morgendlicher Einflug überwinternder Gänse von den Schlafplätzen aus dem Dollartwatt

Über die unglaublichen Jagdszenen im Nebel und der Dunkelheit im EU-Vogelschutz- und Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ an der Ems bei Emden haben wir ausführlich berichtet. Die Jagdzeit auf Gänse (die zahlreich vorkommenden Bläss- oder auch Saatgänse dürfen wegen des Vogelschutzgebietes ohnehin nicht geschossen werden, Nonnengänse haben keine Jagdzeit)  ist nun eigentlich ab dem 16. Januar vorbei, eigentlich. Im Rheiderland westlich der Ems im Landkreis Leer wird unüberhörbar weitergeschossen, auch mit schneller Schussfolge mit mehr als den erlaubten drei Patronen in halbautomatischen Waffen. Die Schüsse wurden gerade beim morgendlichen Gänseeinflug gehört. Wie dem Wattenrat berichtet wurde, stehen Bauern versteckt in der Deckung ihrer Höfe und schießen in Gänsepulks, ein eindeutiger Jagd- und Jagdzeitenverstoß.

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Geocaching: Schnitzeljagd auch in Schutzgebieten, von der Nationalparkverwaltung beworben

Geocaching: für Pflanzen und Tiere nicht ungefährlich

Geocaching ist eine neue Freizeitbeschäftigung mit rasch steigender Anhängerzahl. Geocaching ist so etwas wie eine elektronische Schnitzeljagd im Grünen mittels GPS, oder modernes Ostereiersuchen zu jeder Zeit an jedem Ort, zur jeder Jahreszeit, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Das Wort Geocaching setzt sich aus dem griechischen Wort „geo“ (Erde) und dem englischem Wort „cache“ (Versteck) zusammen. Für diesen neuen Freizeitspaß werden zu dem Versteck gehörende geographische Informationen auf einer WebSeite  (z. B. international www.geocaching.com oder in Deutschland www.opencaching.de ) veröffentlicht. Mit Hilfe dieser Informationen und eines GPS-Empfängers und des Computers können diese Caches gefunden werden. In Deutschland sind bereits mehr als 150.000 solcher Caches eingerichtet. Im Jahr 2009 machten sich rund 25.000 Menschen auf die Suche nach diesen Caches.

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NSG „Petkumer Deichvorland“: Erich Bolinius (FDP) und der Zaun

NSG "Petkumer Deichvorland": 18. Aug. 2009: Absperrzaun wird entfernt

Erich Bolinius, FDP/Emden, der Meister der Halbwahrheiten, lässt sich auf seiner WebSeite über das Betreten des Treibselabfuhrweges im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ (EU-Vogelschutzgebiet) an der Ems aus:

„Jetzt kommt aber eine neue Absurdität in die Diskussion, worüber man noch nur den Kopf schütteln kann. Der Vorstand der Emder Grünen – Dieter Stolz und Christine Schmidt – wollen mit Hilfe einer Berliner Anwaltskanzlei durchsetzen, dass deichseitig vor dem Teekabfuhrweg ein Zaun erstellt wird, damit die Bürger von Deich aus diesen Weg nicht mehr erreichen können. Das unter Naturschutz stehende Deichvorland ist bereits durch einen Zaun südlich des Teekabfuhrweges abgesperrt. Der Teekabfuhrweg wird, obwohl er zurzeit nicht betreten werden darf, dann kilometerweit eingezäunt. Ein Humbug sondergleichen!“

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Emsästuar: Protokoll der Auftaktveranstaltung IBP ohne Wattenrat

Emsästuar: Nonnengänse aus Sibirien im Schutzgebiet "Petkumer Deichvorland"

Am 09. Dezember 2010 berichteten wir über die Auftaktveranstaltung für die Erstellung eines integrierten Bewirtschaftungsplanes Emsästuar (IBP Ems), durchgeführt vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Der Wattenrat hatte dazu einen Beitrag thematisiert, der durch die weitgehend nur ökonomische Betrachtungsweise des Ems-Ästuars nur eine Nischenrolle spielt, aber dennoch wegen der ökologischen Bedeutung des Ems-Raumes von uns für überaus wichtig angesehen wird: die Ruhe und Unversehrtheit der dort rastenden oder überwinternden Wasser- und Watvogelarten vor Nachstellung oder Vertreibung durch Hobbyjäger mit dem Ziel des Beutemachens in einem EU-Vogelschutzgebiet, kein primäres Tierschutz-, sondern ein Artenschutzthema.

