Borkum: Polizei auf Elektro-Enduro unterwegs

Foto (C): Pressestelle Polizeidirektion Osnabrück

Auf Borkum fährt die Polizei jetzt mit einem Elektromotorrad, einer Enduro „Zero FX 6,5“. Das klingt zeitgeistig zwar gut, ist aber sehr teuer. Kosten der E-Enduro mit Zusatzladegerät: ca. 13.000 Euro, vom Steuerzahler bezahlt. Dafür bekommt man ca. drei schadstoffarme Verbrennungsmaschinen (Hubraum 250 ccm oder 125 ccm). Vorteil des Elektromotorrades: Es ist leise, es gibt keine Kette, kein Getriebe und keine Kupplung, der Antrieb erfolgt über einen Riemen. Immerhin gibt der Hersteller die Lebensdauer des Antriebs mit ca. 300.000 km an, das wäre beachtlich. Ob die Maschine diese Laufleistung in sandiger und salzhaltiger Umgebung – auch mit spezieller Abdichtung der Elektrik für den Inseleinsatz – jemals erreichen wird, bleibt abzuwarten.

Der Strom für den Elektromotor wird jedoch entgegen landläufig verbreiteter Meinung nicht schadstofffrei erzeugt, in der Regel von Wärmekraftwerken, die Kohle, Uran oder Gas verbrennen, der Anteil der Windenergie bei der Bruttostromerzeugung liegt bei ca. 14 Prozent; getrennte Stromleitungen für die Wind- oder Solarenergie gibt es nicht. weiter »

Ausgesetztes Damwild auf der Insel Borkum soll wieder weg, „notfalls mit Gewalt“

Damwild auf Norderney, Südstrandpolder, Foto (C) Eilert Voß

Damwild auf Norderney, Südstrandpolder, Foto (C): Eilert Voß

Bereits im Mai 2015 berichteten wir über Damwild auf Norderney, das von Jägern dort vor Jahrzehnten zur Bereicherung der Jagdmöglichkeiten ausgesetzt wurde und nun als gebietsfremde Art die Insel wieder verlassen soll. Diesmal geht es um die Insel Borkum, dort werden die erst 2013 auf die Inseln gebrachten Geweihträger inzwischen lästig: Die Tiere, zunächst in Gattern gehalten, wurden „entlassen“ und fressen sich nun durch die Inselgärten. Da stellt sich doch die Frage, warum die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven noch 2013 das Aussetzen der gebietsfremden Tiere zugelassen und sogar mit der Borkumer Jägerschaft einen überflüssigen „Vergleich“ geschlossen hat. Das Bundesnaturschutzgesetz (§ 40) setzt eine Genehmigung für das Aussetzen gebietsfremder Arten voraus; natürlich kommt Damwild auf den ostfriesischen Inseln nicht vor. Bemerkenswert, dass erst jetzt eine Reaktion der Nationalparkverwaltung erfolgt, seit sich Insulaner über die Schäden in ihren Gärten beschweren. Damwild als jagbares Wild wird zur Fleischproduktion oft in Gattern gehalten und in diesen mit der Büchse oder einem Bolzenschussgerät getötet. weiter »

Tourismus: „Vögelurlaub macht man auf Borkum“

Bildzitat: Wirtschaftsbetriebe der Stadt Borkum

Bildzitat: Wirtschaftsbetriebe der Stadt Borkum

Vögelurlaub macht man auf Borkum“: Nun hat die „spätrömische Dekadenz“ auch die Touristiker in Ostfriesland, genauer gesagt die auf der Ferienininsel Borkum erreicht. Als Kontrapunkt zu den von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer in Wilhelmshaven beworbenen Zugvogeltage wirbt Borkum mit dem bewusst missverständlich gewählten Slogan „Vögelurlaub macht man auf Borkum“ und will damit auch auf die jährlichen Zugvogeltage aufmerksam machen. Damit befindet sich Borkum nun im freien Fall auf das Niveau von Mallorca: Ballermann lässt grüßen! Der „Vögelurlaub“ soll ein beliebter Renner in den „Sozialen Medien sein; da fällt einem doch nur der Spruch ein, dass tausende Fliegen nicht irren können, wenn sie die Misthaufen besetzen. Und diese Werbekampagne „unter der Gürtellinie“ ist ein weiteres Indiz dafür, wie das Großschutzgebiet Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, gleichzeitig „Weltnaturerbe“, in den Köpfen der Menschen ankommen soll oder schon angekommen ist… weiter »

Hauskatzen im Nationalpark Wattenmeer: Proteststurm gegen Tötung verwilderter Hauskatzen

Miezie will nur spielen: Hauskatze erlegt Mönchsgrasmücke im Garten in der Brutzeit. Damit ist die gesamte Brut verloren.

 Ein Sturm der besonderen Art rast derzeit über die ostfriesische Insel Borkum, ausgelöst von Hauskatzenliebhabern. Ein Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung hatte in der Presse auf das ungelöste Hauskatzenproblem auf der Insel aufmerksam gemacht und auf den Fang bzw. auf den legalen Abschuss nach dem Niedersächsischen Jagdgesetz zum Schutz von Wiesenvögeln verwiesen. weiter »

Hauskatzen auf Borkum: Wer wird erschossen?

Screenshot-Bildzitat, Ostfriesen Zeitung_Online_27.Sept. 2013

Wer wird erschossen?

