 Geschundene Ems: Meyer an die Küste!
Am 26. März 2011 fanden in der Nähe von Leer regionale Naturschützer und die Spitzen der Verbände von BUND, NABU und WWF zusammen, um auf Einladung der Verbände in einem Workshop über die Naturschutzziel an der Ems zu diskutieren: „Projekt Lebendige Ems“. Die Projektleiterin für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Niedersachsen (BUND) ist Vera Konermann, die auch freiberuflich für ein Planungsbüro tätig ist.
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Ja, auch solche beklebten Briefumschläge landen im Posteingang des Wattenrates. Nein, es stimmt nicht, dass die drei abgebildeten Personen langjährige Funktionäre von BUND, NABU oder WWF sind. Dies wurde als Vermutung an den Wattenrat herangetragen, weil sich die Verbändespitzen nach wie vor kategorisch weigern, die notwendige Verlegung der Meyer Werft in Papenburg an die seeschifffahrtstiefe Küste [...]
 Nonnengänse am Wind"park" Wybelsumer Polder/Emden: erhebliches Kollisionsrisiko bei Nebel, Dunkelheit und Starkwind
Ein Kommentar von Manfred Knake
Vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) nichts Neues: Schon wieder umgefallen gegen Bares! Der Wattenrat kennt seine Pappenheimer, wir hatten das Gekungel gegen Geld bereits in unserem Beitrag vom 18. September 2010 vorausgesagt. Der BUND, der mit Hilfe des WWF gegen den Nearshore-Wind“park“-Standort „Nordergründe“ im Wattenmeer zwischen Cuxhaven und Wangerooge beim Verwaltungsgericht Oldenburg Klage eingereicht hatte, zog die Klage nach jahrelanger politischer Massage nun zurück. Im Watt, exakt 560 m entfernt vom Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer können nun 18 ca. 183 m hohe Windkraftanlagen der Herstellerfirma “Repower” mitten in einem Seevogellebensraum gebaut werden. Die betroffenen Vogelarten unterscheiden nicht zwischen politisch ausgehandelten Nationalpark- oder Weltnaturerbegrenzen und dem großräumigen Lebensraum Wattenmeer. Das Kollisionrisiko für Vögel ist gerade bei Nebel und Dunkelheit erheblich. Und schlimmer noch: Falls ein Tanker mit Ruderschaden in das Windturbinenfeld geraten sollte, könnte das für die Küste eine Ölpest bedeuten. Das alles ist dem BUND (und dem WWF) bekannt. Der BUND als “Freunde der Erde” setzt sich nun über seine früheren Bedenken hinweg macht den Weg frei, zu einem renditemotivierten erheblichen Eingriff in das Wattenmeer. weiter »
 Das Ems-Stauwerk bei Gandersum: Millionen für die Meyer Werft
Die „üblichen Verdächtigen“ wollen an der Ems wieder „lenken“. Fragt sich nur, wohin. Der marode Fluss, der erheblich unter dem Ausbau, dem Ems-Stauwerk (offiziell als „Sperrwerk“ EU-konform deklariert), und den ständigen Baggerungen vor allem für die Meyer Werft im binnenländischen Papenburg leidet, soll mit “alternativen Lösungen für die Region entwickelt“ werden.
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 Freizeitpark oder Nationalpark? Kitesurfer in strengster Schutzzone, Foto (C): Voß
Hat es jemand gemerkt? Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer wurde am 01. Jan. 2011 genau 25 Jahre alt. Es ist ruhig um ihn und seine Schutzinhalte geworden. Als der Nationalpark 2009 ”Weltnaturerbe” für noch mehr Tourismus wurde, überschlugen sich die Naturschutzverbände, die Politik und fast alle Medien vor Begeisterung, nur der Wattenrat Ost-Friesland nannte das einen “Etikettenschwindel“. Zu den vergangenen Jubiläen erschienen immerhin noch die „Nationalparkbilanzen“ mit kritischen Anmerkungen und Empfehlungen durch die großen Naturschutzverbände wie BUND und NABU und die Stiftung WWF, zuletzt 2006 unter erheblicher Mitarbeit des Wattenrates. Bisher hört man nichts von einer neuen „Bilanz“, die dringend nötig wäre.
