Langeoog und Borkum: Resolution gegen drohenden Ertrinkungstod – Mittel aus „Sondervermögen“ gefordert

Zukunftsvision Insel Langeoog? – Erstellt mit KI, ChatGPT, Idee: Wattenrat

Auf den Touristeninseln Langeoog und Borkum im niedersächsischen Wattenmeer ist womöglich Panik ausgebrochen, wegen des Klimawandels und des befürchteten Ertrinkungstodes durch den steigenden Meeresspiegel. Zunächst einmal geht es aber ums Geld, um das Geld des Steuerzahlers. In einer Resolution mit dem Titel „Zukunft der Inseln Langeoog und Borkum sichern – Klimaschutz ist unsere gemeinsame Aufgabe” fordern Inselpolitiker, am  500 milliardenschweren sog. „Sondervermögen“ beteiligt zu werden. Die Bundesregierung und der Deutsche Bundestag werden aufgefordert „die besonderen Herausforderungen für die ostfriesischen Inseln zu berücksichtigen und entsprechende finanzielle Mittel aus dem Sondervermögen hierfür bereitzustellen“.

Nur zur Erinnerung: Bei diesem „Sondervermögen“ handelt es sich um „Sonderschulden“, staatsstreichartig mit der Änderung des Grundgesetzes am 18. März 2025 mit 512 Stimmen dafür und 206 Stimmen dagegen von dem bereits abgewählten Bundestag beschlossen, obwohl der damals designierte Bundeskanzler Merz (CDU) vor der Bundestagswahl zugesichert hatte, für die strikte Einhaltung der Schuldenbremse zu sorgen. „Dreiste Wählertäuschung“ hieß es dann nach der Wahl von nicht wenigen Kritikern.

Die in Rede stehende Resolution der Inseln wurde von der rührigen, aber faktenfernen Langeoogerin Bärbel Kraus, Vorstandssprecherin der Inselgrünen, eingebracht, und wurde schließlich von beiden Inselbürgermeistern mitgezeichnet. Das las sich dann in der Lokalzeitung u.a. so:

Anzeiger für Harlingerland (Wittmund), 24. April 2026

„Langeoog und Borkum fordern Hilfe vom Bund

[…] Um in den nächsten Jahren nicht zu ertrinken, finanziell wie wörtlich, fordern Langeoog und Borkum neben der ausreichenden finanziellen Unterstützung aus dem Sondervermögen mittelfristig eine „Gemeinschaftsaufgabe kommunaler Klimaschutz“ im Grundgesetz zu verankern. […]

Manfred Knake vom Wattenrat Ostfriesland, der den insularen Klimahype (oder -wahn?) seit Jahren verfolgt, schrieb daraufhin den Langeooger Bürgermeister Onno Brüling (CDU) an, eine Antwort gab es auch auf Nachfrage nicht – Touche´?

An den

Bürgermeister der Insel Langeoog            25. April 2026
Herrn Onno Brüling
Rathaus Langeoog

Moin Herr Brüling,

gestern las ich Erschröckliches über den nahen Untergang Langeoogs in den Fluten der Nordsee in der Lokalzeitung „Anzeiger für Harlingerland“, nein, kein verspäteter Aprilscherz. Die Dame Kraus von den Langeooger Grünen meint es tatsächlich ernst mit ihren faktenbefreiten klimatisch bedingten Untergangsfantasien und der daraus resultierenden „Resolution“, die auch von Ihnen unterzeichnet  und der ebenfalls „grünen“ Familienministerin Lisa Paus von Frau Kraus im Bundestag überreicht wurde. Nüchtern betrachtet ist diese Resolution inhaltlicher Unsinn (mein Nachbar nannte es „grüner Bullshit“, sorry, war nicht von mir). Es geht in der Resolution doch unverhohlen darum, mit substanzloser ständig wiederholter Klimapanik Geld für die Inseln aus dem „Sondervermögen“, besser Sonderschulden, der Bundesregierung abzuzweigen.

