Gänsejagd: angeschossene Graugans „T16“, eine von vielen

Angeschossene Graugans „T16“

Auf der WebSeite der Gänsewacht [Anm.: Die ursprüngliche jagdkritische Seite gibt es nicht mehr, sie wurde von Jägern übernommen!] ist eine angeschossene Graugans zu sehen, die augenscheinlich einen Schrot-Treffer in den Schnabel bekommen hat, und damit leben muss. Ob die Verletzung durch einen Jagdausübungsberechtigten verursacht wurde, lässt sich derzeit nicht nachweisen. Die Gans mit der Halsmarkierung „T16“ wurde von Mitarbeitern der TU München für ein Forschungsprojekt markiert, am 19. November 2009 wurde sie noch unverletzt beobachtet. Gänse werden in  Deutschland stark bejagt, diese Jagd wird zu Recht mit der geächteten Zugvogeljagd in Italien verglichen.  Graugänse, auch wenn sie in Deutschland brüten, sind Zugvögel.

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Windenergie im „Weltnaturerbe“ Wattenmeer: Gefahr für Vögel

Löffler über Borkum: Glück gehabt, diesmal

Windkraftanlagen wurden im wahrsten Sinne des Wortes ohne Rücksicht auf Verluste auch mitten in EU-Vogelschutzgebieten gebaut, an der ostfriesischen Küste drehen sich inzwischen hunderte der Vogelschredder. Nicht nur die Gefahr des Anfluges, auch der Scheucheffekt für bestimmte, nicht alle Arten, ist enorm. Watvögel wie Große Brachvögel oder Goldregenpfeifer, die jährlich in riesigen Scharen an der Küste entlangziehen und rasten, meiden die Anlagen im Umkreis von mehreren hundert Metern. So gingen viele traditionelle Rastplätze in der ostfriesischen Marsch verloren, das lässt sich gut beobachten. Anflugopfer werden dagegen nur selten gefunden. Die extra in die Wind“parks gebauten befestigten Schwerlaststraßen müssten regelmäßig abgelaufen werden, und zwar schon früh, bevor der Fuchs die Opfer findet. Im Wind“park“ Utgast im Landkreis Wittmund, nur ca. 1,5 km vom Nationalpark entfernt, wurden 10 km Straßen auf 2 qkm Windfläche gebaut. Die regelmäßige Kontrolle ist nur schwer zu organisieren, weil dann regelmäßig große Strecken abzulaufen wären, nicht nur in Utgast. In Offshore- „Parks“ auf See wird man die Opfer nie finden.

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Niedersachsen propagiert Outdoor-Sportarten „im Einklang mit der Natur“, NDR1 macht den Staatsrundfunk

Natursportler im Weltnatuerbe Wattenmeer: Seekajakfahrer aus den Niederlanden auf Langeoog

Der gezielte Abbau von Naturschutzstandards ist seit Jahren Thema im Land Niedersachen. Nun setzt das niedersächsische Umweltministerium noch eins drauf: Die Pressemitteilung des Umweltministeriums propagiert „Outdoor-Sportarten“ im „Gleichklang mit der Natur“, was immer das heißen soll. Angeblich können „Sport und Naturschutz ein Team sein“, so das staatliche Geschwätz. Niemand käme auf die Idee, Naturschutz auf Rasenplätzen des Fußballs oder Tennis zu fordern, aber umgekehrt geht es.

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Seehundzählung in Niedersachsen: So viele Tiere wie noch nie?

Seehund im Dollart

Heute wird in der Tagespresse verkündet, dass es „noch nie so viele Seehunde im Wattenmeer“ gab, mit der Einschränkung „seit dem Beginn der Seehundzählungen 1958“. Die niedersächsische Jägerschaft, die die Erfassung finanziert,  zählt seit Jahren aus Flugzeugen synchron mit Schleswig-Holstein, den Niederlanden und Dänemark den Seehundbestand im Wattenmeer. Koordiniert wird die Seehundzählung vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES). Im niedersächsischen Wattenmeer wurden in diesem Jahr 6623 Seehunde, davon 1648 Jungtiere gezählt. In den Meldungen wird nicht zwischen Seehunden und Kegelrobben unterschieden. Ein Grund zum Jubeln? Vergleicht man die Bestandszahlen über einen längeren Zeitraum, ist diese Zahl gar nicht so groß.

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Windkraftkritisches in der F.A.Z.

Bundeskanzlerin Merkel ist gegenwärtig auf  „Energiereise“ und hofiert die Windkraftindustrie, beim Hersteller „Nordex“ machte sie Station und wollte sich über die „erneuerbaren Energien“ informieren. Als promovierte Physikerin müsste sie das eigentlich ohnehin wissen.

