Spiekeroog: Anlegerruine als Naturschutzmaßnahme kostengünstig entsorgt

Der nachfolgende Beitrag gehört eigentlich in den Herbst 2009. Das damalige Geschehen ging aber irgendwie im täglichen Nachrichtengetöse aus dem schlickigen Wattensumpf an den Wattenratmitarbeitern vorbei und wurde erst jetzt wiederentdeckt. Deshalb kommt der Beitrag verspätet, aber er kommt. Es geht um Offshore-Windenergie, die Anbindung der Wind“parks“ auf See mit Kabeltrassen durch den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und den Abriss eines abgängigen Anlegers auf der Insel Spiekeroog, und „natürlich“ um den Naturschutz im Wattenmeer, oder was man dafür hält.

Der abgerissene Anleger auf Spiekeroog

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Werbeetat für die Weltnaturerbe-Vermarktung geht an Hamburger Agentur

„Pitch“ bezeichnet in der Werbebranche einen Wettbewerb von Agenturen um einen Werbeetat. Den Werbeetat für die touristische Vermarktung der Wattenmeer-Nationalparks gewann die Agentur „Publicis“ in Hamburg.

Action im UNESCO-Weltnaturerbe auf Norderney

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Offshore-Windenergie: Bundesamt für Naturschutz will auf Einhaltung der Naturschutzvorgaben achten

Windenergie Offshore: Bundesamt für Naturschutz (BfN) achtet auf Einhaltung des Artenschutzrecht, Gefährdung von Seevögeln und Schweinswalen

Kathrin Ammermann (BfN): „Es wäre aus unserer Sicht besser, wenn mehr Windparks gebaut würden. Dann wüsste man mehr über die Auswirkungen.”

Alpha Ventus: Rammarbeiten für 5 MW Repower -Windkraftanlage

Auf den Wattenratseiten wurde schon wiederholt auf Missstände bei Genehmigungsverfahren bei Offshore-Wind“parks“ und Beeinträchtigungen von Seevögeln und Schweinswalen hingewiesen. In Niedersachsen kann man den Eindruck gewinnen, Genehmigungen werden im rechtsfreien Raum ausschließlich nach Investorenwünschen durchgeführt, Beispiel: Nordergründe im Wattenmeer zwischen Cuxhaven und Wangerooge, hart an der Grenze zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Gerade Offshore-Windkraftanlagen gefährden ziehende Vogelarten bei unsichtigem Wetter, Kollisionen sind die Folge, die Opfer werden nie gefunden.

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Tourismusverband Niedersachsen e.V.: Kartell vermarktet das „Weltnaturerbe“ Wattenmeer

Tourismusverband Niedersachsen – enge Verflechtungen zwischen Politik, Verwaltung und Kommerz

Der Tourismusverband Niedersachsen e.V., nicht die Naturschutzverbände, ist derzeit der öffentliche Meinungsmacher im „Welterbe“ Wattenmeer. Es geht um Vermarktung des Wattenmeerraumes mit öffentlichen Mitteln und ein bisschen Naturschutzkosmetik.

Die Konstruktion des Tourismusverbandes Niedersachsen e.V. macht deutlich, dass der Verband ein Kartell aus Politik, Verwaltung, Touristikvereinen und der Gastronomie ist. Allein vier Landräte oder deren Vertreter  sind zusammen mit drei Vertretern von Tourismusorganisationen im neunköpfigen Vorstand vertreten.

Realsatire: Wilkommen im Weltnaturerbe, Norderney, Juli 2010

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Emder Hafen: Enercon „E-Ship 1“ und Schlickkonditionierer „Meerwal“ rühren Sediment auf

Schlicktrübungen durch Enercon „E-Ship 1“ und Schlickkonditionierer „Meerwal“ im Emder Hafen

von Eilert Voß

Am 01. Juli 2010 lag das neu gebaute Flaggschiff des Windanlagenherstellers Enercon, die „E- Ship 1“ mit den markanten Flettner-Rotoren am westlichen Teil des Nordkais im Emder Hafen, fest vertäut an Pollern. Die Dieselmotoren haben eine Leistung von  2 x 4766 PS. Die Maschine lief, trotz des festgemachten Schiffes, es fand eine „Standprobe statt“.

E-Ship 1: Standprobe: Mehrere tausend PS rühren den Hafenboden auf

Über Stunden wurde die Hauptmaschine des Seeschiffes so unter voller Last getestet, bevor das mit Flettner- Rotoren (eine Konstruktion aus den 1920er- Jahren) ausgerüstete Schiff zu seiner ersten Reise den Emder Hafen verlassen und seine Werbefahrten für die umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Schiffsdieselantrieben auf PR- Reisen weltweit beginnen kann.

