Gülle im EU-Vogelschutzgebiet an der Ems: Staatsanwaltschaft Aurich stellt Verfahren ein, Freibrief für Bauern

Aus Ostfriesland nichts Neues: Die Staatsanwaltschaft Aurich stellte mal wieder ein Verfahren gegen Verstöße gegen Umwelt- und Naturschutzauflagen ein, das erleben wir seit Jahren. Ein Skandal ist es trotzdem. Am 03. Mai 2010 berichteten wir über einen Landwirt, der im Vorlandbereich der Ems, Naturschutzgebiet und EU-Vogelschutzgebiet, große Mengen Gülle ausbrachte, in unmittelbarer Gewässernähe.

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Baugerichtstag: Empfehlungen gegen Natur- und Artenschutz mittels „Flexibilisierung“ des Baurechts

Umgehung Bensersiel=Umgehung EU-Vogelschutzrichtlinie, "kommunale Entlastungsstraße" im EU-Vogelschutzgebiet, Anwalt der Stadt Esens: Prof. Stüer

Am 07. und am 08. Mai 2010 fand im westfälischen Hamm mit ca. 600 Teilnehmern der 3. Baugerichtstag statt. Dort wurden im „Arbeitskreis VIII, Öffentliches Recht“ den Naturschutz tangierende weitreichende Empfehlungen „an den Gesetzgeber“ beschlossen: „Empfiehlt es sich, die Umweltprüfung und den Naturschutz im öffentlichen Bau- und Fachplanungsrecht neu zu regeln?“ , u.a. „die Flexibilisierung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung“. Die „Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen“ hat davon auf ihrer WebSeite im Juni 2010 berichtet. Wegen der möglichen negativen Auswirkungen der Neuordnung des Baurechts auf  den Natur- und Artenschutz, nicht nur auf Eulen,  übernehmen wir die Stellungnahme auf unserer WebSeite und danken der EGE für die Erlaubnis des Abdrucks: Weiterlesen

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Sandregenpfeifer: NABU und Nationalparkverwaltung: „Erfolgsmeldung“ von der Gelegefront

Der NABU feiert zusammen mit der Nationalparkverwaltung den Bruterfolg des hochgradig gefährdeten Sandregenpfeifers mittels Drahtkäfigen auf der Muschelschillbank bei Campen/Upleward in der Krummhörn, LK Aurich. Diese „Erfolgsmeldung“ verschleiert aber in  Wirklichkeit das jährliche Desaster für diese Watvogelart nicht nur an dieser Stelle. Sandregenpfeifer, genau wie Seeregenpfeifer und Zwergseeschwalben,  finden kaum noch ungestörte Brutplätze am Watt. Der Brutbestand des Sandregenpfeifers ist innerhalb weniger Jahre auf weniger als 100 Brutpaare in Niedersachsen abgesunken, aber nicht wegen Hochwasser an den Brutplätzen oder Fressfeinden, damit lebt die Art seit ihrer Entstehung.

Von den Stränden vertrieben: Sandregenpfeifer

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Ems-Kanal: WWF, BUND und NABU wollen eigenes Gutachten und neues Geld verbrennen

Unverdrossen basteln die Umweltverbände BUND und NABU sowie die Stiftung WWF weiter an ihrem irrwitzigen Emskanalprojekt parallel zur Ems, und wollen dafür weitere hundertausende Euro allein für ein Gutachten verbrennen. Erst wollten die Verbände gegen den „Sommerstau“ der Ems für die Riesenschiffe der Meyer Werft klagen, dann zogen sie die Klage zurück und unterzeichneten mit Werft-Chef-Meyer einen „Generationenvertrag“ für 30 Jahre Sommerstau (mit garantiertem Ertrinkungstod von Jungvögeln im EU-Vogelschutzgebiet) und gebaren dann die  Kanalidee. Nun soll damit die Ems, die seit Jahren für die Meyer Werft in Papenburg durch ständige Baggerungen für riesige Kreuzfahrtschiffe missbraucht wird, renaturiert werden.

Meyer-Kreuzfahrtschiff auf der Ems (2007)

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Ein Jahr „Weltnaturerbe“: eine Nachlese

Nun haben sich die Touristiker mit ihren Inszenierungen zum Einjährigen des  Wattenmeeres als „Weltnaturerbe“ wieder verbal ausgetobt, bis zum nächsten Jahr. Anlass für den Wattenrat, eine kleine Pressenachlese zu veröffentlichen. Das Bemerkenswerte dabei: Die hehren Naturschutzorganisationen WWF oder NABU, die vor einem Jahr noch ganz euphorisch des Etikett Weltnaturerbe herbeisehnten, lobten das Etikett nun schon wesentlich verhaltener.

