Lakenmaler

Wattenrat_Bauern_Esens_16Sept2015

Esens, 16. September 2015, Foto: privat

Sachen gibt´s! Was hat denn der Wattenrat den Bauern in Esens getan, dass er in großen Lettern auf einem Laken an der Straße von Wittmund nach Esens am Raiffeisen-Agravis-Markt prangt? Wer hat mit welcher Absicht und mit roter Farbe ins Bettlaken genässt?

Wir sind mal in uns gegangen: Mit den Bauern hatten wir es zuletzt an der Ems, wo ständig Stimmung gegen die bösen verfressenen Gänse gemacht wird, aber die Bauern dennoch vier- bis fünfmal im Jahr ihren Grasschnitt machen – und dabei die Gelege oder Jungvögel gleich mit ins Jenseits befördern, sogar in Schutzgebieten. Und dafür bekommen die Bauern, die am Vertragsnaturschutz teilnehmen, sogar noch 250 Euro pro Jahr und Hektar, egal ob Fraßschäden aufgetreten sind oder nicht. Weiterlesen

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Der schmale Grat…

"Intensivstrand" Norderney, Foto (C): Eilert Voß

„Intensivstrand“ Norderney, Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, Foto (C): Eilert Voß

…„zwischen hehrer Weltnaturerbe-Werbung und obszöner Ballermann-Reklame“ wird im Editorial der deutschlandweit verbreiteten Nationalpark Zeitung 03/2015 beleuchtet. Weiterlesen

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Niederländisches Gericht urteilt: RWE darf Kohlekraftwerk in Eemshaven/NL betreiben

Urlaub auf Borkum mit Aussicht: Im Hintergrund der Windpark Eemshaven/NL mit dem Kohlekraftwerk. Eemshavebn ist ein großes Inustriegebiet an der Ems, Foto (C): eilert Voß

Urlaub auf Borkum mit Aussicht: Im Hintergrund der Windpark Eemshaven/NL mit dem Kohlekraftwerk. Eemshaven ist ein großes Industriegebiet an der Ems, Foto (C): eilert Voß

Nach jahrelangem Rechtsstreit um das RWE-Kohlekraftwerk an der Ems im niederländischen Eemshaven hat das höchste niederländische Verwaltungsgericht Raad van Staate den Betreibern endgültig die Betriebserlaubnis bestätigt. Das Kohlekraftwerk hat eine Leistung von 1600 Megawatt und wurde auch als Regelkraftwerk für die vielen Windkraftwerke der Region gebaut.

Alle naturschutzrechtlichen Genehmigungen seien rechtsgültig, urteilte das Gericht am Mittwoch, 09. September 2015, in Den Haag. Die Verwaltungsrichter des Raad van Staate erklärten die Einwände gegen die im Oktober 2014 geänderte Teilgenehmigung für unbegründet. Neben drei niederländischen Umweltverbänden hatten auch die Stadt Borkum sowie die Gemeinden Jemgum und Krummhörn geklagt. Sie waren der Auffassung, dass die zu erwartenden Stickstoff- und Quecksilbereinträge nicht ausreichend untersucht wurden. Weiterlesen

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Enercon und der Speicher: alles super?

Baron von Münchhausen: von August von Wille -. 1872, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7556488

