Bund Hessen: „Freunde der Erde“ oder Lobbyisten der Windenergienutzung?

"Erneuerbare" Landschaft mit Nonnengänsen am EU-Vogelschutzgebiet an der Ems, Okt. 2011

Da ist er wieder, der BUND-Landesverband Hessen, den wir schon mal mit seinen windigen Positionen zum Natur- und Landschaftsschutz auf den Schirm gebracht haben (BUND-Hessen: Beim Ausbau der Windenergie müssen Naturschutzbelange zurückstehen). Nun macht der BUND mit einem Brief an den hessischen Ministerpräsidenten weiter, als offensichtlicher Unterstützer der Windenergiewirtschaft. Weiterlesen

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Reiner Schopf wird 75 Jahre alt: ein herzlicher Glückwunsch vom Wattenrat

Einkaufstour: Reiner Schopf am Westenede von Juist vor der Überfahrt nach Memmert – Foto (C): Manfred Knake

Heute am 17. Februar 2013 wird Reiner Schopf 75 Jahre alt.

Reiner Schopf war mehr als dreißig Jahre lang Vogelwart und Inselvogt auf der Vogelinsel Memmert bei Juist, auf der er viele Jahre ganzjährig bei jedem Wind und Wetter alleine zugebracht hat. Einsam sei er allerdings dort nie gewesen, wie er häufig betonte. Nach seiner Dienstzeit bei der Bundesmarine und einigen Jahren als Vogelwart in Schleswig-Holstein löste Schopf 1973 den aus Altersgründen weggezogenen Vogelwart Gerhardt Pundt ab. Schopf blieb als Angestellter des Bauamtes für Küstenschutz in Norden/Ostfriesland (später aufgegangen im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, NLWKN) bis August 2003 auf Memmert. Er verließ die Insel wegen der Errreichung des Rentenalters. Als sein Nachfolger trat Enno Janßen seinen Dienst auf Memmert an, der von Reiner Schopf eingearbeitet wurde. Weiterlesen

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Es stinkt zum Himmel: Gülleausbringung auf gefrorenem Boden

Güllespritzer in Schneelandschaft: Middelsterborg/LK Leer, 10. Februar 2013

Alle Jahre wieder: Seit vielen Tagen haben wir Frost in Ostfriesland, der Boden ist gefroren. Das hält aber einige Bauern nicht davon ab, den Inhalt ihrer vollen Güllebehälter in Gülleanhänger umzupumpen und den Inhalt trotzdem auf die Ländereien zu versprühen. Auf dem gefrorenen Boden besteht nicht die Gefahr, dass die schweren landwirtschaftlichen Fahrzeuge einsinken und dann aufwändig wieder geborgen werden müssen. Das stinkt nicht nur zum Himmel, das Gülleausbringen ist bei diesen Witterungsverhältnissen schlicht verboten: Bei gefrorenem Boden oder geschlossener Schneelage darf auch nach dem 31. Januar die Gülle nicht ausgebracht werden. Weiterlesen

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Brief an den WWF-Deutschland: Was liegt näher, „Barrier Reef“ oder „Weltnaturerbe Wattenmeer“?

Spaßpark "Weltnaturerbe" Wattenmeer, Norddeich/LK Aurich, Sommer 2012

Hauptsache weit weg, wenn es um den realen oder vermeintlichen Naturschutz geht. Diesmal macht sich der WWF-Deutschland (!) Sorgen um das „Great Barrier Reef“ „downunder“ in Australien. Warum aber in die Ferne schweifen, wenn das Kaputte liegt so nah? Zu den nicht nur touristisch übernutzten Wattenmeer-Nationalparks vor unserer Haustür, die kaum einer Aufsicht unterliegen, fallen dem WWF und den anderen Salonnaturschützern des NABU oder BUND nicht ein, dass das „Weltnaturerbe“ nur ein wohlfeiles und endlos strapazierfähiges Marketing-Etikett für noch mehr Tourismus, unter dem sich die großen Naturschutzverbände aber so gerne sonnen. Die reale Naturschutzsituation in den Nationalparks ist jedoch desolat, also auch hier müsste konsequenterweise gelten: Aberkennung des Welterbetitels! Vielleicht sollte man im Gegenzug den WWF-Australien bitten, eine Stellungnahme zu den Wattenmeer-Nationalparks in Deutschland abzugeben… Weiterlesen

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Climate Crimes: Film über Umweltverbrechen im Namen des Klimaschutzes

Energielandschaft am Weltnaturerbe Wattenmeer: Campen/LK Aurich

„Was derzeit im Namen nicht nur des Klimaschutzes, sondern auch des grünen Wachstums vonstatten geht, würde ich als eine Art Amoklauf gegen die Natur und damit auch gegen den letzten Rest an ökologischer Vernunft bezeichnen.“ Niko Paech, Wirtschaftswissenschaftler.