Nationalparkschild im "Weltnaturerbe": Der Lack ist ab!

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Die IUCN und das Wattenmeer-Weltnaturerbe: Wer steckt dahinter?

Die Jubelorgien vor, während und nach der “Beförderung” des deutschen Wattenmeeres zum „UNESCO-Weltnaturerbe“ nehmen kein Ende. Man tut so, als sei das Wattenmeer mit seinen drei Nationalparks in Deutschland erst seit dem einen Jahr der UNESCO-Anerkennung DAS Gebiet auf Erden überhaupt; vom Schutz redet allerdings kaum noch jemand, der wurde durch „Vermarktung“ und „Naturtourismus“ abgelöst. Die Anerkennung möglich gemacht hat erst die „International Union for Conservation of Nature“ (IUCN) in Gland/Schweiz, als eine Kommission das Wattenmeer 2008 bereiste und auf Grund des Prüfungsberichtes der UNESCO vorschlug, das Wattenmeer als „Weltnaturerbe“ auszuweisen. Dies wurde von langer Hand jahrelang von deutschen Politikern und Verwaltungen vorbereitet, nicht um den Schutz der Gebiete zu verbessern, sondern um ein neues und diesmal internationales Vermarktungslabel für den Tourismus zu erhalten, der Beginn der Globalisierung des Nordseetourismus.

In Niedersachsen zeigte man der IUCN-Kommission nur die wenigen Schokoladenseiten des Wattenmeer-Nationalparks, kritische Naturschutzgruppen wurden gar nicht erst dazu geladen. Der Präsident der deutschen UNESCO-Kommission ist bezeichnender Weise Walter Hirche (FDP), der bis Februar  2009 Wirtschaftsminister in Niedersachsen war. Im Juni 2009 wurde das deutsche Wattenmeer UNESCO-Welterbe-Gebiet.

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Baggerschiffe verändern das Watt

Am derzeit hochgelobten „Weltnaturerbe“-Wattenmeer, hier in Ostfriesland auch gleichzeitig Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, EU-Vogelschutz- und FFH-Gebiet,  Biosphärenreservat sowie Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung wird derzeit wieder kräftig gebaggert. Das Baggerschiff  „Crestway“ saugt Schlick aus der Ems  und verteilt ihn dann gleichmäßigbei auflaufendem Wasser in den Schutzzonen des Nationalparks Wattenmeer  bei Manslagt. Der Hopper-Bagger ist 97,5 m lang und hat eine Aufnahmekapazität von 5.600m cbm.

Baggerschiff "Crestway" in der Ems vor Eemshaven, Juni 2010

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Auch Neuharlingersiel will Kitesurfer in der Schutzzone des Nationalparks

Nach Dornumersiel, Upleward, Norddeich, Baltrum, Langeoog, Norderney, Juist, Hooksiel oder Dorum/Wremen hat nun auch der Küstenbadeort Neuharlingersiel im LK Wittmund Kitesurferflächen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer beantragt: 70 Hektar in der „Zwischenzone“, zweitstrengste Schutzzone im Nationalpark,  will man dafür haben.

Rasende Vogelscheuchen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

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UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer: ein Jahr Etikettenschwindel

Ein Jahr UNESCO-„Weltnaturerbe“ kein Grund zum Feiern
Inhaltsleere Sander-Propaganda statt Naturschutz

Auch ein Jahr nach Ausweisung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer als UNESCO-„Weltnaturerbe“ gibt es nichts zu feiern,  die vorgeblich „positive Bilanz“ [ganz unten] des niedersächsischen Umweltministers Sander ist keine.  Das Weltnaturerbe-Etikett wurde ausschließlich von der Tourismusindustrie ausgeschlachtet, um noch mehr Touristen an die Küste zu locken, hat aber für die Tier- und Pflanzenarten im Großschutzgebiet Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer keine messbaren Verbesserungen gebracht.
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Insel Ameland: beispielhafter Schutz eines Vogelbrutgebietes, Niedersachsen vergleichsweise Entwicklungsland

Tourismus und Vogelschutzgebiete vertragen sich in der Regel schlecht. Schon ein einziger Mensch kann bei Annäherung zu erheblicher Unruhe in Brutgebieten sorgen; geschieht dies öfter, werden Bruten auch verlassen. Auf der niederländischen Insel Ameland kann man erleben, dass es auch anders geht. Hier waren Profis am Werk, um eine Lachmöwen- und Brandseeschwalbenkolonie wirkungsvoll vor Mensch und Fuchs zu schützen und die ungestörte Brut dieser Arten zu gewährleisten.

Die niederländische Insel Ameland im Wattenmeer

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