Der Windkraftanlagenhersteller Enercon macht mal wieder sehr viel Wind um seine „Superbatterie“ – entwickelt von LG in Südkorea -, die jetzt in Feldheim, einer Gemeinde im Bundesland Brandenburg, in Betrieb genommen wurde. Der Ort soll damit vorgeblich „energieautark“ werden. Der Ort hat nach Presseangaben „rund 135 Einwohner“ und verfüge sogar über „ein eigenes Stromnetz“, der Ort „versorge sich über Windmühlen, einen Solarpark und Biogas mit Strom“. Nicht erwähnt wird, dass der Ort auch Zugang zum Stromnetz und einen Vertrag mit dem Energieversorger Vattenfall hat. Enercon will: „[…] mit Hilfe solcher Speicher künftig die konventionellen Kraftwerke als stille Reserve ab…lösen […]“. Nach den veröffentlichten Leistungsdaten kann der gewaltige Lithium-Ionen-Akku bei Volllast ca. 39 Minuten Strom liefern. Die Herstellungskosten belaufen sich auf ca. 13 Millionen Euro, davon sind auch ein beträchtlicher Anteil öffentliche Gelder. Die tatsächlichen Kosten dieses Propagandaspeichers hat Dr. Dr. Winfried Ludwig von der Bürgerinitiative Fichtenwalde “Natürlich gegen Lärm” bereits 2013 unter Zugrundelegung von damals 128 Einwohnern der Gemeinde nachgerechnet und diese Nummer als unbezahlbaren Humbug entlarvt: Weiterlesen

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BWE und BUND: …bis dass der Tod euch scheidet – bei Auflösung des BWE „erbt“ der BUND

Naturschutz oder Windenergie? Wofür steht der BUND? Windpark Utgast/LK Wittmund/NDS inmitten des EU-Vogelschutzgebietes Norden-Esens, Foto (C): Manfred Knake

Naturschutz oder Windenergie? Wofür steht der BUND? Windpark Utgast/LK Wittmund/NDS inmitten des EU-Vogelschutzgebietes V63 Norden-Esens am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, Foto (C): Manfred Knake

Der 1996 gegründete Bundesverband Windenergie (BWE) ist eine Lobbyorganisation der Windenergiewirtschaft. Der BWE veranstaltet z.B. „Akzeptanz-Seminare“, in denen die Teilnehmer lernen sollen, wie man Windkraftprojekte auch gegen den Widerstand von Betroffenen durchsetzen kann: „Experten zeigen Ihnen anhand von Beispielen praktische Methoden und Werkzeuge von der Bürgerversammlung bis zur Online-Kommunikation zur Erhöhung der Akzeptanz Ihres Windkraftprojekts“. Der BWE suggeriert der Öffentlichkeit, mit Windkraftanlagen könne man Einfluss auf „das Klima“ nehmen und gibt vor: „Negative Umwelteinflüsse werden durch sorgfältige Standortplanung weitgehend vermieden“. Das ist alles nachweislich nicht wahr: Weder können die windabhängigen Windkraftanlagen (deshalb heißen sie so!) das Wetter noch in der Folge das Klima beeinflussen – Klima ist die statistische Auswertung von 30 Jahren Wetteraufzeichnung für eine bestimmte Region, erst kommt also Wetter, dann Klima – noch werden die Standortplanungen „sorgfältig“ vorgenommen. Konflikte mit den Anwohnern und dem Artenschutz treten häufig schon in den Planungsphasen für Windparkstandorte auf. Die Verquickung des BWE mit Kommunalpolitikern, die Flächennutzungspläne für die Windenergiestandorte zur Verfügung stellen, ist eng. Weiterlesen

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„Meilenstein“: zehn neue Ranger im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Bensersiel: Parkplatz für die Besucher der Insel Langeoog, einer von vier Parkplätzen, August 2015

Bensersiel: Parkplatz für die Besucher der Insel Langeoog, einer von vier Insel-Parkplätzen im Ort, August 2015, Foto (C): Manfred Knake

Langsam, ganz langsam, nach fast dreißig Jahren des Bestehens des Großschutzgebietes, bewegt sich die Betreuung im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer in die richtige Richtung und wird nun gar als „Meilenstein“ gefeiert (Pressemitteilung der Nationalparkverwaltung ganz unten): Bis zum Ende des Jahres sollen 10 hauptamtliche Nationalparkranger eine Fläche von 3.500 Quadratkilometern von Cuxhaven bis Emden betreuen. Ursprünglich waren 11 Rangerstellen vom niedersächsischen Umweltminister angekündigt worden. Bisher übten diese Arbeit sechs hauptamtliche Dünenwärter des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit der Hälfte ihrer Arbeitszeit auf den Inseln aus. Allerdings haben die einzelnen neuen Ranger sehr große Gebiete zu überwachen. Allein die Entfernung von Bensersiel bis Emden beträgt am Nationalpark fast 70 Kilometer, hier liegen Hochburgen des Massentourismus, das ist für zwei Ranger eine beträchtliche Strecke. Zudem verfügen die Ranger über keine Boote, können also bei Verstößen im Watt (z.B. Kitesurfer, Sportbootfahrer, Störungen an den Seehundsbänken) kaum tätig werden. Weiterlesen