Ulrich Eichelmann hat einen Film gemacht, den wir hier vorstellen: Climate Crimes (Klimaverbrechen). Im Januar 2013 lief diese Dokumentation über Umweltverbrechen im Namen des Klimaschutzes in Hamburg an. Eigentlich soll der „Klimaschutz“ oder das, was dafür gehalten wird, die Erde retten. Ob man das Klima überhaupt schützen oder gar „retten“ kann, ist mehr als fraglich. Auch Ebbe und Flut kann man nicht schützen, auch nicht das Wetter und daher auch nicht den statistischen Wert des Klimas. Aber die Klimapropaganda läuft auf Hochtouren, zentraler Punkt der Klimastrategien weltweit oder vor unserer Haustür sind der massive Ausbau der sog. erneuerbaren Energie. Entstanden ist ein Film, der deutlich die Auswirkungen des Klimawahns mit dem Bau von vorgeblich „ökologischen“ Wasserkraftwerken oder dem rasant angestiegenen Maisanbau für Biogasanlagen auf die Natur zeigt. Die Landschaftszerstörungen durch Windkraft- oder Solarkraftwerke lässt der Autor Eichelmann leider weitgehend aus. Weiterlesen

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Reimar Campen verstorben: ein Nachruf

Reimar Campen, 2008 auf einer Bootstour auf der Ems

Erst jetzt erreichte den Wattenrat die Nachricht vom Tode von Reimar Campen aus Norden, der bereits am 12. Mai 2012 im Alter von fast 84 Jahren starb. Er wurde am 27. Juni 1928 auf Norderney geboren. Reimar Campen war ein „Urgestein“ im ostfriesischen Natur- und Umweltschutz. Als gelernter Bootsbauer fuhr er als Schiffzimmermann zur See. Später übernahm er den elterlichen gastronomischen Betrieb auf Norderney und übte diese Tätigkeit von 1960 bis 1981 aus. Durch unklare Rechts- und Besitzverhälnisse musste er diese Tätigkeit zwangsweise aufgeben und wurde dadurch erwerbslos. Er zog aufs Festland nach Norden und lebte hier zusammen mit seiner Ehefrau. Weiterlesen

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Landtagswahlen 2013 in Niedersachsen: kein Grund zum Jubeln, Nichtwähler relativieren das Ergebnis

Die Niedersachsenwahl in absoluten Zahlen: Wer repräsentiert hier eigentlich wen?

Gefunden bei der „Nachrichtenpolizei“ am 21. Januar 2013, und mit deren Erlaubnis kopiert und hier veröffentlicht: http://www.nachrichtenpolizei.de/
Jan 21, 2013

Nichtwähler größte Fraktion bei Wahl in Niedersachsen

Was für eine Wahl, betretene Gesichter auf der einen, und jubelnde Sieger auf der anderen Seite. Schwarz-Gelb wird abgelöst, Rot-Grün triumphiert. Breites Grinsen bei den Wahlsiegern. Sogar die FDP freute sich ob ihrer “9,9 Prozent”. Das sah in Umfragen kürzlich noch ganz anders aus. Doch das gestrige Wahlergebnis ist für die Politik alles andere als ein Grund zur Freude. Satte 40,6 Prozent hielten es nämlich nicht für nötig, überhaupt eine Stimme abzugeben. Sei es nun aus Frust oder Gleichgültigkeit. Solange die stärkste Fraktion immer noch die Nichtwähler sind, sollte sich manch ein Politiker und mach eine Politikerin fragen, wie es wirklich um “Volkes Wille” steht. Dabei hilft diese leicht angepasste Grafik des gestrigen Wahlergebnisses. Weiterlesen

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„Pestvögel“ in Ostfriesland

Seidenschwänze

Diese hübschen Vögel wurden in einem Hausgarten bei Emden gesichtet und fotografiert. Es sind Seidenschwänze (Bombycilla garrulus), die in unregelmäßigen Abständen ihre heimatlichen Gefilde des nördlichen Skandinaviens bis Sibirien verlassen und im Winter in großen Schwärmen invasionsartig nach Westen ausweichen. Die Ursache des vorübergehenden Abwanderns aus den Heimatgebieten ist der dortige Nahrungsmangel und vielleicht auch eine hohe Populationsdichte. In den Niederlanden wird diese Art „Pestvogel“ genannt, eine Erinnerung an mittelalterliche Seuchenzüge, die mit dem gleichzeitigen Auftreten des Seidenschwanzes in Verbindung gebracht wurden.