Endlich mal wieder Klartext in einer Pressemitteilung und “Bekennerschreiben” aus der Verbändeszene zum Nationalpark-Verschnitt in Schleswig-Holstein. Völlig ignoriert wird aber die touristische Belastung und ganz aktuell auch die Probleme mit Kitesurfern, auch in Schleswig-Holstein. Bei diesen gewaltigen Defiziten darf man doch fragen, warum die Naturschutzorganisationen ( nicht aber der Wattenrat) unisono vor einem Jahr noch die Einrichtung des “Weltnaturerbes” bejubelt haben, auch damals waren die Probleme nicht anders als heute! Die Verbände wurden offenbar Opfer ihrer eigenen Propaganda. Man darf gespannt sein, was von den Verbänden zum 25ten des Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer 2011 verlauten wird.
Es geht offenbar wieder aufwärts mit dem bundesdeutschen Naturschutz, der World Wide Fund for Nature (WWF) geht mit gutem Beispiel und Gegrilltem voran, unterstützt von EDEKA, wir haben ja auch keine anderen Probleme. Folgende Meldung (Auszug) war dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) in der Zeitschrift ” Natur und Landschaft” (Heft 7/2010, S. 315) eine Meldung wert: “Die [...]
Schilda könnte an der Ems liegen:
Im binnenländischen Papenburg werden auf der Meyer Werft riesige Kreuzfahrtschiff gebaut, die jedesmal aufwändig an das seeschifffahrttiefe Wasser der Nordsee gelotst werden müssen. Dafür wurde für fast 300 Millionen ein Stauwerk bei Gandersum gebaut, das im offiziellen Sprachgebrauch „Sperrwerk“ genannt wird, angeblich um die Fluten der Nordsee zu bremsen. Das Küstenschutzetikett stellte die EU-Kommission ruhig, die sonst beim Bau des Sperrwerks in einem EU-Vogelschutzgebiet eingegriffen hätte. Trotz des Stauwerks muss die Ems immer noch ständig ausgebaggert werden, damit die Meyer-Schiffe durch den Fluss passen, auch das bezahlt der Steuerzahler.
 Ems-Stauwerk
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Unverdrossen basteln die Umweltverbände BUND und NABU sowie die Stiftung WWF weiter an ihrem irrwitzigen Emskanalprojekt parallel zur Ems, und wollen dafür weitere hundertausende Euro allein für ein Gutachten verbrennen. Erst wollten die Verbände gegen den “Sommerstau” der Ems für die Riesenschiffe der Meyer Werft klagen, dann zogen sie die Klage zurück und unterzeichneten mit Werft-Chef-Meyer einen “Generationenvertrag” für 30 Jahre Sommerstau (mit garantiertem Ertrinkungstod von Jungvögeln im EU-Vogelschutzgebiet) und gebaren dann die Kanalidee. Nun soll damit die Ems, die seit Jahren für die Meyer Werft in Papenburg durch ständige Baggerungen für riesige Kreuzfahrtschiffe missbraucht wird, renaturiert werden.
 Meyer-Kreuzfahrtschiff auf der Ems (2007)
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Nun haben sich die Touristiker mit ihren Inszenierungen zum Einjährigen des Wattenmeeres als „Weltnaturerbe“ wieder verbal ausgetobt, bis zum nächsten Jahr. Anlass für den Wattenrat, eine kleine Pressenachlese zu veröffentlichen. Das Bemerkenswerte dabei: Die hehren Naturschutzorganisationen WWF oder NABU, die vor einem Jahr noch ganz euphorisch des Etikett Weltnaturerbe herbeisehnten, lobten das Etikett nun schon wesentlich verhaltener.
 Nationalparkschild im "Weltnaturerbe": Der Lack ist ab!
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