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Ausgesetztes Damwild auf der Insel Borkum soll wieder weg, „notfalls mit Gewalt“

Damwild auf Norderney, Südstrandpolder, Foto (C) Eilert Voß

Damwild auf Norderney, Südstrandpolder, Foto (C): Eilert Voß

Bereits im Mai 2015 berichteten wir über Damwild auf Norderney, das von Jägern dort vor Jahrzehnten zur Bereicherung der Jagdmöglichkeiten ausgesetzt wurde und nun als gebietsfremde Art die Insel wieder verlassen soll. Diesmal geht es um die Insel Borkum, dort werden die erst 2013 auf die Inseln gebrachten Geweihträger inzwischen lästig: Die Tiere, zunächst in Gattern gehalten, wurden „entlassen“ und fressen sich nun durch die Inselgärten. Da stellt sich doch die Frage, warum die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven noch 2013 das Aussetzen der gebietsfremden Tiere zugelassen und sogar mit der Borkumer Jägerschaft einen überflüssigen „Vergleich“ geschlossen hat. Das Bundesnaturschutzgesetz (§ 40) setzt eine Genehmigung für das Aussetzen gebietsfremder Arten voraus; natürlich kommt Damwild auf den ostfriesischen Inseln nicht vor. Bemerkenswert, dass erst jetzt eine Reaktion der Nationalparkverwaltung erfolgt, seit sich Insulaner über die Schäden in ihren Gärten beschweren. Damwild als jagbares Wild wird zur Fleischproduktion oft in Gattern gehalten und in diesen mit der Büchse oder einem Bolzenschussgerät getötet. Weiterlesen

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Leibniz Universität Hannover: Studie zum Einfluss von Windkraftanlagen auf den Tourismus in Deutschland

Vorfahrt für Winenergie in Urlaubsregionen? Blick vom Küstenbadeort Bensersiel/LK Wittmund/NDS auf den Windpark Utgast, Foto (C): Manfred Knake

Vorfahrt für Windenergie in Urlaubsregionen? Blick vom Küstenbadeort Bensersiel/LK Wittmund/NDS auf den Windpark Utgast und angrenzende Windparks. Die Flächen um den Windpark herum sind Bestandteil eines EU-Vogelschutzgebietes! Foto (C): Manfred Knake

Anfang der neunziger Jahre warnte die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg vor dem Zubau der ostfriesischen Landschaft mit Windkraftanlagen. Damals fürchtete man um die Attraktivität des Fremdenverkehrs. Das änderte sich schnell, als die Windenergie boomte; die IHK unterstützt seitdem vehement den Ausbau und schreckte auch nicht vor haltlosen Propagandameldungen zurück: IHK und Windkraftzahlen – Schön gerechnet

Das ehemals weite Ostfriesland ist vielerorts einer hässlichen rotierenden Industrielandschaft gewichen, vollgestellt mit fast 1300 Windkraftanlagen. Das spricht sich langsam auch bei den Touristen herum. Die Attraktivität dieses Landstriches hat erheblich gelitten, nicht nur für die Touristen, auch für die Einwohner, die hier 365 Tage im Jahr wohnen. Nun hat die Wirklichkeit die früheren Aussagen der IHK eingeholt, Wissenschaftler der Universität Hannover haben die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf den Tourismus untersucht.