Ein unsachlicher Kommentar für den Wattenrat von

Thomas Schumacher

„Borkum: Katzen zum Abschuss frei“ titelt die Ostfriesen Zeitung, sprachlich holprig aber diesmal immerhin orthografisch korrekt. Allerdings: Später korrigiert sie. Hauskatzen würden auf Borkum nicht abgeschossen. Das wäre auch was, Ballermann im Wohnzimmer. Igel würden aber nicht abgeschossen, so die OZ, die stünden unter Naturschutz. Als hätte das jemals gestört, wenn es ums Schießen geht. Igel würden eingesammelt und aufs Festland verbracht. Und warum das Ganze? Wegen der Uferschnepfen. Katzen und Igel fressen die Uferschnepfen, und die sterben aus. Oh je, würden alle die abgeschossen, die gefährdete Tiere töten oder ihren Lebensraum zerstören, es gäbe ein Massaker in Ostfriesland. Jäger zu Gejagten. weiter »

Schöne Aussicht: Offshore-Windpark „Riffgat“ vor Borkum

Schöne Aussicht: Windpark "Riffgat" mit dem Spezialschiff "Bold Tern" (rechts) vor Borkum, von der Strandpromenade aus fotografiert

Schöne Aussicht von der Insel Borkum in Richtung See: Der Wind“park“ „Riffgat“ ca. 15 km vor Borkum, gebaut vom regionalen Energieunternehmen EWE (Oldenburg) in Kooperation mit dem Projektentwickler ENOVA (Bunderhee). Der Standort „Riffgat“ liegt in ca. vier Kilometern Entfernung südlich zum Verkehrstrennungsgebiet Terschelling – Deutsche Bucht, einem stark befahrenen Schifffahrtsweg, und etwa vier Kilometer westlich der Grenze zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Der Offshore-Windpark wird innerhalb der 12-Seemeilen-Zone im Küstenmeer errichtet und liegt damit in der Zuständigkeit des Bundeslandes Niedersachsen. Im Sommer 2013 soll das Windturbinenfeld mit 30 Anlagen in Betrieb gehen. weiter »

Offshore-Windpark „Riffgat“: Mit dem Hubschrauber über die Schutzgebiete

Hubschrauber von der Offshore-Baustelle "Riffgat" über Borkum, fliehende Nonnengänse, 02. Jan. 2013

Seit Mai 2012 wird ca. 15 Kilometer vor der Insel Borkum im Seegebiet „Riffgat“  an der Errichtung von 30 Windkraftanlagen der 3,6 Megawatt-Klasse gebaut, die angeblich „rund 120.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgen“ sollen. An das Projektgebiet grenzt im Osten der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer an. Gebaut wird „Riffgat“ vom regionalen Energieversorger EWE (Oldenburg) in Zusammenarbeit mit dem Projektentwickler ENOVA (Bunderhee). Im Sommer 2012 wurde bekannt, dass das Rammen der Fundamente trotz des „Schallschutzes“ mit erheblichem Baulärm von z.T. mehr als 190 dB(A) verbunden war. Technisch machbar sind die Rammarbeiten mit 160 dB(A), gemessen in einem Abstand von 750 m von den Baustellen. Dieser Lärm kann für Kleine Tümmler (Schweinswale) tödlich sein, weil er die Ortungsorgane schädigt. Im Sommer 2012 wurden 132 tote Kleine Tümmler an die Westküste Schleswig-Holsteins getrieben. Die toten Meeressäuger wurden nicht, wie es eigentlich vorgesehen ist, untersucht. Ob ein Zusammenhang mit den unglaublich lauten Rammarbeiten, die in der Dauerbeschallung lauter als ein fortdauernder Artillerieabschuss sind, lässt sich daher nicht klären. Auch auf die Rastvögel, und ab dem Frühjahr auch auf die Brutvögel des Nationalparks, hat der Baubetrieb mit dem Hubschrauberpendelverkehr von Riffgat nach Emden erhebliche Auswirkungen. Nach der Bauphase werden die Hubschrauber zum Transport des Wartungspersonals  weiterfliegen. Andere Offshore-Investoren planen ebenfalls Pendeldienste mit Hubschraubern, z.B. DONG-Energy ab Norddeich, mit einem Landeplatz direkt am Nationalpark Wattenmeer. weiter »

Borkum: Windiges aus dem „Weltnaturerbe“ Wattenmeer

Lenkdrachen in der strengsten Schutzzone: keine Aufsicht im Nationalpark

Wenn einer eine Reise tut…

…dann sollte er Bilder mit nach Hause bringen. Unser Mitarbeiter Eilert Voß hat immer die Kamera schussbereit, wenn er im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und „Weltnaturerbe“ mit dem Boot, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist. weiter »

Borkum: Skip up Strand, „Nordland I“ havariert

Gestrandete "Nordland I" vor Loreley/Borkum

Anfang Februar 2011 havarierte das 42 m lange Seeschiff “Nordland I” nach starken auflandigen Winden am Südstrand von Borkum, kam nicht mehr frei  und wurde mit den nachfolgenden Hochwassern vor die Strandpromenade gespült. Die Ironie: Das Schiff hatte ausgerechnet Baustoffe für die Sanierung der Strandpromenade geladen! Inzwischen wurden die Betriebsstoffe vom Schiff entfernt und die Ladung gelöscht.

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