Standproben sind keine ungewöhnlichen Vorgänge im Emder Hafen. Die Nordseewerke testete ihre Neubauten wahrend der gesamten Firmengeschichte auf die gleiche Art, nur nicht am Nordkai, sondern direkt am westlichen Teil des Zungenkais am Liegeplatz Nr.1 der ehemaligen Traditions- Werft. Weiterlesen

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Sandstrand für Vögel: Sandregenpfeifer am Leyhörn

Leyhörn, Leybucht: Sandstrand für Regenpfeifer

Massentourismus und Naturschutz vertragen sich nicht, auch nicht in einem „Weltnaturerbe“ wie dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Ein Opfer des ungezügelten Tourismus ist der Sandregenpfeifer, ein kleiner und unscheinbarer Watvogel, der bevorzugt an Stränden brütet. Und die sind nun mal besetzt von den Touristen. An der niedersächsischen Wattenmeerküste brüten nur noch eine sehr wenige Sandregenpfeifer, für ganz Niedersachen liegt der Brutbestand unter einhundert Brutpaaren.

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„Wo ist die Brandgans“: NABU-Marketing mit wertloser Vogelzählung

Geschickte Mitgliederwerbung: NABU-Brandganszählung

Vor ein paar Tagen ließ der Naturschutzbund Deutschland (NABU) über Agenturen verlauten, die Bestände der Brandgans (Tadorna tadorna) nähmen ab, und verbanden diese Meldung mit der Aufforderung, Brandgänse zu zählen. Das las sich dann so:

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Besuch auf der EXXON-Gasbohrstelle „Greetsiel West Z1“

Der Wattenrat hat wiederholt über Bodenabsenkungen und leichte Erdbeben durch Erdgasförderung in den Niederlanden berichtet und ähnliche Befürchtungen durch die Gas-Explorationsbohrung bei Greetsiel geäußert.Dies war Anlass für den Exxon-Manager „Public & Government Affairs” Norbert Stahlhut, den Wattenrat zu einem Besuch auf der  der Erdgasbohrstelle „Greetsiel West Z1“ einzuladen.

Erdgasexplorationsbohrung "Greetsiel West Z1"

Die Bohrstelle liegt auf einer 10.000 qm großen Ackerfläche östlich der Kreisstraße K 233 bei Greetsiel. Das Bohrprojekt begann 2007, der Bohrbeginn im April 2010. Noch in diesem Monat (Juli 2010) wird sich zeigen, ob aus der Explorationsbohrung auch eine fündige Bohrung wird.

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BP-Oilspill im Golf von Mexico: Bilder der Katastrophe

Die Ölkatastrophe aus dem Golf von Mexico füllt nun seit Wochen die Zeitungen. Bekannt bei uns sind die Fotos von verölten Pelikanen, das gesamte Ausmaß ist viel schlimmer und grauenhaft für die Tierwelt, nicht „nur“ für Vögel, sondern auch für Fische, Meeresschildkröten,  Wale und Delphine.  Es gibt Berichte aus den USA, dass Fotoreporter davon abgehalten wurden, die Opfer zu fotografieren. Deshalb hier beim Wattenrat ein Link zu „Washington´s Blog“, das eine Fülle von unbekanntem Bildmaterial aus der Region liefert. Was das Ganze mit der Wattenmeerregion in Ostfriesland zu tun hat? Geographisch nichts, aber vor unserer Küste fahren täglich riesige Öltanker vorbei. Gar nicht weit weg von den Verkehrstrennungsgebieten der Schifffahrt werden derzeit künstlich Riffe ins Meer gebaut: riesige, angeblich „ökologische“ Windkraftanlagen auf gigantischen Stahlfundamenten. Wenn da mal was aus dem Ruder läuft, wird das auch nicht spurlos am Wattenmeer vorbeigehen, deshalb diese Bilder.  Link zu Washington´s Blog hier, direkt zu den „rarely seen pictures“ hier.

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„Weltnaturerbe“ Wattenmeer: das Sommerloch mit Abschlussdeich und neuen Stränden gestopft

Die hochsommerlichen Temperaturen schlagen bei einigen Zeitgenossen wohl aufs Hirn. Das Sommerloch gebar im derzeit  subtropischen Ostfriesland absonderliche Vorschläge, die direkt das „Weltnaturerbe“ Wattenmeer, ganz nebenbei auch Nationalpark, Biosphärenreservat, FFH- und EU-Vogelschutzgebiet, tangieren. Nationales und internationales Naturschutzrecht sind für einige Mitbürger vernachlässigbare Kriterien, wenn es um die eigenen Erholungsinteressen geht. Die Ostfriesen Zeitung in Leer heizt damit wieder einmal die Diskussion um noch mehr Nutzungen in einem ohnehin vom Massentourismus gebeutelten Gebiet an. Jeder Hans und Franz  hat eine Meinung und einen Vorschlag, wie man noch mehr Nutzungen  im „Weltnaturerbe“ Wattenmeer unterbringen könnte, ohne aber die Rechtsgrundlagen zu kennen.

Fun und vertriebene Brandenten im "Weltnaturerbe": Norderney, Juli 2010

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