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Marionettentheater: Landtagswahlkampf in Ostfriesland mit „Erneuerbarer Energie“

Postwufsendung

Nein, dieser Beitrag ist keine Wahlhilfe für die CDU im niedersächsischen Landtagswahlkampf, im Gegenteil. Dieser läuft auf Hochtouren, oder liegt in den letzten Zügen, je nach Betrachtungsweise. Wesentliche politische Unterschiede gibt es zwischen den Kandidaten der verschiedenen Parteien nicht, abgesehen von der Bildungspolitik. Umwelt- oder Naturschutzpolitik, in den Achtzigern und Neunzigern noch ein zentrales politisches Thema, kommt gar nicht mehr vor. Viel Auswahl, also tatsächliche Alternativen zu wählen, hat das Wahlvolk nicht. Besonders deutlich wird das beim Thema „Energie“, oder besser den sog. „Erneuerbaren Energien“, wie Wind- oder Solarenergie oder den maissteppenfördernden und grundwasserbelastenden Biogasanlagen. Der Begriff „Erneuerbare Energie“ ist zwar nach dem Ersten Hauptsatz der Thermodynamik physikalischer Unsinn, wird aber immer wieder gerne genommen. Die „Erneuerbaren“ mit dem „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) sind ein Geschäftsmodell und Konjunkturprogramm, das von allen politischen Parteien gehätschelt wird. Nur aus der FDP wird neuerdings vereinzelt verhaltener Zweifel am EEG angemeldet. Weiterlesen

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Offshore-Windpark „Riffgat“: Mit dem Hubschrauber über die Schutzgebiete

Hubschrauber von der Offshore-Baustelle "Riffgat" über Borkum, fliehende Nonnengänse, 02. Jan. 2013

Seit Mai 2012 wird ca. 15 Kilometer vor der Insel Borkum im Seegebiet „Riffgat“  an der Errichtung von 30 Windkraftanlagen der 3,6 Megawatt-Klasse gebaut, die angeblich „rund 120.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgen“ sollen. An das Projektgebiet grenzt im Osten der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer an. Gebaut wird „Riffgat“ vom regionalen Energieversorger EWE (Oldenburg) in Zusammenarbeit mit dem Projektentwickler ENOVA (Bunderhee). Im Sommer 2012 wurde bekannt, dass das Rammen der Fundamente trotz des „Schallschutzes“ mit erheblichem Baulärm von z.T. mehr als 190 dB(A) verbunden war. Technisch machbar sind die Rammarbeiten mit 160 dB(A), gemessen in einem Abstand von 750 m von den Baustellen. Dieser Lärm kann für Kleine Tümmler (Schweinswale) tödlich sein, weil er die Ortungsorgane schädigt. Im Sommer 2012 wurden 132 tote Kleine Tümmler an die Westküste Schleswig-Holsteins getrieben. Die toten Meeressäuger wurden nicht, wie es eigentlich vorgesehen ist, untersucht. Ob ein Zusammenhang mit den unglaublich lauten Rammarbeiten, die in der Dauerbeschallung lauter als ein fortdauernder Artillerieabschuss sind, lässt sich daher nicht klären. Auch auf die Rastvögel, und ab dem Frühjahr auch auf die Brutvögel des Nationalparks, hat der Baubetrieb mit dem Hubschrauberpendelverkehr von Riffgat nach Emden erhebliche Auswirkungen. Nach der Bauphase werden die Hubschrauber zum Transport des Wartungspersonals  weiterfliegen. Andere Offshore-Investoren planen ebenfalls Pendeldienste mit Hubschraubern, z.B. DONG-Energy ab Norddeich, mit einem Landeplatz direkt am Nationalpark Wattenmeer. Weiterlesen

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