Presseinformation Nr. 106/2015 der Leibniz Universität Hannover: (Anmerkung: Die Fotos sind nicht Bestandteil der Pressemitteilung.)

Studie zum Einfluss von Windkraftanlagen auf den Tourismus in Deutschland

Welche Auswirkungen haben Windkraftanlagen auf touristische Regionen?

Wissenschaftler des Instituts für Wirtschafts- und Kulturgeographie an der Leibniz Universität haben in ihrer Studie „Gone with the wind? The impact of wind turbines on tourism demand“ einen möglichen Konflikt zwischen dem Bau von Windenergieanlagen und der Attraktivität touristischer Regionen untersucht. Regionen, die mit Windkraftanlagen gespickt sind, gelten allgemeinhin als nicht besonders attraktiv für Touristinnen und Touristen. Von einer „Verspargelung“ der Landschaft ist die Rede. Bisherige Studien deuten auf einen negativen Zusammenhang zwischen Energiegewinnung aus Wind und touristischer Nachfrage hin. Allerdings basieren alle Studien auf Stichprobenerhebungen, die lediglich für bestimmte Regionen und Zielgruppen repräsentativ und aussagekräftig sind. Weiterlesen

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Noch mehr grüner Bullshit im Sommerloch: „80 Prozent der niedersächsischen Vogelarten durch Klimawandel bedroht“

Viel Bullshit, Herr Minister! Foto (C): Paul Stevenson, Wikipedia Creative Commons, CC-BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bullshit_46346.jpg

Einer geht noch rein ins Sommerloch: Niedersachsens Umwelt- und „Klimaminister“ (so nennt er sich tatsächlich) Stefan Wenzel (Bündnis90/Die Grünen) hat schon wieder das „Klima“ entdeckt: „Klimawandel, 80 Prozent der niedersächsischen Vogelarten bedroht“, lässt er am 20. August 2015 in der Tagespresse verlauten; von „BILD“ bis „Die Welt“ lief die Meldung brav und ohne Eigenrecherche durch die Republik. Wenzels Kernaussage: Mit jedem Grad Erderwärmung veränderten sich auch die Lebensbedingungen der Vögel in Niedersachsen. Mit seinen begrenzten Mitteln wolle das Land gegensteuern. Besonders betroffen seien wegen der Erhöhung des Meeresspiegels die niedersächsische Küste mit dem Nationalpark Wattenmeer, auch Binnengewässer und Moorlandschaften.

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BUND macht Druck gegen ARD-Berichterstattung „Naturschutz und Energiewende – Der BUND vor der Zerreißprobe?“

Screensnshot_Bildzitat: www.bund.net/windenergie, 17. Aug. 2015

Screenshot_Bildzitat: www.bund.net/windenergie, 17. Aug. 2015

Die Online-Zeitung „Umweltruf/europaticker“ berichtet heute ausführlich über den BUND. Anlass ist das Schreiben einer Berliner Anwaltskanzlei wegen der ARD-Berichterstattung im Magazin „Plusminus: Naturschutz und Energiewende: Der BUND vor der Zerreißprobe?“ vom 05. August 2015.

Die Kanzlei „warnte“ im Auftrag des BUND, erinnerte „an die journalistischen Sorgfaltspflichten und insbesondere an das journalistische Vollständigkeitsgebot“ und wies „schon jetzt darauf“ hin, „dass wir mandatiert sind, ggf. bestehende presserechtliche Ansprüche zur Geltung zu bringen.“ Das soll offensichtlich Druck beim Sender erzeugen. Hier im Wattenrat-Büro können einige Vorwürfe aus dem Anwaltsschreiben aus langjähriger Kenntnis der Verbändeszene bereits entkräftet werden.

Den vollständigen Bericht vom „europaticker“ können Sie hier als .pdf-Datei nachlesen: BUND_Plusminus_europaticker_17. Aug. 2015

Korrektur zum europaticker-Beitrag zur Anzahl der geplanten Windenergieanlagen im Nearshore-Gebiet Nordergründe: Weiterlesen

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