Weder steigt der Meeresspiegel dramatisch mit derzeit ca. 2mm im Jahr laut Pegelaufzeichnungen in Norderney und Cuxhaven, noch ist das ein Phänomen unserer medienalarmistischen Zeit. Fakt ist: Der Meeresspiegel der Nordsee steigt nacheiszeitlich seit dem Ende der Weichselkaltzeit vor ca. 12.000 Jahren immer noch in unterschiedlicher Intensität (Transgression, Regresssion) an, das sind die Folgen der geologischen Veränderungen des Meeresbodens. Vor 12.000 Jahren lag der heutige Nordseegrund trocken (Doggerland), dort liefen Mammuts, Wollnashörner und Riesenhirsche. In Skandinavien (Ostsee und vor Norwegen) fällt der Meeresspiegel (isostatic uplift, google hilft). Ohne den postglazialen Anstieg gäbe es weder Langeoog noch die anderen Ostfriesischen Inseln. Eine Untersuchung von Prof. Behre zum stetigen postglazialen Anstieg der Nordsee hänge ich dieser Mail an.
Auch gibt es keinen Zunahme der Sturmfluthäufigkeit, sagt zumindest der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN):

https://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/hochwasser_kustenschutz/kustenschutz/antworten_auf_haufig_gestellte_fragen/kuestenschutz-und-deichbau-in-niedersachsen-45182.html

Frage: Gibt es eine Häufung von Sturmfluten aufgrund des Klimawandels?
Antwort: Bisher ist keine Zunahme der Sturmflutaktivität zu erkennen, wenn nur der durch Stürme verursachte Teil der Wasserstände betrachtet und der Anstieg des Meeresspiegels herausgerechnet wird. Die Aufzeichnungen vom Pegel Norderney (hier wird seit mehr als 100 Jahren der Wasserstand erfasst) belegen, dass die Sturmfluthäufigkeit ohne eine klare Tendenz schwankt […]“

Gleichwohl eiert auch der NLWKN nur zeitgeistig korrekt beim Meeresspiegelanstieg auf der gleichen Webseite widersprüchlich herum:

Grundsätzlich gilt aber: Die Folgen des Klimawandels sind derzeit nicht genau bekannt, selbst die Meinungen von seriösen Wissenschaftlern gehen auseinander. Eine globale Erwärmung und ein daraus resultierender beschleunigter Anstieg des Meeresspiegels werden unstrittig kommen; die Frage ist nur: In welcher Größenordnung?“

Meine Frage dazu: Stehen in der Behörde auch Hellseher mit einer Glaskugel auf der Gehaltsliste?

Die Insel Langeoog wäre längst von der Landkarte verschwunden oder hätte ihre Lage verändert, würde man sie nicht zur Sicherung der Infrastruktur  mit Küstenschutzmaßnahmen künstlich festlegen. Die dafür notwendige ständige (enorm teure) Sandentnahme aus dem vorgelagerten Watt hat sicherlich auch Auswirkungen auf die Stabilität der Insel. Vor über zweihundert Jahren war Langeoog noch dreigeteilt, wie die Karten  (1805) von Karl Ludwig von Le Coq beweisen: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Langeoog_1805.jpg

Vor acht Jahren, 2018, versuchte die immer noch im Bundestag umgehende „klimapolitische Sprecherin“ Lisa Badum (B90/Die Grünen) bei einem Besuch auf Langeoog den nahen Untergang zu beschwören, wurde aber von einem damaligen leitenden NLWKN-Mitarbeiter gründlich relativiert. Hätte sie nur geschwiegen statt zu sprechen! Das hatte ich seinerzeit hier kommentiert: https://www.wattenrat.de/2018/08/04/klima-und-meeresspiegel-gruener-besuch-auf-langoog-viel-heisse-luft/

Es ist m.E. langsam an der Zeit, den ständig wiederholten Katastrophen-Unsinn zu beenden und auf eine fachlich-sachliche Basis zu stellen. Ich habe aber meine Zweifel, ob das nach jahrelanger Klima-Indoktrination in den Medien gelingen wird. Vielleicht ist ja dieser Film, mit Klimawissenschaftlern produziert, die nicht im Mainstream vorkommen, eine Hilfe: „Klima, der Film“: https://www.youtube.com/watch?v=N5h9tLojQ7c

Nur fürchte ich, dass auch diese Faktensammlung bei durchideologisierten hardcore Klimabewegten oder Nur-Medienkonsumenten nichts bewegen wird.

Freundliche Grüße

Manfred Knake

(Anhang)

Behre_2005_Meeresspiegelanstieg_Die letzten 10.000 Jahre

 

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