Neue deutsche Energielandschaft: vermaist und von Windkraft verspargelt, Utgast/LK Wittmund

Jochen Flasbarth, ex NABU-Präsident, hochgedienert als Abteilungsleiter in Trittins Umweltministerium und, als Sigmar Gabriel (SPD) Bundesumweltminister war,  noch eins rauf, wieder Präsident, nämlich des Umweltbundesamtes. Flasbarth will wissen, dass 2050 Deutschland gänzlich mit „erneuerbaren Energien“ versorgt wird, dezentral. Wie das bei Windstille oder nachts, wenn es auch in Deutschland dunkel ist, funktionieren soll, hat er nicht gesagt. Das klingt nach einer Drohung und Kampfansage, nicht nur für Anlieger, die mit nervendem Rotorgedröhn leben müssen, sondern auch für den Naturschutz. Ganze Landstriche sind schon und werden noch unter den inzwischen riesigen Rotoren verschwinden, hier an der ostfriesischen Küste kann man erahnen, was auf den Rest der Republik zukommen wird.

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Dornumersiel: Schönen Gruß aus dem Weltnaturerbe Wattenmeer

Dornumersiel: Nationalpark oder Nationalparkplatz?

Alltag im „Weltnaturerbe“ Wattenmeer:

Dornumersiel im Landkreis Aurich ist ein Küstenbadeort, Teile der Kommune gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Hier im und am Welterbe entwickeln sich die Trendsportarten „Landboarding“ und „Kitesurfing“. Beim Landboarding werden kleine Buggies für eine Person mit dem Kitesegel über Land gezogen. Dazwischen knattern Lenkdrachen. In Dornumersiel finden dafür bereits Meisterschaften statt, auf einer Fläche, die bis 2001 zum Nationalpark gehörte. Auf Druck der Tourismusindustrie wurden von der damaligen SPD-Landesregierung fast 90 Flächen aus dem Nationalpark herausgenommen oder in der Zonierung herabgestuft, die Fläche in Dornumersiel gehört dazu. Weiterlesen

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Meyer-Kreuzfahrtschiffe: Die „See-Schwäche“ des Norddeutschen Rundfunks

Der mediale Tanz um das Goldene Kalb der Meyer Werft: Kreuzfahrtschiffe

Was der Wattenrat seit Jahren beklagt, hat nun auch das FAZ-Blog im FAZ.net aufgegriffen:

Viele Medien, und hier im Norden der NDR, blenden Umweltprobleme durch die Meyer Werft und ihre riesigen Kreuzfahrtschiffe auf der viel zu engen Ems einfach weitgehend aus. Sie tanzen den medialen Tanz um das Goldene Kalb „Kreuzfahrtschiff“ und deren Schicki-Micki-Klientel intensiv mit. Seit Jahren beklagen die Natur- und Umweltgruppierungen an der Ems die völlig einseitige Jubelberichterstattung über die Meyer Werft und ihre Musikdampfer, deren Faszinosum vor allem der NDR erlegen ist. Weiterlesen

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Dollart: Rasendes Vermessungsschiff „GEOID“ räumt Seehundsbank im Schutzgebiet ab

Eilert Voß war wieder unterwegs. Immer wenn er auf Tour im Watt ist, sieht er etwas, das es wert ist, veröffentlicht zu werden. Er ist unverzichtbar für die Wattenrat-Arbeit. Hier sein Bericht aus dem niederländischen Teil des Dollart, der Meeresbucht zwischen Emden und Delfzjil, Teilbereich des „Weltnaturerbes“ und ausgewiesenes Seehundschutzgebiet, vom 15. August 2010:

Seehundliegeplatz im niederl. Teil des Dollart, Weltnaturerbe und Seehundschutzgebiet

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Bensersiel: Höhenfeuerwerk über dem Nationalpark Wattenmeer

Feuerwerk über dem Nationalpark Wattenmeer, hier Juist, 24.07.2010

Am 01. August 2010 berichteten wir über ein Höhenfeuerwerk auf der Insel Juist, zur Belustigung der Touristen, zum Schrecken und Schaden der durchziehenden Wat- und  Wasservögel, die gerade im Wattenmeer Station machen und sich Fettreserven für ihren Weiterzug in die Überwinterungsgebiet anfressen. Nun krachte es auch nächtens in Bensersiel.

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Ems: Zauberlehrlinge mit Schlickfalle gescheitert, Umweltverbände maulen wegen Geld für Studie

Ems-Stauwerk auf der Ems – Foto (C): Manfred Knake

Schilda könnte an der Ems liegen: Im binnenländischen Papenburg werden auf der Meyer Werft riesige Kreuzfahrtschiff gebaut, die jedesmal aufwändig an das seeschifffahrttiefe Wasser der Nordsee gelotst werden müssen. Dafür wurde für fast 300 Millionen ein Stauwerk bei Gandersum gebaut, das im offiziellen Sprachgebrauch  „Sperrwerk“ genannt wird, angeblich um die Fluten der Nordsee zu bremsen. Das Küstenschutzetikett  stellte die EU-Kommission ruhig, die sonst beim Bau des Sperrwerks in einem EU-Vogelschutzgebiet eingegriffen hätte. Trotz des Stauwerks muss die Ems immer noch ständig ausgebaggert werden, damit die Meyer-Schiffe durch den Fluss passen, auch das bezahlt der Steuerzahler.

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