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Tempus fugit
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Nachtrag 30.10.2017: Nach hier vorliegenden Meldungen inspizierte heute Nachmittag ein Boarding-Team das auf Grund liegende Schiff. Strukturelle Schäden wurden bisher nicht festgestellt, die Ruderanlage ist jedoch defekt. Hubschrauberüberwachungen stellten keine Ölaustritte fest. Die Besatzung ist wohlauf und noch an Bord.
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Schüttgutfrachter von nordwestlichen Winden auf Grund getrieben
Alle bisherigen Versuche, die manövrierunfähige GLORY AMSTERDAM ins Fahrwasser zu schleppen, sind aufgrund der vor Ort noch immer sehr widrigen Wetterbedingungen fehlgeschlagen. Der Schüttgutfrachter (L 225m, B: 32,26m; Flagge: Panama) liegt seit etwa 18:45 Uhr vor Langeoog auf Grund. Ein Freischleppversuch wird vorbereitet. Der Hochseeschlepper NORDIC und das Mehrzweckschiff MELLUM sind weiterhin vor Ort. Weiterhin wird der Havarist regelmäßig vom Ölüberwachungsflugzeug Do 228 des Havariekommandos überflogen. Bisher konnte kein Schadstoffaustritt festgestellt werden.

Horst Stern, Foto: Markus Beck, CC-BY-SA 4.0, Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Horst_Stern_1997_1.jpg
Spiegel-online veröffentlichte heute eine Würdigung:
„Sterns Stunden mit Schockeffekt Bambi muss sterben – Er war provokant, pointiert, sarkastisch: Horst Stern gehörte zu den Umweltschützern der ersten Stunde. Als Journalist packte er bevorzugt heiße Eisen an – bis er um die Jahrtausendwende aus der Öffentlichkeit verschwand. […]“ Mehr hier: http://www.spiegel.de/einestages/horst-stern-stunden-mit-schockeffekt-a-1173664.html
Mehr zu Horst Stern auf den Seiten des Wattenrats: Ganz oben auf der Seite unter dem Tab „Horst Stern“ haben wir sieben seiner Kolumnen aus der inzwischen eingestellten Wochenzeitung „Die Woche“ gesichert. Einige von seinen Kolumnen wurden in Zusammenarbeit mit Wattenrat-Mitarbeitern erstellt. 1996 kam er zu Besuch nach Ostfriesland und machte u.a. das daraus: Weiterlesen
Diese
hat es in sich (in voller Länge hier als .pdf: FDP_NDS_Anfrage_Wind_Belastung_2017). Man beachte den Punkt 3. der Anfrage und die Antwort des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel (B90/Die Grünen):
„3. Gegen welche Standorte bzw. Windkraftanlagen wurden konkret Beschwerden von Bürgern wegen zu hoher Schallbelastungen vorgebracht?“ […] Antwort: „Die anderen unteren Immissionsschutzbehörden haben Fehlanzeige gemeldet.“ Weiterlesen

Blick von Norderney auf das Festland. Im Watt (Nationalpark und Weltnaturerbe) Kabelverlegearbeiten für einen Offshore-Windpark. Sommer 2017, Foto (C): Eilert Voß
Als sich kürzlich Australien zum Bau eines Kohlehafens am Rande des Great Barrier Reefs entschied, waren die Deutschen außer sich. Ausgerechnet ein Kohlehafen. Und das nach der Klimakonferenz von Paris. Die Deutschen sehen das Weltnaturerbe auf das Äußerste bedroht. Schlamm und Schiffsverkehr könnten die Korallen beschädigen. Die Deutschen stellen ihre Wattenmeer-Nationalparke nur zu gerne in eine Reihe mit dem Great Barrier Reef.
Unbescheiden, des Prestiges und des Kommerzes wegen. Dass sie ihre eigenen Nationalparke keinesfalls besser schützen als andere Staaten ihr Weltnaturerbe, können sie sich in nationaler Überschätzung nicht vorstellen. Dabei ist der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer (übrigens nur ein Tausendstel so groß wie das Great Barrier Reef) zu Land und in wenigen Jahren auch zur See mit einigen Tausend für Vögel tödlichen Windenergieanlagen geradezu umstellt. Ein Naturgebiet, das in Flyern der Tourismusbranche und der Nationalparkverwaltung als „Drehscheibe des internationalen Vogelzuges“ beworben wird. An jedem mit einem für Schweinswale lebensgefährlichen Höllenlärm in den Seeboden gerammten Mast können Öltanker havarieren.
Nur, vor der Gefahr einer Ölpest warnen hier Medien und Umweltverbände am allerwenigsten. Nein, dank des Stroms aus Wind können die Tanker bald verschrottet werden, so die Heilserwartung. [Anmerkung Wattenrat: Der Kohlehafen soll zudem ca. 20 Kilometer entfernt vom Schutzgebiet Great Barrier Reef errichtet werden. Der Schutzstatus des Great Barrier Reefs ist dazu wesentlich strenger als in den Wattenmeer Nationalparks in Deutschland].

Motorisierte „Zugvögel“ beim Naturerleben in der Erholungszone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, Bensersiel, Sommer 2017, Foto (C): Eilert Voß
Wesentliche Belastungsfaktoren des Wattenmeeres und der Zugvögel werden bei der Propagierung der Zugvogeltage ausgeblendet. Der Vogelzug an der Küste beginnt bereits im Juli nach dem Abschluss der Brutzeit. In dieser Zeit boomt der Massentourismus an der Küste und auf den Inseln. Ruhige Rückzugsorte für die durchziehenden und rastenden Watvögel sind auch im Großschutzgebiet „Nationalpark Wattenmeer“ selten geworden.

Screenshot-Bildzitat, Bund der Steuerzahler (Hintergrundfoto Manfred Knake, vom Bund der Steuerzahler so übernommen)
„Was ist passiert
Der längste Schwarzbau Deutschlands
Die 8,4 Millionen Euro teure Umgehungsstraße sollte das ostfriesische Bensersiel an der Nordseeküste vom Durchgangsverkehr entlasten. Das war aber nur kurz der Fall, denn seit Monaten ist sie gesperrt. Die 2,1 Kilometer lange Strecke führt nämlich mitten durch ein europäisches Vogelschutzgebiet und ist deshalb für illegal erklärt worden. Im schlimmsten Fall muss die Straße auf Kosten der Steuerzahler wieder beseitigt werden. […]“ mehr hier

Hubschrauber (Bildmitte) von der Offshore-Baustelle „Riffgat“ über Borkum, fliehende Nonnengänse, 06. Jan. 2013, Foto (C): Eilert Voß
„Wenn man den Klimawandel leugnet, wenn man mehr Klimawandel haben will, dann wählt man FDP. Wenn man aber will, dass der Klimawandel gestoppt wird, dass die Erderwärmung gestoppt wird, dass die Klimakrise ein Stoppschild bekommt, dann wählt man Bündnis 90/Die Grünen am 24. September.“ Quelle: Tagesschau, 17. 09. 2017: ab Minute 1:34
Ob die Dame auch aus Wasser Wein machen oder gar übers Wasser wandeln kann? In Indien sollen Fakire das Wetter beeinflussen können, in anderen Kulturen die Schamanen, nur kandidieren die nicht für ein politisches Amt.