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Jagd: Ruhe an der Gänsefront

Jagdruhe: 25.000 Nonnengänse im Naturschutzgebiet "Petkumer Deichvorland" (Bracklow Polder)

Ab dem 16. Januar ruht die Gänsejagd auf Grau- und Kanadagänse  in Niedersachsen auf Grund der Jagd- und Schonzeitenverordnung, auch im Naturschutzgebiet „Petkumer Deichvorland“ (Teil eines EU-Vogelschutzgebietes) an der Ems. In den niedersächsischen EU-Vogelschutzgebieten haben Bläss- und Saatgans keine Jagdzeit, die Nonnengans ist kein jagdbares Wild. Unser Mitstreiter Eilert Voß hat über mehrere Wochen bei jedem Wetter das unglaubliche jagdliche Treiben an der Ems fotografiert und dokumentiert und die angeblichen „Waidmänner“ als ausschließliche Beutemacher und Schießer entlarvt, die auch in der Dunkelheit, bei Nebel und Schneetreiben ihrem blutigen Hobby frönten. Durch die Jagd wurden alle Vögel aus dem Schutzgebiet weiträumig vertrieben, auch die streng geschützten Arten.

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Nachruf: Andreas Bieg

Andreas Bieg ist tot. Er verstarb unerwartet am 27. Dezember 2010. Mit Andreas Bieg war eine jahrelange Zusammenarbeit im Naturschutz bei Stellungnahmen zu Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden. Die Vorläuferorganisation des Wattenrates, die 2001 aufgelöste Konferenz der Natur- und Umweltschutzverbände Ost-Frieslands, verdankte ihm viele wertvolle Anregungen und Hilfestellungen bei der Bearbeitung von naturschutzfachlichen Stellungnahmen. Andreas Bieg arbeitet damals beim Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) in Hannover. Andreas Bieg wurde am 04. April 1959 geboren. Nach Beendigung des Gymnasiums studierte er an der Universität Hannover Geographie, sein Studium schloss er als Diplom-Geograph ab.

Viele Jahre arbeitete er hauptberuflich für den LBU. Seit 1999 war er auch Regionalbeauftragter für Naturschutz der Landeshauptstadt Hannover. Andreas Bieg hat seine Aufgaben immer ernst genommen und mit viel Einsatz und Geradlinigkeit verfolgt. Zu seinen großen Leidenschaften gehörten seine Reisen nach Lappland, wo er große Wanderungen unternahm und sich mit dem Land und seiner Kultur stark verbunden fühlte. Dann waren da seine Musikbegeisterung (E-Gitarre in der Band „talk Dirty“)  und natürlich die Fotografie, über die mit ihm auch privat viel gefachsimpelt wurde. Wir werden ihn vermissen.

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BUND-Nationalparkhaus Dornumersiel: Hier schaut der Naturschutz in die (Gas-)Röhre

BUND-Nationalparkhaus Dornumersiel: Der Naturschutz schaut in die Statoil-Röhre

Wie sich die Zeiten ändern: In Dornumersiel im LK Aurich wurde im letzten Jahr das BUND-Nationalparkhaus für insgesamt 830.000 Euro aufwändig umgebaut und neu gestaltet, auch mit Finanzhilfe des norwegischen Energiemultis Statoil und dem Energieriesen E.ON. Seit 1994 gibt es die vom Land Niedersachsen verwaltete Wattenmeerstiftung dieser Energieanbieter  als Ablassstiftung für den gewaltigen Eingriff durch den Bau der Erdgasleitung „Europipe“ durch den Nationalpark Wattenmeer. Die Gasleitung aus dem norwegischen Troll-Sleipner-Feld wurde 1994 im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer verlegt und  in Dornumersiel angelandet, gegen den öffentlichen heftigen Widerstand von BUND, NABU, WWF und regionalen Naturschutzgruppen.

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Die „Zeiger“ Mühle in Bensersiel: Wer entsorgt das Fundament?

Das alte Fundament der versetzten Mühle (Hintergrund) rottet seit 1998 immer noch vor sich hin

Diese Mail erhielt heute der Wattenrat:

… am Mittwoch war ich bei Hermann Zeiger, um das Fundament der alten „Zeiger-Mühle“ zu fotografieren. Das Fundament ist auch jetzt (ca. 10 Jahre nach Versetzen der Anlage) immer noch da. Wenn jemand von Rückbau-Verpflichtung spricht, zeige ich immer gern auf dieses Fundament. Beim Bauamt der Stadt Esens sagte man mir, daß Esens nicht zuständig sei der Kreis sei Genehmigungsbehörde. Beim Kreis Wittmund (Bauamt Herr Janßen) ist man der Meinung, daß auch der Kreis keine Handhabe hat, das Fundament beseitigen zu lassen. Genehmigt worden sei diese „Altanlage“ durch das Gewerbeaufsichtsamt. Also – keiner zuständig. […]

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Hubertus hilf, oder „ab in die Tonne“

Hubertuskreuz als Mahnung an die Jäger im Wattenmeer, eingesetzt 1989 am Dollart

Hubertusmessen werden jährlich zu Ehren Gottes und zur Erinnerung an den Heiligen Hubertus von Lüttich um den 3. November (Hubertustag) gefeiert. Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Adeliger ein leidenschaftlicher und ausschweifender Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Im reiferen Alter, nach der Erscheinung eines weißen Hirsches mit einem Kreuz im Geweih,  sah Hubertus in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und widmete sich von diesem Moment an der Hege und Pflege des Wildbestandes.

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